Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Absatz minus 16 Prozent

China-Kunden kehren Porsche den Rücken 09.10.2026, 13:27 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Porsche AG 42,06 EUR +1,51 % Lang & Schwarz
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Nur noch 21.493 Fahrzeuge hat Porsche in China an Kunden übergeben. Von Januar bis September lieferte der Sportwagenbauer dort 33 Prozent weniger aus als ein Jahr zuvor, weltweit sank der Absatz um 16 Prozent auf 178.532 Autos. An der Börse löst die Bilanz kaum Bewegung aus: Die Aktie war am Vormittag zeitweise bis auf 40,76 Euro gefallen und notiert inzwischen bei rund 41,50 Euro nahezu unverändert. Unter Aktionären dreht sich die Debatte weniger um die Zahlen selbst als um die Frage, wie tragfähig das Geschäftsmodell ist.

China bricht um ein Drittel weg

Im einstigen Wachstumsmarkt sitzt das Geld bei wohlhabenden Käufern wegen der Immobilienkrise nicht mehr so locker. Porsche reagiert mit einer „wertorientierten Absatzsteuerung“ und verzichtet bewusst auf Rabattaktionen, um die Marke nicht zu beschädigen. Auch in Nordamerika, der größten Vertriebsregion, gingen die Auslieferungen um 13 Prozent auf 56.088 Fahrzeuge zurück – vor allem, weil die Verbrennerversionen von Boxster und Cayman ausgelaufen sind. In Europa ohne Deutschland betrug das Minus 11 Prozent, im Heimatmarkt 7 Prozent.

Der Einbruch in China fällt in eine Phase, in der die EU in Peking um eine Entschärfung des Handelsstreits ringt. Brüssel droht mit Einfuhrquoten und Zöllen auf chinesische Hybridautos, Peking lehnt eine freiwillige Begrenzung seiner Exporte bislang ab. Eine Einigung bei den Hybridautos gilt als möglicher Schritt zur Deeskalation.

Aus Anlegersicht greift der Blick auf neun Monate allerdings zu kurz: Aussagekräftiger sei der Vergleich des dritten Quartals mit dem Vorjahresquartal, lautet ein Einwand. Porsche selbst weist dazu keine eigenen Zahlen aus, sondern spricht lediglich von einer Entwicklung „analog zur Halbjahresbetrachtung“. Die Stimmung zu diesem Punkt bleibt entsprechend nüchtern bis skeptisch.

Der 911 legt um zwölf Prozent zu

Ein Lichtblick ist der Klassiker: Der 911 kam auf 42.217 Auslieferungen, ein Plus von zwölf Prozent. Besonders gefragt waren nach Unternehmensangaben teure GTS-, Turbo- und GT-Varianten. Der Cayenne blieb mit 59.586 Fahrzeugen die stärkste Baureihe, darunter bereits 7.002 Exemplare der seit dem Sommer ausgelieferten Elektroversion. Der Macan dagegen verlor 21 Prozent, der Panamera 35 Prozent und der Taycan 31 Prozent.

Auf Aktionärsseite gilt der 911 als verlässliche Cashcow, deren Marge genug Spielraum lasse, um die Elektrifizierung zu finanzieren. Porsche fahre über alle Antriebsarten hinweg in der Spitzenklasse, heißt es zuversichtlich. Genau diese Abhängigkeit vom Verbrenner sehen Skeptiker jedoch als Kern des Problems.

Der 911 ist zweifelsohne ein tolles Spielzeug. Das Geschäftsmodell Verbrenner halte ich für endlich. Das Ding wird irgendwann im Museum stehen. An eine tragfähige Elektrostrategie bei Porsche glaube ich nicht.

Rückenwind bekommt diese Sorge von einer aktuellen Studie von Allianz Trade: Europas Autobauer hätten ihr Kapital zu lange in die Verbrennertechnik gesteckt, statt früh in Elektrifizierung und Digitalisierung zu investieren. Beim Macan zeigt sich der Umbruch bereits deutlich – die Verbrennervariante läuft seit dem Sommer nicht mehr vom Band, die Elektroversion kam auf 23.029 Auslieferungen. Die Anleger-Stimmung zur Antriebsfrage ist damit klar gespalten.

Sparkurs soll Gewinnschwelle drücken

Der neue Vorstandschef Michael Leiters baut den Konzern unter dem Namen „Sportwagenschmiede ’35“ um: mehr Exklusivität, neue Modelle, aber auch harte Einschnitte. Die Gewinnschwelle soll künftig unter 200.000 verkauften Fahrzeugen liegen, in der Porsche-Heimat fallen rund 9.000 Stellen weg. Die Mutter Volkswagen notiert mit 67,57 Euro rund 0,8 Prozent fester, auch BMW legt um gut 1,3 Prozent zu.

Im Wochenverlauf hat die Porsche-Aktie gut 4 Prozent abgegeben. Charttechnisch orientierte Anleger richten den Blick auf die Marke von 40 Euro, deren Bewährungsprobe am Vormittag nur knapp ausblieb. Ob der Sparkurs die Wende bringen könnte, wird zurückhaltend beurteilt – der Ton schwankt zwischen Vertrauen in die Marke und Zweifel an der Strategie.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,26
Hebel: 19,73
mit starkem Hebel
Ask: 0,64
Hebel: 6,66
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VY038K VK2BGC. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

13:52 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:15 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

11:36 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

10:29 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

9:05 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer