Ölpreise zum Jahreswechsel fragiler als sie wirken

BP, Shell & Co. könnte turbulenter Jahresauftakt ins Haus stehen 28.12.2025, 09:51 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Ölpreise zum Jahreswechsel fragiler als sie wirken: BP, Shell & Co. könnte turbulenter Jahresauftakt ins Haus stehen
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Name Aktuell Diff. Börse
BP 5,798 EUR +2,30 % L&S Exchange
Öl (Brent) 80,60 USD +1,32 % ARIVA Indikation Rohstoffe

Die Sorgen hinsichtlich einer Überversorgung treiben den Markt um. Die spannende Frage für 2026 lautet: Belebt sich die Öl-Nachfrage und drängt die Überschusssorgen in den Hintergrund oder reduziert sich das Öl-Angebot und drängt so ebenso die Überschusssorgen in den Hintergrund? Es könnte natürlich auch ganz anders kommen…

Für Brent-Öl muss es darum gehen, die eminent wichtige Unterstützungszone 60 US-Dollar / 58,5 US-Dollar zu verteidigen. Der aktuelle Konflikt zwischen den USA und Venezuela stützt die Ölpreise gegenwärtig und sorgt bislang dafür, dass unter anderem Brent-Öl über 60 US-Dollar verbleibt. Sollte die Unterstützung allerdings wegfallen, ist Obacht geboten. Ein Rücksetzer unter die Zone 60 US-Dollar / 58,5 US-Dollar könnte ein Verkaufssignal auslösen, das Brent-Öl dann bis in den niedrigen 50er Bereich führen könnte. Kurzum. Die Situation am Ölmarkt ist fragiler als es wirkt.

Die Aktien der Ölproduzenten nahmen zum Jahresende etwas Tempo heraus. Nicht zuletzt zeigte die BP-Aktie Anzeichen von Schwäche.

Chartanalyse

BP, Shell & Co. könnte turbulenter Jahresauftakt ins Haus stehen

Die BP-Aktie (WKN: 850517 | ISIN: GB0007980591 | Ticker-Symbol: BPE5) scheiterte Mitte November am Widerstandsbereich 4,70 GBP / 4,75 GBP. Ein erfolgreicher Ausbruch hätte noch einmal für frischen Wind gesorgt, doch es kam bekanntlich anders.

Der gescheiterte Versuch, den genannten Widerstandsbereich zu durchbrechen, initiierte Gewinnmitnahmen. Diese führten die BP-Aktie bis in den Kursbereich von 4,2 GBP. Der mittelfristige Aufwärtstrend (grün dargestellt) geriet daraufhin ins Wanken und droht nun, nachhaltig unterschritten zu werden. Der Unterstützung von 4 GBP kommt vor diesem Hintergrund eine große Bedeutung zu. Sollte es darunter gehen, würde eine Neubewertung der Lage notwendig.

Aktuelle Analystenstimmen

Die Analysten der britischen Investmentbank Barclays bestätigten unlängst ihr Votum „overweight“. Das Kursziel sehen sie nach wie vor bei 590 Pence. Die Analysten von Jefferies bleiben etwas vorsichtiger. Deren Votum lautet „hold“ und das Kursziel unverändert 420 Pence.

Bn-Redaktion/mt
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