Lufthansa‑Pilotenstreit spitzt sich vor Börsenrelevanz zu

Lufthansa weist Rentenforderungen der Piloten scharf zurück – Aktie im Blick 22.11.2025, 17:06 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Lufthansa‑Pilotenstreit spitzt sich vor Börsenrelevanz zu: Lufthansa weist Rentenforderungen der Piloten scharf zurück – Aktie im Blick
© Symbolbild von Lufthansa
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Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Lufthansa 9,158 EUR +1,85 % L&S Exchange
International Consolidated Airlines Group 5,037 EUR +4,57 % Lang & Schwarz
AIR France - KLM 12,14 EUR +4,86 % Lang & Schwarz
Ryanair Holdings 27,91 EUR +1,09 % Quotrix Düsseldorf

Tarifkonflikt spitzt sich zu

Im laufenden Tarifstreit fordert die Vereinigung Cockpit für rund 4800 Pilotinnen und Piloten der Lufthansa-Kernmarke sowie der Tochter Lufthansa Cargo AG eine spürbare Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zur Betriebsrente. Nach sieben erfolglosen Verhandlungsrunden läuft derzeit eine Urabstimmung über mögliche Streikmaßnahmen.
Ritter nennt die potenzielle Mehrbelastung durch die Gewerkschaftsforderung mit etwa 228 Millionen Euro pro Jahr mehr als doppelt so hoch wie aktuell. Er betont, die wirtschaftliche Lage lasse keinerlei zusätzliche Ausgaben zu. Zugleich verweist er darauf, dass die bestehende betriebliche Altersvorsorge bereits zu den besten in der Branche zähle.

Spannungspotenzial für die Aktie

Für die Aktie der Lufthansa hat der Tarifstreit mehrere relevante Implikationen. Auf der einen Seite sendet die entschiedene Zurückweisung der Forderungen ein Signal konsequenter Kostenkontrolle, was positiv auf das Vertrauen in die Unternehmensführung wirken kann. Auf der anderen Seite birgt die Eskalation des Konflikts, insbesondere durch mögliche Streiks, erhebliche operative Risiken. Im Vergleich stehen auch andere europäische Airlines unter Druck. Unternehmen wie Air France KLM, die International Airlines Group oder Ryanair kämpfen ebenfalls mit steigenden Personalkosten, schwankender Nachfrage und Arbeitskonflikten, was die Margen zusätzlich belastet.

Branchenlage bleibt angespannt

Noch ist unklar, ob Lufthansa und die Pilotengewerkschaft rechtzeitig eine Einigung erzielen oder ob es zu Arbeitskämpfen kommt. Hinzu kommt die angespannte Gesamtlage in der Luftfahrt. Inflation, höhere Kerosinpreise und zunehmender Konkurrenzdruck verschärfen den Druck auf etablierte Anbieter. Ritter stellt im Fall einer Einigung unter Zwang auch Restrukturierungen in Aussicht, etwa durch Verlagerungen von Flugzeugen in rentablere Betriebseinheiten.


Ausblick mit Konfliktpotenzial

Die Schlüsselfrage für den weiteren Kursverlauf der Lufthansa-Aktie lautet, ob sich eine Lösung am Verhandlungstisch abzeichnet oder ob ein Streik unvermeidlich wird. Sollte ein Arbeitskampf eintreten, dürfte dies die Aktie kurzfristig belasten. Eine rasche Einigung ohne Eskalation hingegen könnte neue Impulse für den Kursverlauf geben.

Bn-Redaktion/jh
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