Trading- und Aktien-Chat Forum: Community User: ÄffchenNotToGo
Energie: In einem Umfeld, das durch geopolitische Spannungen und Sorgen vor einem Überangebot geprägt ist, fahren die Ölmärkte auf Sicht. Zum einen haben sich die geopolitischen Spannungen aufgrund von Gerüchten über einen möglichen israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen wieder etwas verschärft. Dies könnte die Ölversorgung der Region beeinträchtigen. Zum anderen scheint die Öl-Allianz OPEC+ mit Blick auf die Erhöhung der Fördermenge auf Kurs zu bleiben. Für Juli ist die Rede von einer ähnlichen Erhöhung wie in den letzten Monaten, also um 411.000 Barrel pro Tag. Damit wird wohl eher der Schutz der Marktanteile des Kartells als die Stützung der Preise anvisiert. Die Ankurbelung der Förderung kommt just in dem Moment, in dem die Prognosen der Internationalen Energieagentur das Risiko eines Überangebots und ein gleichzeitig unerwartet schwaches Nachfragewachstum signalisieren. Außerdem gibt es noch eine Unbekannte in der Gleichung, nämlich die Atomgespräche zwischen den USA und Iran. Obwohl sie stocken, könnten sie den Ölpreis entweder stark belasten oder unterstützen. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich auf 64 USD, während das US-Pendant WTI im Bereich von 60,80 USD notiert. Quelle: MarketSreener
Marktstimmung: Neue dunkle Wolken am Horizont: Zwar hat die Ankündigung von Verhandlungen zwischen den USA und ihren wichtigsten Handelspartnern den Börsen weltweit zu einer Erholung verholfen, doch goss Donald Trump erneut Öl ins Feuer seines Handelskrieges, indem er nacheinander der Europäischen Union und Apple prohibitive Zölle androhte. Also wieder kein Glück für die Anleger, denen die Staatsanleihen ohnehin schon schwer im Magen liegen. Diese Woche zeigte sich auch, wie schwierig es aktuell ist, langlaufende Staatsanleihen am Markt zu platzieren. Der ausbleibende Ansturm auf die Papiere treibt die Anleiherenditen in die Höhe. So stieg die Rendite für 20-jährige US-Treasuries auf knapp 5%. Doch sind die Vereinigten Staaten keineswegs ein Einzelfall, denn die Spannungen sind in allen Industrieländern spürbar. Der Markt schlägt also Alarm, zumal das Steuersenkungsprogramm, das zunächst automatisch zu einer höheren Verschuldung führen würde, gerade vom US-Kongress verabschiedet und an den Senat übermittelt wurde. Quelle: MarketScreener
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