BioNTech WKN: A2PSR2 ISIN: US09075V1026 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
„Schwarmintelligenz“ vs. PoS Eine Umfrage unter 90 Foren‑Usern ist kein Input für eine klinische PoS. In der Onkologie liegen historisch selbst späte Phasen im Schnitt eher um 40 % – und zwar basierend auf tausenden Programmen, nicht auf einem Stimmungsbild im Internet. Wer daraus 61 % für ein einzelnes Asset ableitet, bewegt sich eindeutig im Bereich Sentiment, nicht Statistik. BMS‑Deal ist ein Qualitätssignal – aber kein Beweis für 90 Mrd. NPV Dass BMS 3,5 Mrd. Upfront und viel in die Entwicklung steckt, zeigt: das Programm ist ernstzunehmen. Aber: Solche Pakete siehst du seit Jahren bei Programmen, die der Markt eher im hohen einstelligen/niedrigen zweistelligen Milliarden‑Peakumsatz verortet – nicht automatisch bei 50 Mrd.+ Jahresumsatz und 90 Mrd. Projekt‑NPV. Wäre dein Modell ein realistisches Basisszenario, müsste die Market‑Cap von BNTX heute deutlich näher an dieser Größenordnung handeln – tut sie nicht. Regulatorik: Ja, Accelerated Approval – aber kein Freifahrtschein Dass PFS, ORR und Phase‑2‑Daten in Onko häufig für Accelerated Approvals genutzt werden, ist unbestritten. Aber: – Erstens weiß aktuell niemand, ob Rosetta‑Lung‑02 die nötige statistische Tiefe in den richtigen Subgruppen bringt. – Zweitens werden auch Accelerated Approvals wieder kassiert, wenn die Bestätigungsstudien nicht liefern. – Drittens ändert das alles nichts daran, dass dein Modell einen sofortigen, nahezu friktionsfreien Durchmarsch in einen Markt unterstellt, der heute von Keytruda dominiert wird – und das über mindestens ein Jahrzehnt. Zur „Parameter‑Diskussion“ Du forderst andere auf, eigene Parameter zu nennen, akzeptierst aber keinen, der unter deinem Bull‑Case liegt. Mein „Gegenmodell“ wäre grob: – Erfolgswahrscheinlichkeit eher 35–45 % statt 61 %, – adressierbarer Markt eher im Bereich des heutigen Keytruda‑Business, nicht >2×, – Peak‑Umsatz im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich, – Preis‑ und Konkurrenzdruck ab Anfang/Mitte der 2030er. Unter solchen Annahmen landet man bei einem deutlich niedrigeren, aber immer noch attraktiven NPV – ohne „BNT327 wird das erfolgreichste Medikament der Geschichte verdoppeln“-Narrativ.
„Schwarmintelligenz“ vs. PoS Eine Umfrage unter 90 Foren‑Usern ist kein Input für eine klinische PoS. In der Onkologie liegen historisch selbst späte Phasen im Schnitt eher um 40 % – und zwar basierend auf tausenden Programmen, nicht auf einem Stimmungsbild im Internet. Wer daraus 61 % für ein einzelnes Asset ableitet, bewegt sich eindeutig im Bereich Sentiment, nicht Statistik. BMS‑Deal ist ein Qualitätssignal – aber kein Beweis für 90 Mrd. NPV Dass BMS 3,5 Mrd. Upfront und viel in die Entwicklung steckt, zeigt: das Programm ist ernstzunehmen. Aber: Solche Pakete siehst du seit Jahren bei Programmen, die der Markt eher im hohen einstelligen/niedrigen zweistelligen Milliarden‑Peakumsatz verortet – nicht automatisch bei 50 Mrd.+ Jahresumsatz und 90 Mrd. Projekt‑NPV. Wäre dein Modell ein realistisches Basisszenario, müsste die Market‑Cap von BNTX heute deutlich näher an dieser Größenordnung handeln – tut sie nicht. Regulatorik: Ja, Accelerated Approval – aber kein Freifahrtschein Dass PFS, ORR und Phase‑2‑Daten in Onko häufig für Accelerated Approvals genutzt werden, ist unbestritten. Aber: – Erstens weiß aktuell niemand, ob Rosetta‑Lung‑02 die nötige statistische Tiefe in den richtigen Subgruppen bringt. – Zweitens werden auch Accelerated Approvals wieder kassiert, wenn die Bestätigungsstudien nicht liefern. – Drittens ändert das alles nichts daran, dass dein Modell einen sofortigen, nahezu friktionsfreien Durchmarsch in einen Markt unterstellt, der heute von Keytruda dominiert wird – und das über mindestens ein Jahrzehnt. Zur „Parameter‑Diskussion“ Du forderst andere auf, eigene Parameter zu nennen, akzeptierst aber keinen, der unter deinem Bull‑Case liegt. Mein „Gegenmodell“ wäre grob: – Erfolgswahrscheinlichkeit eher 35–45 % statt 61 %, – adressierbarer Markt eher im Bereich des heutigen Keytruda‑Business, nicht >2×, – Peak‑Umsatz im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich, – Preis‑ und Konkurrenzdruck ab Anfang/Mitte der 2030er. Unter solchen Annahmen landet man bei einem deutlich niedrigeren, aber immer noch attraktiven NPV – ohne „BNT327 wird das erfolgreichste Medikament der Geschichte verdoppeln“-Narrativ.
