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Zündet das den Kurs-Turbo? 14.02.2025, 11:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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UniCredit vs. Commerzbank: Politischer Gegenwind für Orcels Übernahmepläne

Merz bremst UniCredit – Commerzbank bleibt auf Unabhängigkeitskurs

Andrea Orcel, CEO der italienischen UniCredit, stößt bei seinem Vorhaben, die Commerzbank zu übernehmen, auf neue Hindernisse. Entgegen seiner Hoffnung auf eine unternehmensfreundliche CDU-geführte Regierung, signalisiert der konservative Spitzenkandidat Friedrich Merz, dass er die Unabhängigkeit der Commerzbank verteidigen will.

Politischer Widerstand gegen Übernahmepläne wächst

Auf einem privaten Treffen beim Weltwirtschaftsforum in Davos wurde deutlich, dass Merz seine bereits öffentlich geäußerte Haltung auch hinter verschlossenen Türen bekräftigt. Gastgeber Larry Fink, CEO von BlackRock, dessen Unternehmen rund 7 % der Commerzbank-Anteile hält, diskutierte mit Merz über die Herausforderungen der europäischen Bankenunion. Dabei machte der CDU-Chef unmissverständlich klar, dass die Commerzbank nicht in ausländische Hände fallen soll.

Die Commerzbank geriet seit September unter Druck, als die deutsche Regierung Teile ihrer Beteiligung an der Bank veräußerte. UniCredit nutzte die Gelegenheit und baute ihre Beteiligung auf 28 % aus – ein Schritt, der eine der umstrittensten Übernahmeschlachten in Europas Bankensektor auslöste.

Orcel betonte gegenüber Bloomberg, dass er zuversichtlich sei, die Commerzbank-Aktionäre von den Vorteilen einer Übernahme überzeugen zu können. Eine offizielle Offerte sei frühestens Ende 2025 oder Anfang 2026 zu erwarten.

Merz könnte härter durchgreifen als Scholz-Regierung

Laut CDU-Insidern könnte eine neue Regierung unter Merz eine noch rigidere Haltung gegenüber UniCredit einnehmen. Zwar hält der Staat noch 12 % der Commerzbank-Anteile und will diese perspektivisch verkaufen, doch dies soll nicht zur Unterstützung einer feindlichen Übernahme dienen. Vielmehr wird bereits über einen neuen Ankerinvestor spekuliert, um UniCredits Einfluss zu begrenzen.

Neben politischen Bedenken gibt es auch wirtschaftliche Vorbehalte. Insbesondere die hohe Exponierung von UniCredit gegenüber italienischen Staatsanleihen wird als potenzielles Risiko für deutsche Sparer und Unternehmen gewertet. Zudem hält Merz es für essenziell, dass Deutschland mindestens zwei global agierende Großbanken – neben der Deutschen Bank auch die Commerzbank – behält.

Commerzbank kontert mit massiven Einsparungen und steigenden Gewinnen

Um ihre Eigenständigkeit zu sichern, hat die Commerzbank eine aggressive Strategie bis 2028 vorgestellt. Ziel ist es, mit steigenden Gewinnen und Kostensenkungen unabhängiger zu werden.

  • Geplante Einsparungen: 3.900 Vollzeitstellen werden bis 2027 gestrichen, darunter 3.300 in Deutschland.

  • Erwartete Gewinnsteigerung: Nach einem Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro in 2024 soll der Überschuss bis 2028 auf 4,2 Milliarden Euro steigen.

  • Dividendenpolitik: Die Ausschüttung soll schrittweise erhöht werden – für 2025 sind bereits mehr als 100 % des Gewinns für die Aktionäre vorgesehen.

Die Gewerkschaft Verdi unterstützt die strategische Neuausrichtung der Commerzbank, fordert jedoch soziale Absicherungen für die Beschäftigten.

Orlopp setzt klare Grenzen für UniCredit

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp zeigt sich kampfbereit. Sie machte klar, dass es keine informellen Gespräche mit UniCredit geben werde. „Der Zug für informelle Gespräche ist abgefahren“, betonte sie. Sollte es zu einer Übernahmeofferte kommen, werde diese genau geprüft, doch UniCredit werde behandelt wie jeder andere Investor – mit besonderer Vorsicht, da es sich um einen Wettbewerber handelt.

Orcel hat signalisiert, dass UniCredit bis 2025 oder 2026 keinen formellen Übernahmeversuch unternehmen wird. Bis dahin bleibt der politische und wirtschaftliche Kampf um die Zukunft der Commerzbank weiter offen.

 

Bn-Redaktion/ts
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