Rheinmetall - Aktionäre und Investoren WKN: 703000 ISIN: DE0007030009 Kürzel: RHM Forum: Aktien User: Ruuudi

1.014,30 EUR
±0,00 % ±0,00
19. September 2026, 12:58 Uhr, Lang & Schwarz
Knock-Outs auf Rheinmetall
Werbung
Mit Hebel
DZ Bank
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Diese Werbung richtet sich nur an Personen mit Wohn-/Geschäftssitz in Deutschland. Der jeweilige Basisprospekt, etwaige Nachträge, die Endgültigen Bedingungen sowie das maßgebliche Basisinformationsblatt sind auf www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Kommentare 16.205
R
Ruuudi, 10. Sep 8:26 Uhr
0
Heute Morgen ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass professionelle LV (Hedgefonds) mit Xetrastart die psychologisch wichtige 1.000er-Marke attackieren. Da seit Wochen das Volumen unterdurchschnittlich niedrig ist, sollten die potentiellen Opfer auch mitspielen. Aber wie gehts dann weiter? Sind das heute oder die nächsten Tage Kaufkurse im Hinblick auf Q 4 und 2027? Ich weiß es nicht … Die Welt und Deutschland braucht einen Player, wie Rheinmetall. Aber wir leisten uns den Luxus, mit Dreck zu werfen. Das käme Franzosen, Engländern, Schweden und Italienern bei ihren Playern nie in den Sinn.
R
Ruuudi, 10. Sep 8:20 Uhr
1

Genau...One-Stop-Shop...das waren die Worte. Und ich bin auch der Meinung, dass das langfristig der Treiber bei Rheinmetall werden wird. Ich glaube, dass viele das Konzept des „Systemhauses“ noch nicht richtig verinnerlicht haben. Es ist immer interessant, wenn man in den Medien von irgendwelchen Journalisten oder bei Lanz hört „Düsseldorf ist teuer“. Ich habe oft das Gefühl, dass man von außen nur den Preis sieht und dann versucht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, anstatt das Gesamtprodukt zu betrachten. Wahrscheinlich ist es im ersten Moment billiger, nur eine einzelne Komponente bei verschiedenen Anbietern zu kaufen. Vergleicht man diese eine Komponente dann mit dem Produkt von Rheinmetall, ist Letzteres vermutlich auch teurer. Aber wer fügt die einzelnen Komponenten am Ende zusammen? Und ist das Endprodukt von einem einzigen Hersteller dann wirklich noch teurer, als wenn alle Einzelkomponenten von verschiedenen Firmen zusammengebaut werden müssen? Wer stellt dann die eigentliche Werkshalle? Oder wird das Produkt quer durch die Welt transportiert, damit jeder einzelne Hersteller seine Komponente einbauen kann? Wie löst man das mit den Schnittstellen, der IT etc.? Benutzt ja auch fast jede Firma ihr eigenes System. Wer trägt die Gesamtverantwortung? Was ist mit dem Service oder der Gewährleistung? Bis zu welcher Schraube ist wer verantwortlich? Das sieht man ja schon an der Komplexität der Wartungsverträge bei Arminius... Langfristig wird das Systemhaus Rheinmetall eher dafür sorgen, dass Produkte aus Düsseldorf in Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis jede Konkurrenz schlagen werden, gerade auch durch die hohe Automatisierung die Rheinmetall in der Fertigung anstrebt. Und wollen wir doch mal ehrlich sein: Wer hat mit diesem Management und dieser Weitsichtigkeit wieder einmal den richtigen Riecher bewiesen? Am Anfang hieß es noch „Whatever it takes“, Geld spielte keine Rolle. Trotzdem hat der CEO Rheinmetall in ein Systemhaus überführt und die Automatisierung vorangetrieben. Ob er damit gezielt die Kosten für den Kunden reduzieren oder eher seine eigene Marge erhöhen wollte, können wir uns wahrscheinlich alle denken.....Aber jetzt weht der Wind aus einer anderen Richtung, was die Gelder der europäischen Regierungen angeht. Plötzlich sitzt das Geld nicht mehr so locker. Jedoch hat Rheinmetall mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem noch genug Spielraum gegenüber dem Kunden, um weiterhin qualitativ hochwertige und preiswerte Produkte anzubieten. Den nötigen Spielraum bei der Marge werden sie auch gegenüber der Konkurrenz definitiv haben.

