EOS - Verteidigungs- und Raumfahrttechnik WKN: 580850 ISIN: AU000000EOS8 Forum: Aktien User: rasdi
EOS braucht weiteres Kapital für dringende Investitionen in Kapazitäten, da stimme ich dir zu Avalon33. Mit einem kombinierten Auftragsbestand von illustrativ AUD 726 Mio. nach der MARSS Übernahme, einer frisch abgeschlossenen Akquisition und massiv wachsendem Produktionsbedarf braucht EOS schlicht mehr Eigenkapital um das Wachstum zu finanzieren ohne ausschließlich auf Fremdkapital angewiesen zu sein. Der Cashbestand per 31. März 2026 lag bei AUD 95,1 Mio. uneingeschränkt. Davon gehen rund AUD 50 Mio. für die MARSS Upfront Zahlung ab, was den freien Cashbestand auf rund AUD 45 Mio. reduziert. Die verbleibende ungenutzte Kreditlinie bei WHSP beträgt noch AUD 30 Mio. Das reicht für den laufenden Betrieb, aber nicht für das ambitionierte Wachstumsprogramm das EOS vor sich hat.
Ich hoffe sehr, das es zu 100 Prozent genau so passiert. Wichtig wäre die Ausgabe neuer Aktien um Großinvestoren einen Einstieg zu ermöglichen. Und vor allem einen großen Betrag in die Kasse von EOS zu bekommen weil damit EOS weiteres Kapital für dringende Investitionen in Kapazitäten erhält. Avalon33
RainerZufall@ I. Teil: Schwer selbst hat Europa als Ziel klar benannt. Es gibt schlicht keinen logischen Grund, warum EOS an die Nasdaq gehen sollte, und sehr viele gute Gründe, warum genau das nicht passieren wird. CEO Schwer hat im Reuters Interview vom 30. Januar 2026 klar gesagt, dass EOS seinen Firmensitz und seine Börsennotierung sehr wahrscheinlich nach Europa verlegen wird, wobei Deutschland der wahrscheinlichste Standort ist und Amsterdam wegen der Rolle der Niederlande als erster Laserkunde ebenfalls geprüft wird. Eine US-Notierung wurde von Schwer zu keinem Zeitpunkt erwähnt und widerspricht der gesamten strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Das gewichtigste Argument ist das Thema technologische Souveränität und ITAR-Freiheit. EOS APOLLO ist ITAR-frei und speziell für den Export entwickelt worden, während US-Lasersysteme den ITAR-Exportbeschränkungen unterliegen und der US-Kongress Genehmigungen für ausländische Produktion einschränkt. EOS besitzt sein gesamtes IP, das in Singapur domiziliert ist, und kann es dank der singapurischen Exportregeln relativ einfach an Kunden transferieren oder duplizieren. Würde EOS an der Nasdaq notieren und damit in den US-Rechtsraum eintreten, entstünde unweigerlich die Frage, ob das Unternehmen dadurch unter US-Regulierung fällt, was den ITAR-freien Status gefährden oder zumindest in Frage stellen könnte. Dieser Status ist aber der entscheidende Wettbewerbsvorteil gegenüber Lockheed Martin, Raytheon und AeroVironment. Ihn zu riskieren, nur um an einer amerikanischen Börse zu handeln, wäre strategischer Selbstmord. Hinzu kommt das gesamte europäische Partnernetzwerk. EOS und Diehl Defence kooperieren seit mindestens Februar 2026 in zwei Bereichen. Als Finalist im Bundeswehr-Ausschreibungsverfahren für bis zu 2.972 leichte Waffenstationen sowie bei einem hochmobilen Counter-UAV-System namens GARMR. Ergänzt wird das durch die Partnerschaften mit KNDS Frankreich, Roketsan, Milrem Robotics und den Kontext rund um MBDA. All diese Unternehmen sind entweder staatlich mitfinanziert oder strategisch in europäische Beschaffungsstrukturen eingebunden. Für sie wäre eine Nasdaq-notierte EOS politisch schwieriger zu vertreten als eine europäisch verankerte. Mit Diehl als deutschem Industriepartner räumt EOS das zentrale politische Gegenargument aus, nämlich fehlende lokale Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Deutschland. Eine US-Notierung würde dieses Argument sofort wieder aufleben lassen. Was das deutsche HELW-Angebot betrifft, ist der Punkt noch direkter. EOS hat Bundesverteidigungsminister Pistorius konkret angeboten, 10 Apollo-Systeme mit je 100 kW für EUR 380 Millionen zu liefern, inklusive einer möglichen Verlagerung der Lieferkette nach Deutschland sowie eines potenziellen Unternehmensumzugs. Die Wahl des neuen Firmensitzes hängt laut Schwer unter anderem davon ab, ob das jeweilige Land bereit ist, ein langfristiges Rahmenabkommen mit EOS abzuschließen. Ein Land wie Deutschland würde einem Unternehmen mit US-Börsennotierung und US-regulatorischer Einbindung mit hoher Wahrscheinlichkeit kein solches strategisches Rahmenabkommen gewähren.
Der Vergleich mit Swarmer hinkt allerdings deutlich. Swarmer ist ein winziges Startup das 11 Millionen Aktien zu USD 5,00 ausgegeben hat, also rund USD 55 Mio. Marktkapitalisierung beim Debüt. EOS ist ein AUD 1,7 Mrd. Unternehmen mit komplexer Konzernstruktur, Verteidigungsklassifizierungen und staatlichen Kundenbeziehungen in dutzenden Ländern. Das sind völlig unterschiedliche Ausgangssituationen. Die wesentlichen Hürden für eine US Primärnotierung bei EOS sind die SEC Anforderungen, also vollständige US GAAP Rechnungslegung, Sarbanes Oxley Compliance und erhebliche laufende Kosten. Außerdem sind Verteidigungsunternehmen mit CFIUS Überprüfungsrisiko konfrontiert, also der Kommission die ausländische Investitionen in US Sicherheitsbereiche prüft. Eine US Notierung könnte EOS zudem zu ITAR nahen Rahmenbedingungen zwingen, was genau den ITAR-freien Wettbewerbsvorteil untergraben würde. CEO Schwer hat in Interviews über eine mögliche Primärnotierung an einer europäischen Börse gesprochen. Mit dem APOLLO Vertrag in den Niederlanden, dem MoU zur Weltraumkooperation mit Deutschland und der wachsenden europäischen Kundenbasis wäre eine europäische Zweitnotierung, zum Beispiel in Frankfurt wo EOS bereits handelbar ist und Montega aktiv Coverage betreibt, der realistischere und kostengünstigere nächste Schritt um den Bewertungsabschlag aufzulösen, ohne den strategischen ITAR-freien Status zu gefährden. Das würde bedeuten, dass EOS weiterhin an der ASX gelistet bleibt, aber europäische Investoren EOS Aktien direkt in Euro kaufen können.
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