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Zinsdruck

Goldpreis rutscht auf neues Wochentief 24.09.2026, 10:47 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Gold 4.256,22 USD -0,66 % TTMzero RT (USD)
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Gold gerät am Donnerstag erneut unter Druck. Die Feinunze kostet am Vormittag rund 4.268 US-Dollar und damit 0,4 Prozent weniger als am Vortag; zeitweise rutschte der Preis bis auf 4.261 Dollar ab – den tiefsten Stand seit einer Woche. Seit vergangenem Freitag summiert sich das Minus auf rund 2,6 Prozent.

US-Renditen auf höchstem Stand seit 2007

Hauptbelastung sind die kräftig steigenden Anleiherenditen in den USA. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen war am Mittwoch um mehr als 13 Basispunkte auf 5,10 Prozent gesprungen – der höchste Stand seit Juli 2007. Am Donnerstagmorgen lag sie sogar bei rund 5,11 Prozent. Auslöser waren überraschend starke US-Konjunkturdaten, vor allem Einkaufsmanagerindizes deutlich über den Erwartungen. Damit gewinnen am Markt Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank an Gewicht.

Für das zinslose Edelmetall ist das eine Belastung: Je höher sichere Anleihen rentieren, desto höher fallen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold aus. Zuletzt verzeichneten große Gold-ETFs spürbare Mittelabflüsse. Die Schweizerische Nationalbank beließ ihren Leitzins am Morgen erwartungsgemäß bei 0 Prozent und setzte damit keinen neuen Impuls.

Teures Öl nährt Inflationssorgen

Zusätzlichen Gegenwind liefert der Energiemarkt. Brent-Öl notiert wieder im Bereich der Marke von 100 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI verteuert sich um 1,6 Prozent auf rund 94,20 Dollar. Besonders angespannt ist die Lage bei Diesel: Der europäische Diesel-Crack-Spread, also der Preisaufschlag gegenüber Rohöl, erreichte am Mittwoch zeitweise ein Rekordhoch von rund 95 Dollar je Barrel. Steigende Energiepreise befeuern die Inflationserwartungen – und damit die Aussicht auf höhere Zinsen, die wiederum auf Gold lasten. Auch der DAX gibt 0,5 Prozent auf 25.215 Punkte nach.

Chartmarke bei 4.260 Dollar im Fokus

Technisch orientierte Anleger konzentrieren sich auf den Bereich um 4.260 Dollar, der am Vormittag bereits angetestet wurde. Ein nachhaltiger Rutsch darunter könnte nach ihrer Einschätzung weitere Stop-Loss-Verkäufe auslösen.

Gold hält soweit an der unteren range bei 4280 ein break würde den weg frei machen für 4260 und 4230 auf der oberen seite haben wir 4330 und dann 4380 ... markt wartet auf neue Impulse..

Die 4.280er-Marke ist mittlerweile gefallen. Nutzer @Rambo91 warnte vor zu viel Zuversicht: Wenn die Stimmung besonders euphorisch sei, komme es erfahrungsgemäß oft anders. @Dani80 verwies auf den schwachen Handel in Asien am Vortag und am Morgen, der gegen eine rasche Erholung spreche.

Neue Impulse könnten im Tagesverlauf aus den USA kommen: Um 14:30 Uhr stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an, am Nachmittag folgt eine Rede eines Fed-Vertreters. Geopolitisch setzen Investoren auf Entspannungssignale zwischen den USA und dem Iran, die den Ölpreis und damit auch den Zinsauftrieb bremsen könnten. Mittelfristig bleibt der Abstand zum Hoch beträchtlich: Mit rund 5.416 Dollar lag der Höchststand der vergangenen zwölf Monate gut 21 Prozent über dem aktuellen Niveau. Binnen Jahresfrist steht dennoch ein Plus von knapp 14 Prozent zu Buche.

Bn-Redaktion/sb
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