Leute wie Lanz sind vielleicht nicht kompetent genug, andererseits aber auch nicht dumm und können ausgefeilt formulieren. Sie machen Meinungen. Das ist ab einem gewissen Grad problematisch. In Ergänzung zu Deinem zweiten Absatz: wie so etwas - trotz Generalunternehmerschaft - in die Hose gehen kann, zeigt das Beispiel der F 126. Auftrag vom BMVg (Von der Leyen) gegen nationale Player (TKMS) an einen niederländischen Konstrukteur ohne ausreichend eigene Fertigungskapazitäten aufgrund des „ günstigeren“ Angebot vergeben. Damen schaffte es nicht, die Konstruktionsdaten in die Fertigungssysteme der Subunternehmer zu migrieren. Das Projekt verzögerte und verteuerte sich, sodass das BMVg (Pistorius) laut nach einem „Retter“ rief. Das sollte Rheinmetall werden. Und wieder wurde es dem BMVg zu teuer. Jetzt liegt der Ersatzauftrag als F128 bei TKMS und schon jetzt scheint absehbar, dass aus 8 F126 nur noch 4 F128 rauspurzeln …
Robirobsen
Robirobsen, 10. Sep 0:28 Uhr
2

TKMS ist quasi ein reiner Schiffbauer. Das Schiff muss anschließend aber noch ausgerüstet werden, zum Beispiel mit der Waffenanlage von Rheinmetall, Radar, Sonare, Feierleitesysteme, Raketen) Rheinmetall versteht sich als Systemhaus, das weite Teile der Schiffe selber aus dem eigenen Portfolio ausrüsten kann (Stichwort: One stop Shop) UND nun mit Rheinmetall Naval (Ex Lürssen) auch den Schiffbau anbietet, also ein Integriertes System. Ähnlich wie zb Fahrgestelle Plattformen für LKW, Kastenwagen oder Wohnmobilaufbauten sind. Oder der Boxer, der im Prinzip den fahrbare 8x8-Untersatz für verschiedene Missionsmodule (Skyranger, schwerer Waffenträger Infanterie, Schützenpanzer, etc. ) darstellt.

Genau...One-Stop-Shop...das waren die Worte. Und ich bin auch der Meinung, dass das langfristig der Treiber bei Rheinmetall werden wird. Ich glaube, dass viele das Konzept des „Systemhauses“ noch nicht richtig verinnerlicht haben. Es ist immer interessant, wenn man in den Medien von irgendwelchen Journalisten oder bei Lanz hört „Düsseldorf ist teuer“. Ich habe oft das Gefühl, dass man von außen nur den Preis sieht und dann versucht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, anstatt das Gesamtprodukt zu betrachten. Wahrscheinlich ist es im ersten Moment billiger, nur eine einzelne Komponente bei verschiedenen Anbietern zu kaufen. Vergleicht man diese eine Komponente dann mit dem Produkt von Rheinmetall, ist Letzteres vermutlich auch teurer. Aber wer fügt die einzelnen Komponenten am Ende zusammen? Und ist das Endprodukt von einem einzigen Hersteller dann wirklich noch teurer, als wenn alle Einzelkomponenten von verschiedenen Firmen zusammengebaut werden müssen? Wer stellt dann die eigentliche Werkshalle? Oder wird das Produkt quer durch die Welt transportiert, damit jeder einzelne Hersteller seine Komponente einbauen kann? Wie löst man das mit den Schnittstellen, der IT etc.? Benutzt ja auch fast jede Firma ihr eigenes System. Wer trägt die Gesamtverantwortung? Was ist mit dem Service oder der Gewährleistung? Bis zu welcher Schraube ist wer verantwortlich? Das sieht man ja schon an der Komplexität der Wartungsverträge bei Arminius... Langfristig wird das Systemhaus Rheinmetall eher dafür sorgen, dass Produkte aus Düsseldorf in Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis jede Konkurrenz schlagen werden, gerade auch durch die hohe Automatisierung die Rheinmetall in der Fertigung anstrebt. Und wollen wir doch mal ehrlich sein: Wer hat mit diesem Management und dieser Weitsichtigkeit wieder einmal den richtigen Riecher bewiesen? Am Anfang hieß es noch „Whatever it takes“, Geld spielte keine Rolle. Trotzdem hat der CEO Rheinmetall in ein Systemhaus überführt und die Automatisierung vorangetrieben. Ob er damit gezielt die Kosten für den Kunden reduzieren oder eher seine eigene Marge erhöhen wollte, können wir uns wahrscheinlich alle denken.....Aber jetzt weht der Wind aus einer anderen Richtung, was die Gelder der europäischen Regierungen angeht. Plötzlich sitzt das Geld nicht mehr so locker. Jedoch hat Rheinmetall mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem noch genug Spielraum gegenüber dem Kunden, um weiterhin qualitativ hochwertige und preiswerte Produkte anzubieten. Den nötigen Spielraum bei der Marge werden sie auch gegenüber der Konkurrenz definitiv haben.
R
Ruuudi, 9. Sep 23:15 Uhr
0

