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Uniper und Equinor

Norwegen-Deal trifft auf Speicher-Sorgen 25.08.2026, 16:13 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Uniper und Equinor: Norwegen-Deal trifft auf Speicher-Sorgen
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Equinor
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Name Aktuell Diff. Börse
Uniper 46,30 EUR +1,31 % Tradegate
Equinor 35,45 EUR -2,44 % Baader Bank

Mehr als 30 TWh Gas pro Jahr

Uniper hat mit dem norwegischen Energiekonzern Equinor einen langfristigen Gasliefervertrag abgeschlossen. Von 2027 bis 2041 soll Uniper jährlich mehr als 30 Terawattstunden (TWh) Erdgas beziehen. Die vereinbarte Menge entspricht grob dem jährlichen Gasverbrauch von mehr als zwei Millionen Haushalten in Deutschland. Das Erdgas soll über bereits bestehende Pipelines nach Deutschland transportiert werden. Damit baut Uniper seine Lieferbeziehungen zu einem der wichtigsten europäischen Gasproduzenten weiter aus.

Norwegen bereits wichtigster Lieferant

Deutschland bezieht rund 44 Prozent seines Gases aus Norwegen. Damit ist das skandinavische Land derzeit Deutschlands größter Gas-Lieferant. Equinor zählt bereits zu den wichtigsten Versorgern und hatte während der Energiekrise 2022 einen Teil der ausgefallenen russischen Gasmengen ersetzt. Zusätzlich gelangt Gas über LNG-Terminals nach Deutschland. Bei diesen Lieferungen sind die USA mit deutlichem Abstand der größte Anbieter.

Uniper setzt auf langfristige Sicherheit

Uniper-Chef Michael Lewis erklärte: "Mit dieser Vereinbarung stärken wir die langfristige Gasversorgung Deutschlands und vertiefen zugleich unsere Zusammenarbeit mit Equinor". Beide Unternehmen wollen außerdem Lösungen für Erdgas mit geringeren Emissionen in Deutschland weiterentwickeln. Norwegen spiele dabei eine wichtige Rolle für Europas Energieversorgung. Uniper gehört zu den größten Gasgroßhändlern Europas und beliefert unter anderem Stadtwerke, Industriekunden und Kraftwerksbetreiber. Das Unternehmen befindet sich derzeit fast vollständig in deutschem Staatsbesitz.

Norwegen plant Förderung bis 2035

Norwegen will seine Öl- und Gasproduktion mindestens bis 2035 auf dem heutigen Niveau halten und auch an Förderplänen in der arktischen Barentssee festhalten. Ohne die Erschließung neuer Vorkommen könnte die Produktion nach offiziellen Prognosen nach 2030 deutlich zurückgehen. Seit 2022 ist Norwegen zum größten Gaslieferanten Europas aufgestiegen und deckt rund 30 Prozent des Bedarfs der EU und Großbritanniens. Gleichzeitig steht eine mögliche Neubewertung der europäischen Arktis-Politik im Raum.

Gasspeicher bleiben ein Risikofaktor

Parallel dazu sorgen die vergleichsweise niedrigen Füllstände der deutschen Gasspeicher für Diskussionen. Das Bundeswirtschaftsministerium spricht dennoch von einem guten Füllstand und sieht keine Mangellage. Zusätzlich stehen neue LNG-Terminals und Pipeline-Lieferungen aus Norwegen zur Verfügung. Die staatlich vorgesehene Befüllung der Speicher auf 70 Prozent bis Anfang November gilt nach Einschätzung aus der Energiebranche allerdings als kaum noch erreichbar. Die Equinor Aktie notiert bei 35,60 EUR und liegt 2,17 Prozent im Minus. Die Uniper Aktie steht bei 46,58 EUR und gewinnt 1,75 Prozent.

Bn-Redaktion/ar
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