Auch User Dimoxnil darf eigene Parameter benennen. Bristol Myers Squibb sind ausgewiesene Onkologie-Experten und zahlen 3,5 Milliarden, also mehr als 30 Prozent des Kaufpreises upfront und ohne Bedingung. Zusätzlich investiert BMS seit 2025 in mehr als 20 laufende und geplante Studien mit BNT327. Warum wohl? Davon sind 9 Studien bereits zulassungsrelevante Phase 3 Studien. Ist BMS von den Erfolgschancen überzeugt? Deutlich über 30 Prozent? Nunmehr gibt es regelmäßig sehr ermutigende Studiendaten, die wir uns im Detail anschauen. Die Schwarmintelligenz von 90 Usern hat die Erfolgswahrscheinlichkeit auf 63,11 Prozent geschätzt. User Dimoxinil erweckt den Eindruck, dass Zulassungen erst nach Abschluss einer Phase 3 Studie möglich seien. Das ist völlig falsch. Ab dem Erreichen statistisch signifikanter Daten in Zwischenauslesungen sind bereits Zulassungen möglich. Auch mit Daten aus Phase 2 Studien sind ebenfalls Zulassungen möglich. Biontech hat dies mehrfach betont. Dimoxinil stellt Behauptungen auf, die so in der regulatorischen Praxis nicht existieren. Die langjährige Praxis von FDA, EMA und die explizite Kommunikation von BioNTech belegen: Statistisch signifikante Zwischenauswertungen und Phase-2-Daten sind (natürlich) anerkannte Zulassungsgrundlagen, sofern das richtige regulatorische Instrument (Accelerated Approval, CMA, Breakthrough Designation) und die korrekten Studiendesign-Voraussetzungen vorliegen. Fakten: Bereits Phase-2-basierte Zulassungen und interim-analyse-gestützte Accelerated Approvals sind real und statistisch häufig – sie machen ca. 29–31% aller FDA-Onkologie-Zulassungen aus. 70,2% aller 225 FDA-Onkologie-Zulassungen aus Phase-3-Trials stützten sich auf Surrogatendpunkte (PFS, ORR) als primären Endpunkt – nicht auf OS, also auf Zwischenauslesungen deutlich vor dem Studienende. In den Foliensätzen von Biontech und BMS (JPM, 12. Januar 2026) ist übereinstimmend zu lesen, dass das Patientenpotenzial von BNT327 mehr als doppelt so hoch ist, wie im Bereich von Keytruda (3,5 Mio. statt 1,5 Mio.). User Dimoxnil hat bisher außer recht groben Angriffen und einseitig negativer Kritik selbst keine Parameter sowie keine eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Zulassung und keine Berechnung zur Bewertung von BNT327 geliefert.