Das heißt , sorry für meine Frage, dass TKMS ein Plattformbauer und RHM ein Systemhaus ist? Weitere Frage, sollte es dazu kommen dass statt der F127 RHM mit dem Bau der GMF 140 beauftragt wird. Wie siehst du das Wettrennen zwischen TKMS mit der MEKO 200 für die F126 und RHM mit der GMF140 für die F127? Kann RHM dort was den Zeitplan und die Kosten angeht mit TKMS mithalten?

TKMS ist quasi ein reiner Schiffbauer. Das Schiff muss anschließend aber noch ausgerüstet werden, zum Beispiel mit der Waffenanlage von Rheinmetall, Radar, Sonare, Feierleitesysteme, Raketen) Rheinmetall versteht sich als Systemhaus, das weite Teile der Schiffe selber aus dem eigenen Portfolio ausrüsten kann (Stichwort: One stop Shop) UND nun mit Rheinmetall Naval (Ex Lürssen) auch den Schiffbau anbietet, also ein Integriertes System. Ähnlich wie zb Fahrgestelle Plattformen für LKW, Kastenwagen oder Wohnmobilaufbauten sind. Oder der Boxer, der im Prinzip den fahrbare 8x8-Untersatz für verschiedene Missionsmodule (Skyranger, schwerer Waffenträger Infanterie, Schützenpanzer, etc. ) darstellt.
R
Ruuudi, 9. Sep 23:04 Uhr
0

Persönlich denke ich, dass man weggeht von der Goldrandlösung und stattdessen auf Masse statt Klasse setzen wird. Ich glaube nicht, dass die F127, wie sie bis heute geplant ist, noch zeitgemäß ist. Der Plan zielt ja eher auf die Landes- und Bündnisverteidigung ab. Das eine neue Luftverteidigungsklasse kommt und das sie in Deutschland gebaut wird, würde ich ebenfalls zu 100 % vermuten. Die F124-Klasse ist nun teilweise 22 Jahre alt. Rechnet man jetzt die Entwicklungszeit noch mit dazu, dann kann man ungefähr den Stand der Technik erahnen. In der Zukunft werden die BMD-Fähigkeiten immer wichtiger. Das können beide Schiffe, also die GMF140 und die F127. Jedoch spielen in der Zukunft die Automatisierung und die Personalstärke eine große Rolle. Da ist die GMF140 ganz klar im Vorteil. Ich habe neulich gelesen, dass die Royal Navy jetzt zwei Fregatten stillgelegt hat, damit sie überhaupt noch Personal für ihre zwei Flugzeugträger hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Projekt F127 erst einmal weiterverfolgt, bis es kostenmäßig platzt – eventuell auch, um die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und TKMS nicht zu gefährden. Am Ende sagt die Regierung vermutlich Nein, da es zu teuer ist und weil das Auge bezüglich der Goldrandlösung der F126 immer noch angeschwollen ist. Dann wird Rheinmetall seinen Plan B präsentieren... die GMF140. Wenn man das Gedankenspiel mal weiterdenkt...Wo liegt in Zukunft das größere Gefährdungspotenzial? Bei der Bekämpfung von U-Booten (gerade moderne U-Boote wie unsere, die ohnehin nicht gefunden werden können, wenn sie es nicht wollen bzw. keinen Fehler machen) oder bei der Abwehr und Verteidigung des Luftraums? Worauf ich hinaus möchte, ist Folgendes: Bei der F126 wollte man die Goldrandlösung, die quasi alles können sollte, primär aber die U-Boot-Jagd. Jetzt mit der Meko spezialisiert man sich wieder überwiegend nur auf die U-Boot-Jagd. Braucht man da jetzt unbedingt noch acht Schiffe? Die F123-Klasse besteht ja auch nur aus vier Einheiten. Also gibt es eventuell das Potenzial, es doch nur bei dem 1. Los zu belassen und lediglich vier Meko 200 zu kaufen, dafür aber mehr Einheiten einer eventuellen GMF140 mit nur ca. 90 Personen Stammbesatzung, die wahrscheinlich sehr viel preiswerter als eine F127 wäre?

