Übernahmekampf eskaliert

Wird die Commerzbank italienisch? 20.06.2026, 14:11 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Commerzbank Hochhaus
© Bild von Daniel Marx auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Commerzbank 38,37 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
UniCredit 79,75 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Unicredit erhöht den Druck

Die italienische Großbank Unicredit hat sich bereits einen erheblichen Zugriff auf die Commerzbank gesichert. Nach bisherigen Annahmen kommen 12,51 Prozent der Anteile aus dem Angebot hinzu, zusätzlich zu den bereits gehaltenen 26,77 Prozent. Damit würde Unicredit auf 39,28 Prozent kommen und sich einer faktischen Sperrminorität nähern. Für die Commerzbank Aktie bleibt damit nicht nur die operative Entwicklung entscheidend, sondern auch die Frage, wie weit Unicredit im Übernahmepoker noch gehen kann.

Angebot bleibt umstritten

Das Angebot sieht 0,485 Unicredit Aktien pro Commerzbank Aktie vor. Genau dieser Punkt ist für viele Marktteilnehmer heikel, weil die Offerte längere Zeit unter dem Marktwert der Commerzbank Aktie lag. Die Commerzbank wertet den Vorstoß weiterhin als feindlichen Übernahmeversuch. Der Konflikt dreht sich damit nicht nur um den Preis, sondern auch um Kontrolle, Strategie und Vertrauen.

Bund stellt sich quer

Ein wichtiger Faktor bleibt der deutsche Staat. Der Bund hält weiterhin rund zwölf Prozent an der Commerzbank und will diese Beteiligung nach bisheriger Darstellung nicht verkaufen. Zur Begründung verweist die staatliche Seite auf die Bedeutung der Bank für den Mittelstand und den Finanzplatz Frankfurt. Für Unicredit erschwert das den Weg zu einer vollständigen Übernahme deutlich.

Streit um die Methoden

Der Ton zwischen den beiden Banken ist schärfer geworden. Die Commerzbank wirft Unicredit Marktmanipulation und Irreführung vor, hat Strafanzeige gestellt und die Bafin eingeschaltet. Unicredit weist die Vorwürfe zurück und sieht das eigene Vorgehen als regelkonform. Zugleich steht im Raum, dass die Italiener bei ausreichender Unterstützung Veränderungen im Aufsichtsrat anstreben könnten.

Aktie bleibt im Fokus

Für Anleger bleibt die Commerzbank Aktie damit ein Sonderfall im deutschen Aktienmarkt. Der Kurs wird nicht allein von Zinsen, Gewinnentwicklung und Konjunktur bestimmt, sondern stark vom Ausgang des Übernahmekampfs. Bis zum 3. Juli 2026 dürfte jede neue Annahmequote, jede Stellungnahme des Bundes und jede Reaktion der Finanzaufsicht genau beobachtet werden. Der Fall zeigt, wie schnell aus einer Bankaktie ein politisch aufgeladener Machtkampf werden kann.

Bn-Redaktion/tb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 2,04
Hebel: 18,80
mit starkem Hebel
Ask: 9,25
Hebel: 4,15
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VH07QF VY3759. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

13:33 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

9:19 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 16:50 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 16:39 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 16:31 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:46 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:29 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer