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80 Prozent Marge

SK hynix hebt nach Rekordquartal ab 28.10.2026, 14:32 Uhr Jetzt kommentieren: 0

80 Prozent Marge: SK hynix hebt nach Rekordquartal ab
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SK hynix 1.010,00 EUR +9,31 % Tradegate
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Vier von fünf Won Umsatz bleiben bei SK hynix inzwischen als operativer Gewinn hängen. Mit einer operativen Marge von 80 Prozent im dritten Quartal hat der südkoreanische Speicherchip-Spezialist die Erwartungen klar übertroffen und an der Börse in Seoul einen Kurssprung von fast 11 Prozent ausgelöst. Hierzulande notiert die Aktie knapp 8 Prozent fester bei rund 1.000 Euro, die Stimmung der Aktionäre ist nach der Zahlenvorlage euphorisch.

Erstmals mehr als 100 Billionen Won Umsatz

Der Umsatz kletterte im Sommerquartal auf 104,6 Billionen Won, umgerechnet knapp 79 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 328 Prozent zum Vorjahr und erstmals mehr als 100 Billionen Won in einem Quartal. Das operative Ergebnis stieg um 632 Prozent auf 83,3 Billionen Won. Analysten hatten mit rund 98 Billionen Won Umsatz und knapp 77 Billionen Won operativem Gewinn gerechnet. Getragen wird das Wachstum vom Investitionsboom der großen Cloud-Konzerne in KI-Rechenzentren: Gefragt sind vor allem Hochleistungsspeicher (HBM) für KI-Beschleuniger sowie DDR5-Speicher für Server.

Auf Anlegerseite überwiegt die Begeisterung über die Zahlen, auch der Ausblick wird ausdrücklich gelobt. Aus Anlegersicht wird zudem nachgerechnet: Der Umsatz liege rund 6,5 Prozent, der operative Gewinn gut 8 Prozent über den Konsensschätzungen. Mit einem Abverkauf direkt nach der Veröffentlichung war eher gerechnet worden – umso größer fällt die Erleichterung aus.

SK hynix erwartet Knappheit bis 2030

Noch stärker als die Quartalszahlen wirkt der Blick nach vorn. SK hynix rechnet damit, dass die Nachfrage nach Speicherchips das Angebot bis 2030 übersteigen werde – wegen der technischen Hürden bei den modernsten Fertigungsverfahren und der langen Vorlaufzeiten für neue Fabriken. Mit 14 Großkunden, darunter globale Cloud-Anbieter, bestehen langfristige Lieferverträge. Sie decken bereits mehr als die Hälfte der geplanten Produktionskapazität für 2027 und 2028 ab. Zu den wichtigsten HBM-Abnehmern zählt Nvidia.

Unter Aktionären gilt genau dieser Punkt als der eigentlich entscheidende: Ein Engpass, der bis zum Ende des Jahrzehnts anhält, könne die Bewertung des Konzerns grundlegend verändern. Die langfristigen Verträge sicherten zudem die hohen Preise ab. Der Ton zu diesem Thema ist ausgesprochen zuversichtlich.

Sonderdividende aus dem Kioxia-Gewinn

Von der Ertragskraft sollen auch die Aktionäre profitieren. Für 2026 plant SK hynix Ausschüttungen von rund 100 Billionen Won, umgerechnet etwa 75 Milliarden US-Dollar – mindestens 30 Billionen Won als Dividenden, mindestens 60 Billionen Won über Aktienrückkäufe mit anschließender Einziehung. Für das dritte Quartal gibt es 20.000 Won je Aktie, die Hälfte davon als Sonderdividende aus Gewinnen mit der Beteiligung am japanischen Speicherhersteller Kioxia.

Kioxia selbst gehört zu den Profiteuren des Tages und steigt um knapp 10 Prozent auf gut 82 Euro. In Seoul legte Samsung Electronics vor den eigenen Zahlen am Donnerstag rund 9 Prozent zu. Dass der Schwung die ganze Branche erfasst, fällt auch Aktionären auf, die darin ein gutes Zeichen sehen.

Verkaufswelle nach guten Nachrichten bleibt aus

Nach dem steilen Anstieg der vergangenen Tage – vor gut einer Woche kostete die Aktie hierzulande noch gut 830 Euro – kreist die Diskussion unter Anlegern immer wieder um die Frage, ob nun Gewinnmitnahmen nach dem Muster „Sell the News“ folgen. Bislang spricht der Kursverlauf dagegen: Das Tageshoch lag bei 1.012,50 Euro.

Erste Reaktion ist ganz gut. Noch kein massiver „Sell the News“-Effekt. Die nächsten Tage muss der Markt verdauen.

Ganz ohne Gegenstimmen bleibt die Euphorie nicht: Die Aktie sei überbewertet und trotz des starken Geschäfts zu riskant, der Hype um Künstliche Intelligenz habe seinen Zenit überschritten, lautet ein skeptischer Einwand. Mehrere Anleger richten den Blick deshalb auf die kommenden Tage, wenn Samsung und die großen US-Cloud-Konzerne ihre Zahlen vorlegen – sie gelten als Gradmesser dafür, ob die Investitionen in KI-Rechenzentren im bisherigen Tempo weiterlaufen. Die Stimmung bleibt damit zuversichtlich, aber wachsam.

Bn-Redaktion/sb
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