Der letzte Absatz spiegelt auch meine Gedanken wieder. Ich vermute er ja auch schon, dass F 128 nur das erste Los – also 4 Schiffe – realisiert werden. Die F 127 würde ja nochmals größer als die F 126 geplant war. Auch in meinen Augen deutet sich der Trend weg vom neu entworfen, Maßanzug hin zum Plattform Schiff von der Stange an. Auch die GMF 140 ist ein Plattform Schiff. Vielleicht ergibt sich als „Baukastenschiff“ auch einmal eine GF 170 mit verlängertem Rumpf? Warten wir ab, was die Zukunft bringt, aber das mit der kurzfristig avisierten GF 140 scheint mir kein Zufall zu sein.
Robirobsen
Robirobsen, 9. Sep 21:41 Uhr
1

Spannend und danke für deine Ausführungen. Aber RHM sagte ja dass die GMF 140 nur für den Nordamerikanischen Markt vorgesehen ist. Denkst du das war nur Taktik wohlwissend von RHM Seite dass das Verteidigungsministerium anbeißen würde? Wenn ja war das mal wieder ein cooler Move des CEO.

Im CC hat er ja auf die Frage geantwortet..."der Kunde entscheidet, nicht Rheinmetall" Wenn der Kunde (BMVg) das möchte (also GMF140, eventuell gibt es ja schon eine größere/deutsche Version im Schreibtisch) dann sind sie für Gespräche offen. Ob die geplante F127 so kommen wird, kann im Moment glaube ich niemand zu 100% sagen. Sollte man sich aber dagegen entscheiden, dann denke ich hat Rheinmetall sehr gute Chancen mit der GMF140 oder 160, 170 etc.
W
Wildharry, 9. Sep 21:40 Uhr
0

Man muss aber zwischen Werftkosten und Zubehörkosten unterscheiden. Alles zusammen macht dann für den Kunden (BMVg) halt 40 Milliarden aus. Selbst wenn tkms eventuell nur 2 bis 3 Milliarden mehr nimmt zwecks der Inflationsklausel... das werden dann ja alle machen. Also alle Lieferanten und Endausrüster. Man kauft sich ja keine Aegis-Systeme und lässt sie 10 bis 15 Jahre im Lager, bevor man sie verbaut. Das ist halt das Problem, das du als reiner Plattformbauer gegenüber einem Systemhaus hast. Du kannst selbst super preiswert sein, aber wenn du keinen Einfluss auf das Zubehör hast... Den Kunden interessiert nur, was er am Ende bezahlen muss.