BNT327 Berechnung der anteiligen Unternehmenswerte (Fortsetzung): Befragt wurden 90 Teilnehmer in Biontech Aktienforen (öffentlich und nichtöffentlich). Ergebnis: 63,11 Prozent (wir rechnen unten reduziert mit 61 Prozent). Unsere Annahmen: Keytruda‑Baseline: 300.000 behandelte Patienten/Jahr über alle IO‑Indikationen. BNT327‑Ansatz: 60% dieser Patienten plus das 1,3‑Fache dieser Zahl aus „Anti‑PD‑(L)1 not approved, new cancer cases“, also insgesamt 1,6‑fach diese 60%-Kohorte. Daraus Patienten pro Jahr: 60% von 300.000 = 180.000 Patienten 1,3 × 180.000 = 234.000 zusätzliche Patienten Summe ≈ 414.000 Patienten/Jahr (volle Durchdringung über alle Zielindis). Umsatz pro Patient pro Jahr: 125.000 USD, EBIT‑Marge 80%. Risikogewichtung: 61% Erfolgswahrscheinlichkeit. Diskontsatz: 10%. Dealstruktur: 50:50‑Profit‑Split mit BMS (d.h. im Modell wird der Cashflow nach Marge halbiert). BMS‑Meilensteine: 7,6 Mrd. USD, davon 61% erwartet, mit 10% auf 2027 abgezinst. Ergebnis: Der modellierte Projekt‑NPV (Net Present Value = anteilige Kapitalwert) für BNT327 liegt mit diesen Annahmen grob bei rund 90 Mrd. USD (inklusive Meilensteinen und BMS‑50:50‑Split, bereits risikoadjustiert mit 61%). Umsatz- und Cashflow-Logik Theoretischer Peak‑Umsatz (Indikationen voll ausgerollt): 414.000 Patienten × 125.000 USD ≈ 51,75 Mrd. USD Umsatz/Jahr. Bei 80% Marge ≈ 41,4 Mrd. USD operativer Gewinn/Jahr vor BMS‑Split. Phasenweise Skalierung nach Anzahl Indikationen: 2027: 3/5 des Peak‑Profit 2028: 4/5 des Peak‑Profit 2029 ff.: 5/5 des Peak‑Profit. Anschließend 50:50‑Split mit BMS → nur 50% dieser Gewinne fließen in dein Modell als BNT327‑Cashflow. Diskontierung und NPV Modellzeitraum: 2027–2040, mit voller Profitabilität ab 2029 (kein explizites Patent‑Cliff im Modell, daher läuft der Peak bis 2040 weiter). Jeder Jahres‑Cashflow: zunächst skaliert nach Indikationen und 50:50 gesplittet, dann mit 61% Erfolgswahrscheinlichkeit risikoadjustiert und mit 10% abgezinst. Summe aller diskontierten, risikogewichteten Cashflows 2027–2040 ≈ 82,5 Mrd. USD. Diskontierter, risikogewichteter Wert der BMS‑Meilensteine ≈ 7,6 Mrd. × 0,61 / 1,10 ≈ 4,2 Mrd. USD. Gesamt‑Projekt‑NPV ≈ 82,5 + 4,2 ≈ 90 Mrd. USD. Kurzvergleich der Bausteine Komponente Wert (ca.) Peak‑Umsatz (gross): 51,8 Mrd. USD/Jahr Peak‑Gewinn vor BMS: 41,4 Mrd. USD/Jahr Peak‑Gewinn nach 50:50: 20,7 Mrd. USD/Jahr NPV Produkt‑Cashflows: 82,5 Mrd. USD NPV Meilensteine (61%, 10%): 4,2 Mrd. USD Gesamt‑Projekt‑NPV: 90 Mrd. USD Jeder kann stattdessen gerne seine eigenen Annahmen und Parameter verwenden und eigene Ergebnisse rechnen. Jeder kann selbst auch seinen Wert von BNT327 pro Aktie errechnen, wenn man dann durch rund 240 Mio. außenstehende Aktien teilt. Biontech BNT327 tritt nicht nur an Keytruda von Merck mit höherer Wirksamkeit zu beerben (dort Ablauf der Patente), sondern BNT327 kann potenziell jährlich weitere 2 Mio. Patienten in USA und EU behandeln, bei welchen Keytruda nicht wirken kann. Man kann die Umsätze von Keytruda in den letzten Jahren nachvollziehen und mit der Modellierung vergleichen. Wahrscheinlich ist es dieses Szenario, warum BMS sich mit Milliarden eingekauft hat. Ohne Garantie, keine Anlageempfehlung, nur meine bescheidene Meinung.
Ich hatte solche Hoffnungen und Erwartungen an dieses Unternehmen. Nun wurde es schlicht verraten durch die eigenen Gründer. Verlassen „ihr“ Unternehmen. Nach Ganymed sollte das „ihr“ Baby sein und dann sind beide plötzlich raus. Kann man wohl knicken das alles bei BNTX. Man hätte verkaufen müssen.
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