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Nach Vorfällen an Flughäfen

Bundesregierung baut Drohnenabwehr massiv aus 18.08.2026, 18:55 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Nach Vorfällen an Flughäfen: Bundesregierung baut Drohnenabwehr massiv aus
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Rheinmetall 1.211,00 EUR -0,36 % Gettex
Aerovironment 152,70 EUR -2,43 % Lang & Schwarz
Kratos Defense & Security Solutions 54,23 EUR -0,79 % Baader Bank
Red Cat Holdings 8,972 EUR -0,49 % Baader Bank

 

Neues Zentrum für Drohnensicherheit eröffnet

Die Bundesregierung baut ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr weiter aus. Innenminister Alexander Dobrindt eröffnete am Standort Cochstedt in Sachsen-Anhalt das neue Technologiezentrum Drohnensicherheit. Dort sollen Technologien entwickelt und getestet werden, die sowohl eine sichere Nutzung von Drohnen ermöglichen als auch deren Erkennung und Abwehr verbessern. Dobrindt sagte bei der Eröffnung: „Wir setzen etwas dagegen“. Die Bundesregierung reagiert damit auf eine aus ihrer Sicht zunehmende Bedrohung durch Drohnen und sogenannte hybride Angriffe.

Bis zu zehn Millionen Euro für den Ausbau

Das Technologiezentrum entsteht am Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). In den kommenden Jahren sollen bis zu zehn Millionen Euro in den weiteren Ausbau fließen. Gleichzeitig sind bis zu 40 neue Arbeitsplätze vorgesehen. Das Gelände des ehemaligen Flughafens Cochstedt wurde 2019 vom DLR übernommen. Bereits heute wird dort an zivilen Einsatzmöglichkeiten für Drohnen geforscht, unter anderem für die Landwirtschaft und die Brandbekämpfung. Das Technologiezentrum arbeitet zusätzlich am DLR-Standort Braunschweig.

Leipzig rückt die Gefahr in den Fokus

Ein wichtiger Hintergrund für den Ausbau der Drohnenabwehr sind die zuletzt registrierten Vorfälle an Flughäfen. Vor gut zwei Wochen kam es zu einem versuchten Drohnenanschlag auf den Frachtflughafen Leipzig/Halle in der Nähe ukrainischer Frachtmaschinen. Dobrindt erklärte dazu: „Wir haben es in den Vorfällen in Leipzig noch mal sehr deutlich vor Augen geführt bekommen, welche perfide Idee eigentlich dahintersteht“. Deutschland sei täglich Zielscheibe. Die Vorgänge verstärken damit den politischen Druck, technische und operative Gegenmaßnahmen schneller auszubauen.

Bundesregierung setzt auf drei Säulen

Dobrindt bezeichnete die aktuelle Bedrohung als Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts und erklärte: „Wer auf Deutschland zielt, trifft ganz Europa.“ Die Bundesregierung setzt deshalb auf eine Drei-Säulen-Strategie. Dazu gehört eine mobile Drohnenabwehreinheit bei der Bundespolizei. Zweiter Bestandteil ist das gemeinsame Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern. Das neue Technologiezentrum in Cochstedt bildet die dritte Säule und soll Forschung und Entwicklung für Erkennung, sichere Nutzung und Abwehr unbemannter Systeme vorantreiben.

Drohnen- und Abwehrtechnik auch an der Börse im Fokus

Mit dem wachsenden Bedarf an Drohnen und Anti-Drohnen-Systemen stehen auch mehrere börsennotierte Unternehmen im Blickpunkt. AeroVironment aus den USA entwickelt taktische militärische Aufklärungs- und Kamikaze-Drohnen. Kratos Defense & Security Solutions ist auf unbemannte militärische Systeme und Jet-Drohnen wie die XQ-58 Valkyrie spezialisiert. DroneShield aus Australien bietet KI-gestützte Anti-Drohnen- und Abwehrsysteme an. Red Cat Holdings produziert kleinere militärische Aufklärungsdrohnen und unbemannte Systeme. Rheinmetall aus Deutschland baut seinen Fokus auf Sensorik und Anti-Drohnen-Technologien ebenfalls aus.

Bn-Redaktion/ar
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