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Seltene Erden

Droht der Autoindustrie ein neuer Produktionsstopp? 05.06.2025, 10:16 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Mercedes Benz
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Auto-Giganten in Alarmbereitschaft: China dreht an der Rohstoff-Schraube – droht ein neuer Produktionsstopp?

Engpässe bei seltenen Erden setzen Europas Autobauer unter Druck

Die Exportkontrollen Chinas auf seltene Erden sorgen bei westlichen Autoherstellern für zunehmende Nervosität. Mercedes-Benz und BMW sprechen bereits mit Zulieferern über alternative Lieferwege und den Aufbau von Lagerbeständen. Ford Motor Co. meldet erste Verzögerungen bei der Ausfuhr bestimmter Bauteile – teils verbunden mit steigenden Transportkosten. „Das setzt ein hochgradig organisiertes System unter Stress“, erklärte Sherry House, Finanzchefin von Ford, auf einer Branchenkonferenz in New York.

Stillstand durch Rohstoffmangel: Ford muss Werk schließen

Vergangenen Monat musste Ford ein Werk in Chicago, das den SUV Explorer produziert, für eine Woche stilllegen – der Grund: fehlende Komponenten auf Basis seltener Erden. Auch BMW räumte ein, dass Teile des Zuliefernetzwerks betroffen seien, nannte jedoch keine Details. Die Maßnahmen Chinas sind eine Antwort auf US-Zölle unter Präsident Donald Trump und gefährden die globale Versorgung mit kritischen Materialien, die in E-Autos und auch in Verbrennern für Sensoren und Elektronik unverzichtbar sind.

Droht eine zweite Chipkrise?

Die Lage erinnert Branchenexperten an die Chipkrise nach der Corona-Pandemie. „Es ist ein großes Thema für die Industrie“, betonte John Murphy, Autoanalyst bei der Bank of America. Die Hersteller seien zwar kreativ in der Umgehung solcher Engpässe, langfristig aber könne es „zu einem sehr teuren Problem“ werden. Währenddessen drängt die Branche auf politisches Handeln: Ohne rasches Eingreifen drohe in wenigen Wochen ein Produktionsstopp, warnten die Verbände Alliance for Automotive Innovation und MEMA in einem Brief an das US-Kabinett.

Mercedes: „Physische Puffer spielen eine Rolle“

„In Risikosituationen stehen wir im ständigen Dialog mit unseren Zulieferern“, so Mercedes-Produktionschef Jörg Burzer. Man diskutiere aktiv über Maßnahmen wie physische Lagerpuffer. Auch Rivian Automotive drängt die US-Regierung zur Unterstützung – es fehle derzeit an Kapazitäten, seltene Erden im eigenen Land zu verarbeiten, so CEO RJ Scaringe. Rivian arbeite „rund um die Uhr“ an Lösungen.

Elektroboom in Deutschland – Tesla schwächelt, BYD wächst rasant

Währenddessen boomt der Markt für Elektro-Neuwagen in Deutschland: Im Mai wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt über 43.000 batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen – ein Plus von fast 45 Prozent im Jahresvergleich. Ihr Anteil an den gesamten Neuzulassungen betrug 18 Prozent. Laut EY-Analyst Constantin Gall liegt das Wachstum auch an sinkenden Preisunterschieden zu Verbrennern sowie attraktiven Leasing- und Steuerangeboten.

Tesla hingegen verliert weiter an Boden: Nur etwa 1.200 Neuzulassungen im Mai – ein Rückgang von über 30 Prozent. Chinas BYD hingegen steigerte sich um über 800 Prozent auf rund 1.860 Fahrzeuge und liegt in Deutschland nun vor dem US-Pionier. Insgesamt blieb der Neuwagenmarkt mit 239.300 Zulassungen schwach – die Zahlen liegen weiter unter dem Vorkrisenniveau. Grund sind laut EY unter anderem hohe Preise und wirtschaftliche Unsicherheit.

Bn-Redaktion/ts
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