Das heißt , sorry für meine Frage, dass TKMS ein Plattformbauer und RHM ein Systemhaus ist? Weitere Frage, sollte es dazu kommen dass statt der F127 RHM mit dem Bau der GMF 140 beauftragt wird. Wie siehst du das Wettrennen zwischen TKMS mit der MEKO 200 für die F126 und RHM mit der GMF140 für die F127? Kann RHM dort was den Zeitplan und die Kosten angeht mit TKMS mithalten?
Robirobsen
Robirobsen, 9. Sep 21:34 Uhr
0

Echt?😂 Das hab ich noch gar nicht betrachtet. Der „marineforum“ Artikel alleine schien mir für sich schon schlüssig bzgl. „aller Anforderungen“ und nur Aegis und SM 3. Aber nicht wirklich tröstlich, dass auf TKMS nun womöglich ähnliche Herausforderungen, wie Rheinmetall bei der F126 zukommen. Übrigens: der Welt Artikel hatte eine Formulierung, die meine These einer „Bitte des BmVg an Rheinmetall“ stützt … „Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall versuchte auf Bitte des Bundesverteidigungsministeriums noch, die Produktion der F126 als Generalunternehmer fortzuführen …“

Man muss aber zwischen Werftkosten und Zubehörkosten unterscheiden. Alles zusammen macht dann für den Kunden (BMVg) halt 40 Milliarden aus. Selbst wenn tkms eventuell nur 2 bis 3 Milliarden mehr nimmt zwecks der Inflationsklausel... das werden dann ja alle machen. Also alle Lieferanten und Endausrüster. Man kauft sich ja keine Aegis-Systeme und lässt sie 10 bis 15 Jahre im Lager, bevor man sie verbaut. Das ist halt das Problem, das du als reiner Plattformbauer gegenüber einem Systemhaus hast. Du kannst selbst super preiswert sein, aber wenn du keinen Einfluss auf das Zubehör hast... Den Kunden interessiert nur, was er am Ende bezahlen muss.
W
Wildharry, 9. Sep 21:23 Uhr
0

Persönlich denke ich, dass man weggeht von der Goldrandlösung und stattdessen auf Masse statt Klasse setzen wird. Ich glaube nicht, dass die F127, wie sie bis heute geplant ist, noch zeitgemäß ist. Der Plan zielt ja eher auf die Landes- und Bündnisverteidigung ab. Das eine neue Luftverteidigungsklasse kommt und das sie in Deutschland gebaut wird, würde ich ebenfalls zu 100 % vermuten. Die F124-Klasse ist nun teilweise 22 Jahre alt. Rechnet man jetzt die Entwicklungszeit noch mit dazu, dann kann man ungefähr den Stand der Technik erahnen. In der Zukunft werden die BMD-Fähigkeiten immer wichtiger. Das können beide Schiffe, also die GMF140 und die F127. Jedoch spielen in der Zukunft die Automatisierung und die Personalstärke eine große Rolle. Da ist die GMF140 ganz klar im Vorteil. Ich habe neulich gelesen, dass die Royal Navy jetzt zwei Fregatten stillgelegt hat, damit sie überhaupt noch Personal für ihre zwei Flugzeugträger hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Projekt F127 erst einmal weiterverfolgt, bis es kostenmäßig platzt – eventuell auch, um die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und TKMS nicht zu gefährden. Am Ende sagt die Regierung vermutlich Nein, da es zu teuer ist und weil das Auge bezüglich der Goldrandlösung der F126 immer noch angeschwollen ist. Dann wird Rheinmetall seinen Plan B präsentieren... die GMF140. Wenn man das Gedankenspiel mal weiterdenkt...Wo liegt in Zukunft das größere Gefährdungspotenzial? Bei der Bekämpfung von U-Booten (gerade moderne U-Boote wie unsere, die ohnehin nicht gefunden werden können, wenn sie es nicht wollen bzw. keinen Fehler machen) oder bei der Abwehr und Verteidigung des Luftraums? Worauf ich hinaus möchte, ist Folgendes: Bei der F126 wollte man die Goldrandlösung, die quasi alles können sollte, primär aber die U-Boot-Jagd. Jetzt mit der Meko spezialisiert man sich wieder überwiegend nur auf die U-Boot-Jagd. Braucht man da jetzt unbedingt noch acht Schiffe? Die F123-Klasse besteht ja auch nur aus vier Einheiten. Also gibt es eventuell das Potenzial, es doch nur bei dem 1. Los zu belassen und lediglich vier Meko 200 zu kaufen, dafür aber mehr Einheiten einer eventuellen GMF140 mit nur ca. 90 Personen Stammbesatzung, die wahrscheinlich sehr viel preiswerter als eine F127 wäre?

