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Warum VW vor Chinas Auto-Offensive warnt 07.09.2026, 15:42 Uhr Jetzt kommentieren: 0

BYD: Warum VW vor Chinas Auto-Offensive warnt
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BYD investiert Milliarden in Indonesien

Das neue BYD-Werk in Subang in West-Java erstreckt sich über 126 Hektar und verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von 150.000 Fahrzeugen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 7,12 Mrd. Hongkong-Dollar, umgerechnet rund 782 Mio. Euro. Die Fabrik umfasst Presswerk, Schweißerei, Lackiererei und Endmontage. Rund 5.000 Arbeitskräfte sind zunächst beschäftigt. Bei Vollbetrieb soll die Zahl auf 20.000 steigen. Damit verstärkt BYD seine Präsenz in Südostasien deutlich.

Sieben BYD-Modelle für Indonesien

In Indonesien bietet BYD sieben Modelle an, darunter Seagull, Yuan Plus, Dolphin, M6, Seal und Sealion 7. Das Angebot reicht vom Einstiegssegment bis zum Premiumbereich. Am 18. Mai 2026 präsentierte BYD in Jakarta zudem seine neue DM-Technologie für „New Energy Vehicles“ (NEV). Der M6 DM ist das erste Modell mit dieser Technik. BYD verfolgt weiterhin einen parallelen Ansatz aus reinen Elektrofahrzeugen (EVs) und Plug-in-Hybridfahrzeugen (PHEVs).

Chinesische Marken gewinnen in Deutschland

Auch auf dem deutschen Automarkt wächst der Einfluss chinesischer Hersteller. Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg im Juli von 3,9 auf 7,1 Prozent. Ein kleines Autohaus in Liebenau verkaufte innerhalb von zwölf Monaten rund 70 Neuwagen chinesischer Marken wie BAIC, DFSK, Forthing und BAW. Händler berichten von wachsender Akzeptanz. Häufig bieten die Fahrzeuge umfangreiche Serienausstattung, während die Auswahl individueller Extras begrenzt bleibt.

Preisvorteil erhöht den Druck auf VW

Ein BAIC-Geländewagen kostete beispielsweise 40.000 Euro. Für ein vergleichbares europäisches Modell wären nach Einschätzung des Käufers bis zu 20.000 Euro mehr fällig gewesen. Andere chinesische Fahrzeuge werden nach Händlerangaben 10.000 bis 15.000 Euro günstiger angeboten als deutsche Fabrikate. VW-Chef Oliver Blume kritisiert den Wettbewerb und erklärte: „Wir sind einfach mit unserer Kostenstruktur in Deutschland und Europa nicht wettbewerbsfähig, wenn wir uns mit Chinesen messen müssen, die dort eine andere Kostenstruktur haben.“ Für Plug-in-Hybride fordert er Zölle.

BYD verbindet Expansion mit neuer Preisstrategie

BYD war im Mai bei neu zugelassenen Plug-in-Hybriden bereits die Nummer 1 vor allen deutschen Herstellern. Gleichzeitig will der Konzern neue chinesische Richtlinien für das Auslandsgeschäft als operativen Rahmen nutzen und seine Preisgestaltung vereinheitlichen, wobei Preise je nach Zielland variieren. Die BYD Aktie weist einen Geldkurs von 9,299 auf. Die Marktkapitalisierung beträgt 34,2 Mrd. EUR, die Dividendenrendite 0,48 % und das KGV 17,17. Das Ergebnis je Aktie liegt bei 4,293 HKD, umgerechnet rund 0,47 Euro. Die Dividende beträgt 1,45 HKD je Aktie, umgerechnet rund 0,16 Euro.

Bn-Redaktion/ar
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