REALTY INCOME WKN: 899744 ISIN: US7561091049 Kürzel: O Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Es ist ja nicht nur die Gier des Staates. Vorallem die grenzenlose Kurzsichtigkeit lassen mich oft sprachlos zurück. Mal eine wahre Geschichte: Engelbert machte mit 30 Jahren seinen Malermeister und kurz danach sich selbstständig. Fleißig und mit großer Fachkompetenz wuchs seine Firma. Er übernahm auch andere Gewerke. Die Folge war ein Leben im Luxus. Seine Frau brauchte nie arbeiten, Ferienhaus mit Yacht und Wasserski, 2 tolle Mercedes und ein Motorrad. Mit 52 dann der Konkurs, er hatte sich übernommen. Nie in das Sozialsystem eingezahlt gab es dann Hartz IV. Mittlerweile geschieden wurde die Miete auch für die Frau gezahlt. Die hat schwarz im Kiosk ein paar Stunden gearbeitet, er hatte auch viel zu tun, nur nicht offiziell. Jetzt kann man mal ausrechnen, was da der Träger (Stadt) im Monat bezahlt. Engelbert ist mittlerweile 72 und bekommt Grundsicherung. Seine Ex-Frau auch, dazu noch Pflegestufe 2. Und wir? Wir haben einfach keine Lobby. Wenn die Abgeltungssteuer auf 30% geht regen wir uns zwar auf aber wir können es nicht verhindern. Die wohl lächerlichste Idee war wohl, die Erträge aus Kapitalanlagen noch mit Sozialverdicherungsabgaben zu belegen. Ach, mir fehlen die richtigen Schimpfwörter...
Ich finde den Gedankenanstoß von @Steff0987 extrem spannend und bin diesbezüglich sehr zwiegespalten. Es beginnt schon mit der Frage, ab wann man als "reich" gilt. Ich beziehe mich auf Werte der IW, zu finden als PDF auf: https://www.iwkoeln.de/studien/judith-niehues-maximilian-stockhausen-ein-vermoegensvergleich-nach-altersgruppen.html Sie sind mit Vorsicht zu genießen, da sie sich auf Haushalte beziehen (für mich zählen dazu i.d.R. zwei Erwachsene und Kinder, die jedoch keinen Einfluss auf das Vermögen haben). Wenn man von einer Rendite von 10 % p.a. ausgeht, müsste eine Person also ein Vermögen von 100.000 € besitzen, ein Haushalt mit zwei (verheirateten) Personen demnach 200.000 €. Mit einem Haushaltsvermögen von 200k gehört man schon zu den Top 35 % bei der Vermögensverteilung in Deutschland. Und auch das ist mit Vorsicht zu genießen, da man eigentlich von einem Vermögen ausgehen muss, welches auch tatsächlich Rendite erwirtschaftet, also NICHT das selbst genutzte Eigenheim, der teure Sportwagen, den man sich immer mal gönnen wollte oder der Klumpen Gold, den man als Wertanlage/Notgroschen unterm Kopfkissen platziert. Ich meine Gewinnmitnahmen durch Aktienhandel/Dividenden/Mieteinnahmen. Wenn man nun also eine selbstgenutzte Immobilie für 400.000 € besitzt und die oben genannten 200.000 € Vermögen, gehört man zu den oberen 20 % der Gesellschaft, bei den 35-44jährigen sogar zu den oberen 10 %. Ist man nun also nicht reich?
Darum geht es doch gar nicht! Wenn ein Millionär auf eine Mio. 270k Steuern zahlt, bleiben ihm 730k übrig. Mehr als genug zum Leben. Wenn ein Mensch eine magere Rente bekommt, und zwar nicht weil er sich sein Leben lang in der sozialen Hängematte ausgeruht hat, sondern weil das Rentensystem und sein Einkommen für ein ordentliches Auskommen nicht gereicht hat, wenn dieser Mensch nun 10.000 € Kapitalerträge bekommt, und genau das getan hat was der Staat von ihm fordert, nämlich privat vor zu sorgen, dann kann es nicht sein das er darauf die gleichen Abzüge hat wie der Millionär. Denn im Gegensatz zum Millionär kommt es bei ihm auf jeden Euro an!
Ich finde das ist schon wieder eine zu pauschale Betrachtung. Geringe bis mittlere Einkommen haben von Einkommenssteuersenkungen quasi gar nichts und würden, sofern sie denn wenigstens etwas Sparen/Anlegen können dann wieder am härtesten bestraft. Was es braucht wäre, meiner Meinung nach, ein sehr hoher Freibeträge, der die Lebenswirklichkeit der Vorsorge treibenden Menschen beachtet. Ich denke da an rund 10.000€ pro Kopf, und dann tatsächlich für alles darüber gestaffelte Abgaben bis mindestens 40%. Dann erreicht man ansatzweise Steuergerechtigkeit. Es kann doch nicht sein das der Kleinanleger, der rund/bis zu 10.000€ Kapitalerträge pro Jahr bekommt, das gleiche an Abgaben zahlt wie der Multimillionär mit 100.000€ Kapitalerträgen! Aber da geht keiner ran
Ich finde das ist schon wieder eine zu pauschale Betrachtung. Geringe bis mittlere Einkommen haben von Einkommenssteuersenkungen quasi gar nichts und würden, sofern sie denn wenigstens etwas Sparen/Anlegen können dann wieder am härtesten bestraft. Was es braucht wäre, meiner Meinung nach, ein sehr hoher Freibeträge, der die Lebenswirklichkeit der Vorsorge treibenden Menschen beachtet. Ich denke da an rund 10.000€ pro Kopf, und dann tatsächlich für alles darüber gestaffelte Abgaben bis mindestens 40%. Dann erreicht man ansatzweise Steuergerechtigkeit. Es kann doch nicht sein das der Kleinanleger, der rund/bis zu 10.000€ Kapitalerträge pro Jahr bekommt, das gleiche an Abgaben zahlt wie der Multimillionär mit 100.000€ Kapitalerträgen! Aber da geht keiner ran
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