Spannend und danke für deine Ausführungen. Aber RHM sagte ja dass die GMF 140 nur für den Nordamerikanischen Markt vorgesehen ist. Denkst du das war nur Taktik wohlwissend von RHM Seite dass das Verteidigungsministerium anbeißen würde? Wenn ja war das mal wieder ein cooler Move des CEO.
Robirobsen
Robirobsen, 9. Sep 21:08 Uhr
0
Persönlich denke ich, dass man weggeht von der Goldrandlösung und stattdessen auf Masse statt Klasse setzen wird. Ich glaube nicht, dass die F127, wie sie bis heute geplant ist, noch zeitgemäß ist. Der Plan zielt ja eher auf die Landes- und Bündnisverteidigung ab. Das eine neue Luftverteidigungsklasse kommt und das sie in Deutschland gebaut wird, würde ich ebenfalls zu 100 % vermuten. Die F124-Klasse ist nun teilweise 22 Jahre alt. Rechnet man jetzt die Entwicklungszeit noch mit dazu, dann kann man ungefähr den Stand der Technik erahnen. In der Zukunft werden die BMD-Fähigkeiten immer wichtiger. Das können beide Schiffe, also die GMF140 und die F127. Jedoch spielen in der Zukunft die Automatisierung und die Personalstärke eine große Rolle. Da ist die GMF140 ganz klar im Vorteil. Ich habe neulich gelesen, dass die Royal Navy jetzt zwei Fregatten stillgelegt hat, damit sie überhaupt noch Personal für ihre zwei Flugzeugträger hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Projekt F127 erst einmal weiterverfolgt, bis es kostenmäßig platzt – eventuell auch, um die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und TKMS nicht zu gefährden. Am Ende sagt die Regierung vermutlich Nein, da es zu teuer ist und weil das Auge bezüglich der Goldrandlösung der F126 immer noch angeschwollen ist. Dann wird Rheinmetall seinen Plan B präsentieren... die GMF140. Wenn man das Gedankenspiel mal weiterdenkt...Wo liegt in Zukunft das größere Gefährdungspotenzial? Bei der Bekämpfung von U-Booten (gerade moderne U-Boote wie unsere, die ohnehin nicht gefunden werden können, wenn sie es nicht wollen bzw. keinen Fehler machen) oder bei der Abwehr und Verteidigung des Luftraums? Worauf ich hinaus möchte, ist Folgendes: Bei der F126 wollte man die Goldrandlösung, die quasi alles können sollte, primär aber die U-Boot-Jagd. Jetzt mit der Meko spezialisiert man sich wieder überwiegend nur auf die U-Boot-Jagd. Braucht man da jetzt unbedingt noch acht Schiffe? Die F123-Klasse besteht ja auch nur aus vier Einheiten. Also gibt es eventuell das Potenzial, es doch nur bei dem 1. Los zu belassen und lediglich vier Meko 200 zu kaufen, dafür aber mehr Einheiten einer eventuellen GMF140 mit nur ca. 90 Personen Stammbesatzung, die wahrscheinlich sehr viel preiswerter als eine F127 wäre?
R
Ruuudi, 9. Sep 20:44 Uhr
0

Moin, moin... Ich muss etwas schmunzeln darüber, wie TKMS reagiert hat und sich nicht erklären kann, wie man mit einem Mal auf 40 Milliarden kommt... Ich bin kein Kaufmann, aber ich vermute stark, dass das BMVg die Inflationsklausel mit eingerechnet hat...was Rheinmetall z. B. klar und transparent bei dem Angebot für die F126 gemacht hat... Solche Projekte ziehen sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte, von der Entwicklung des Designs bis hin zur Taufe. Mit dem Design der F126 (vorher MKS180) wurde, glaube ich, 2014/15 begonnen... Wenn man die Inflation der letzten 15 Jahre nimmt (im Durchschnitt 2,2 %).. Jetzt quasi 27 Milliarden × 1,025 hoch 15, da kommt man ca. auf 40 Milliarden... Habe mal mit 2,5 % für die nächsten Jahre gerechnet...

