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Mögliche Werksschließungen und Jobverluste bis 2026 02.09.2024, 19:18 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Werksschließungen und Kündigungen im Visier

Volkswagen steht vor einer radikalen Neuausrichtung, die in den kommenden zwei Jahren zu tiefgreifenden Einschnitten führen könnte. Der Automobilriese plant, bis 2026 beeindruckende 15 Milliarden Euro einzusparen, um die Rendite auf 6,5 Prozent zu steigern. Doch dieser ehrgeizige Sparplan könnte für die Belegschaft schmerzhafte Konsequenzen haben.

Sparziele: Tabus wanken

In einem bemerkenswerten Schritt scheut der Vorstand unter Konzernchef Oliver Blume offenbar nicht davor zurück, auch bislang unantastbare Maßnahmen in Betracht zu ziehen. Dazu gehört nicht nur die mögliche Aufhebung der seit 1994 bestehenden Beschäftigungsgarantie, sondern auch die Schließung von Produktionsstandorten in Deutschland – eine Maßnahme, die für VW historisches Neuland wäre.

Laut Insider-Informationen, die dem *Handelsblatt* vorliegen, sollen allein bei der Kernmarke Volkswagen zusätzliche Einsparungen in Höhe von vier Milliarden Euro realisiert werden. Die sich verschärfende Konkurrenz und die zunehmend schwierigen Produktionsbedingungen in Deutschland zwingen den Konzern zu drastischen Maßnahmen.

Werkschließungen: Welche Standorte sind gefährdet?

Im Zentrum der Spekulationen stehen vor allem zwei deutsche Werke, die in ihrer aktuellen Form als nicht mehr zeitgemäß gelten. Experten vermuten, dass das große Fahrzeugwerk in Dresden und die Komponentenfabrik in Osnabrück besonders stark von den Sparmaßnahmen betroffen sein könnten. Tatsächlich könnte mindestens eines dieser Werke geschlossen werden, was in der langen Geschichte des Unternehmens ein einmaliger Vorgang wäre.

Die drohenden Werksschließungen und die damit verbundenen Stellenstreichungen stoßen jedoch auf massiven Widerstand. Der Betriebsrat hat bereits angekündigt, gegen diese Pläne "erbitterten Widerstand" zu leisten.

Kostenexplosion und Aktienbewertung

Die Personalkosten des Konzerns sind in den letzten Jahren stark gestiegen: von 42,9 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf satte 49,8 Milliarden Euro im Jahr 2023. Auch die Zahl der Mitarbeiter ist auf über 680.000 angewachsen. Diese Entwicklungen belasten die Profitabilität des Unternehmens und erhöhen den Druck, Kosten zu senken.

Während die VW-Aktie im August auf ein neues Jahrestief von 92,20 Euro fiel, konnte sie am Montag ein Plus von über 1 Prozent verzeichnen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 4 zählt Volkswagen derzeit zu den am niedrigsten bewerteten Automobilherstellern in Deutschland – ein Umstand, der das Potenzial für zukünftige Kursgewinne in sich bergen könnte.

Bn-Redaktion/aw
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