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NVIDIA

Chip-Riese verliert Milliarden 20.05.2025, 14:44 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Jensen Huang, Founder, President, and CEO
© Symbolbild von Nvidia / Jensen Huang, Founder, President, and CEO
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NVIDIA 181,10 EUR -0,61 % Lang & Schwarz

Umsatzverluste durch Exportverbot
Nvidia steht unter erheblichem wirtschaftlichem Druck: Laut Firmenchef Jensen Huang muss der US-amerikanische Chip-Hersteller wegen der verschärften Exportbeschränkungen gegenüber China mit Umsatzeinbußen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar in den kommenden Quartalen rechnen. Diese Summe kommt zu bereits gemeldeten Abschreibungen von H20-Chips im Wert von 5,5 Milliarden Dollar hinzu, die infolge der Regularien nicht mehr abgesetzt werden dürfen.

Einschränkungen treiben chinesisches Ökosystem an
In einem Podcast erklärte Huang, dass sich durch die neuen Vorgaben eine eigenständige chinesische KI-Industrie entwickeln werde, die künftig in direkte Konkurrenz zur US-Technologie treten könnte. Der chinesische Markt sei mit einem Volumen von rund 50 Milliarden Dollar pro Jahr von großer strategischer Bedeutung. Huang betonte: „Wer glaubt, dass ein Schachzug, mit dem China irgendwie von H20s ausgeschlossen wird, ihnen die Möglichkeit nimmt, KI zu entwickeln, ist zutiefst uninformiert.“ Zudem könnten den USA durch den Wegfall dieser Geschäftsbeziehungen bis zu 3 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen entgehen.

Indirekte Absatzwege und anhaltende Nachfrage
Trotz des Verkaufsverbots könnten Chips von Nvidia weiterhin indirekt nach China gelangen – etwa über asiatische Nachbarländer wie Singapur. Solche Umsätze wären weiterhin realisierbar, ohne gegen Exportgesetze zu verstoßen. Nvidia betont regelmäßig die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben. Der Konzern hatte im letzten berichteten Fiskalquartal 36,6 Milliarden Dollar Umsatz mit Server-Hardware erzielt, davon 93 Prozent mit Grafikprozessoren, also hauptsächlich KI-Beschleunigern.

Spektakuläre Kursrally an der Börse
Trotz der angespannten Lage erlebt die Nvidia-Aktie ein bemerkenswertes Comeback: Seit dem Tiefpunkt am 7. April hat das Papier um 55 Prozent zugelegt. Der Grund liegt in einer temporären Entspannung im Zollstreit sowie einem bedeutenden KI-Abkommen mit Saudi-Arabien. Der Kurs nähert sich wieder dem Allzeithoch. Die Anleger setzen nun auf starke Quartalszahlen, die am Abend des 28. Mai veröffentlicht werden.

Historische Performance setzt Maßstäbe
Die Langfrist-Entwicklung der Aktie ist beeindruckend: Wer beim Börsengang im Januar 1999 lediglich 1.000 Euro investiert hat, hält heute Anteile im Wert von 5,9 Millionen Euro. Zum Vergleich: Aus dem gleichen Investment im Nasdaq 100 wären lediglich 13.000 Euro geworden, im S&P 500 nur 7.800 Euro. Analysten rechnen für das erste Quartal mit einem Umsatzanstieg von 66 Prozent auf 43,2 Milliarden Dollar und einem Gewinnplus von 47 Prozent auf 22,4 Milliarden Dollar.

Darüber diskutieren die Nutzer
Unsere User diskutieren lebhaft über die wirtschaftlichen Folgen der US-Politik und deren Auswirkungen auf die Nvidia-Aktie. Während einige die Exportrestriktionen kritisch sehen und ein Risiko für das langfristige Wachstum erkennen, herrscht bei anderen Optimismus: Sie sprechen von einer Kursrakete und erwarten durch die kommenden Quartalszahlen neue Impulse. Auch verpasste Einstiegszeitpunkte und die allgemeine Volatilität der Aktie sind Teil der Gespräche.

Bn-Redaktion/ar
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