Echt?😂 Das hab ich noch gar nicht betrachtet. Der „marineforum“ Artikel alleine schien mir für sich schon schlüssig bzgl. „aller Anforderungen“ und nur Aegis und SM 3. Aber nicht wirklich tröstlich, dass auf TKMS nun womöglich ähnliche Herausforderungen, wie Rheinmetall bei der F126 zukommen. Übrigens: der Welt Artikel hatte eine Formulierung, die meine These einer „Bitte des BmVg an Rheinmetall“ stützt … „Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall versuchte auf Bitte des Bundesverteidigungsministeriums noch, die Produktion der F126 als Generalunternehmer fortzuführen …“
Robirobsen
Robirobsen, 9. Sep 20:37 Uhr
0

Kennt jemand den jüngsten Stand zur F127? Gibt es inzwischen zuverlässige Kostenaussagen oder stehen immer noch die - von TKMS bestrittenen - 40 Mrd. Euro im Raum? Wie genau kamen die zustande? Das Projekt steht (nach der F126) u.U. auch auf der Kippe … Deutschlands modernste Fregatte soll auf einem bekannten Grundmodell basieren https://www.welt.de/regionales/hamburg/article6a96b05e7a8c285934e6e93e/marineruestung-deutschlands-modernste-fregatte-soll-auf-einem-bekannten-grundmodell-basieren.html „Bei der auf die Luftabwehr spezialisierten F127 war die Fachwelt bislang von einer kompletten Neuentwicklung ausgegangen, die 178 Meter lang sein wird und mehr als 12.000 Tonnen Verdrängung aufweist. Zum Vergleich: Das Basisdesign MEKO A400 von TKMS ist 160 Meter lang und hat etwa 10.000 Tonnen Verdrängung. … Kürzlich hatte bereits der Konzernchef von Rheinmetall, Armin Papperger, deutlich gemacht, dass für die F127 ein stark modifiziertes, günstigeres Konzept vorgelegt werden muss als bislang geplant: „An uns ist herangetragen worden, dass man eine F127 sicherlich von der preislichen Seite her erheblich reduzieren muss, um hier in eine vernünftige Größenordnung zu kommen“, sagte er der WELT AM SONNTAG. Was die F127 kosten wird, ist bislang nicht bekannt … „ … Der Bund und TKMS ziehen damit auch bei der Entwicklung der F127 offenbar ihre Lehren aus dem gescheiterten Projekt der Fregatte F126.“

Moin, moin... Ich muss etwas schmunzeln darüber, wie TKMS reagiert hat und sich nicht erklären kann, wie man mit einem Mal auf 40 Milliarden kommt... Ich bin kein Kaufmann, aber ich vermute stark, dass das BMVg die Inflationsklausel mit eingerechnet hat...was Rheinmetall z. B. klar und transparent bei dem Angebot für die F126 gemacht hat... Solche Projekte ziehen sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte, von der Entwicklung des Designs bis hin zur Taufe. Mit dem Design der F126 (vorher MKS180) wurde, glaube ich, 2014/15 begonnen... Wenn man die Inflation der letzten 15 Jahre nimmt (im Durchschnitt 2,2 %).. Jetzt quasi 27 Milliarden × 1,025 hoch 15, da kommt man ca. auf 40 Milliarden... Habe mal mit 2,5 % für die nächsten Jahre gerechnet...
R
Ruuudi, 9. Sep 17:43 Uhr
0
Exklusiv: Rheinmetalls MedEvacTrain für den Bündnisfall https://defence-network.com/rheinmetalls-medevactrain-buendnisfall/ "Beim ersten NATO Medical Innovation Workshop in Budapest stellten Rheinmetall und Alstom ein bislang unbekanntes Projekt vor: den MedEvacTrain" Mit Alstom ist man bereits anderweitig im Gespräch - Interessante Sideinfo: Rheinmetall will Alstom-Werk Kassel kaufen: Parteien fordern Klarheit für Beschäftigte https://www.hna.de/kassel/rheinmetall-will-alstom-werk-kassel-kaufen-parteien-fordern-klarheit-94481498.html
R
Ruuudi, 9. Sep 12:41 Uhr
0
Das Problem der Verteuerung bei der F127 sind die geforderten Fähigkeiten zur aktiven Raketenabwehr von ballistischen Flugkörpern. „ … dies [ist] der hauptsächliche Kosten-, Größen- und Risikotreiber. Sie [erfordern] – aktuell noch alternativlos – das Aegis-Gefechtsführungssystem und den SM-3-Abwehrflugkörper.“ https://marineforum.online/luftverteidigung-warum-fregatten/ Beides wird aus USA zugeliefert - Aegis von Lockheed Martin und die SM-3-Flugkörper von Raytheon (RTX). Nun kann man spekulieren, ob die USA die Beschaffung in USA zu hohen Kosten nicht nur „begrüßen“ sondern auch fordern oder nicht. Alternativ sind kleinere Konzepte in Überlegung - als Standardtyp die MEKO A400 von TKMS oder als Projekt die noch kleinere GMF140 von Rheinmetall. Die Haushaltsdebatte - auch über den Einzelplan 14 - ist diese Woche angelaufen.
R
Ruuudi, 9. Sep 12:38 Uhr
0
Kennt jemand den jüngsten Stand zur F127? Gibt es inzwischen zuverlässige Kostenaussagen oder stehen immer noch die - von TKMS bestrittenen - 40 Mrd. Euro im Raum? Wie genau kamen die zustande? Das Projekt steht (nach der F126) u.U. auch auf der Kippe … Deutschlands modernste Fregatte soll auf einem bekannten Grundmodell basieren https://www.welt.de/regionales/hamburg/article6a96b05e7a8c285934e6e93e/marineruestung-deutschlands-modernste-fregatte-soll-auf-einem-bekannten-grundmodell-basieren.html „Bei der auf die Luftabwehr spezialisierten F127 war die Fachwelt bislang von einer kompletten Neuentwicklung ausgegangen, die 178 Meter lang sein wird und mehr als 12.000 Tonnen Verdrängung aufweist. Zum Vergleich: Das Basisdesign MEKO A400 von TKMS ist 160 Meter lang und hat etwa 10.000 Tonnen Verdrängung. … Kürzlich hatte bereits der Konzernchef von Rheinmetall, Armin Papperger, deutlich gemacht, dass für die F127 ein stark modifiziertes, günstigeres Konzept vorgelegt werden muss als bislang geplant: „An uns ist herangetragen worden, dass man eine F127 sicherlich von der preislichen Seite her erheblich reduzieren muss, um hier in eine vernünftige Größenordnung zu kommen“, sagte er der WELT AM SONNTAG. Was die F127 kosten wird, ist bislang nicht bekannt … „ … Der Bund und TKMS ziehen damit auch bei der Entwicklung der F127 offenbar ihre Lehren aus dem gescheiterten Projekt der Fregatte F126.“
R
Ruuudi, 9. Sep 12:37 Uhr
0
Zum Thema Fregatten habe ich noch etwas gefunden. Das habe ich bei TKMS gepostet, ich denke es ist hier mindestens genauso interessant:
Mehr zu diesem Wert
Meistdiskutiert
Thema
1 VONOVIA Hauptdiskussion ±0,00 %
2 Security der nächsten Generation ±0,00 %
3 DAX / Germany 40 Hauptdiskussion -0,24 %
4 DAX Prognose / Germany 40 -0,24 %
5 Trading- und Aktien-Chat
6 ATOS Hauptdiskussion -0,50 %
7 ROHÖL BRENT Hauptdiskussion ±0,00 %
8 BTC/USD Hauptdiskussion -0,34 %
9 Metaplanet ±0,00 %
10 DeFi Technologies: Eine Perle? -2,17 %
Alle Diskussionen
Aktien
Thema
1 VONOVIA Hauptdiskussion ±0,00 %
2 Security der nächsten Generation ±0,00 %
3 ATOS Hauptdiskussion -0,50 %
4 Siemens Energy ±0,00 %
5 DeFi Technologies: Eine Perle? -2,17 %
6 RHEINMETALL Hauptdiskussion ±0,00 %
7 Metaplanet ±0,00 %
8 OCEAN POWER Hauptdiskussion ±0,00 %
9 Brainchip Klassengruppe ±0,00 %
10 AFC ENERGY Hauptdiskussion -0,26 %
Alle Diskussionen