BYD rutscht ab

Konkurrenz und Absatz drücken Kurs 03.11.2025, 12:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

BYD rutscht ab: Konkurrenz und Absatz drücken Kurs
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BYD 11,27 EUR -2,61 % Lang & Schwarz

Verkäufe brechen im Oktober ein

Nach einem rekordträchtigen Sommer mit mehr als 300.000 verkauften Fahrzeugen pro Monat verzeichnete BYD im Oktober 2025 nur noch rund 265.000 Auslieferungen, was einem Rückgang von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders betroffen war das Segment der vollelektrischen Modelle (BEVs), deren Verkäufe um 15 % einbrachen. Die Plug-in-Hybride (PHEVs) hielten sich besser, stiegen aber nur leicht um 3 %.

Laut Medienberichten begründet das Unternehmen den Rückgang mit intensivem Preiswettbewerb auf dem chinesischen Heimatmarkt, der sich durch neue Rabattaktionen von Tesla, XPeng und NIO weiter verschärft habe.
Zudem sei die Nachfrage in einigen Regionen nach der Kürzung staatlicher Förderprogramme abgeflaut.

Margendruck trotz globaler Expansion

BYD, das zuletzt noch Tesla als weltweit größten Hersteller von Elektrofahrzeugen abgelöst hatte, kämpft nun mit schrumpfenden Margen. Der operative Gewinn dürfte laut Schätzungen von Yahoo Finance im dritten Quartal bei rund 9,6 Milliarden Yuan (1,23 Milliarden EUR) liegen – rund 18 % weniger als im Vorquartal.
Die Bruttomarge im Automobilgeschäft fiel von 20,4 % auf 17,8 %, vor allem wegen steigender Materialkosten und anhaltender Preisnachlässe.

Trotzdem bleibt BYD auf Expansionskurs: Das Unternehmen baut derzeit neue Produktionsstätten in Thailand, Mexiko und Ungarn, um seine Exportkapazität deutlich zu erhöhen. Bis Ende 2026 sollen 30 % des Absatzes außerhalb Chinas erzielt werden – aktuell liegt der Anteil bei rund 13 %.
Die internationale Nachfrage entwickelt sich robust: In Europa stiegen die Auslieferungen im dritten Quartal um 41 %, vor allem dank der Modelle Atto 3, Seal und Dolphin.

Bewertung unter Druck

Analysten sehen den jüngsten Kursrutsch vor allem als Folge enttäuschter Erwartungen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 28 % verloren, während der chinesische Elektroautoindex nur um 12 % nachgab.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von aktuell 14,3 erscheint BYD auf den ersten Blick günstig, doch der Bewertungsabschlag reflektiert wachsende Unsicherheit über das Margenpotenzial.

Die Bank of America senkte ihr Kursziel kürzlich von 14,50 EUR auf 12,20 EUR, während Morgan Stanley bei Equal Weight bleibt. Analyst Billy Ng kommentierte: „BYD bleibt ein Qualitätsunternehmen, doch das Preisumfeld in China ist brutal – und das wird vorerst so bleiben.“

Community-Stimmung

Im Börsennews-Forum ist die Stimmung gemischt.
Ein Nutzer schreibt: „Die Zahlen sind schwächer, aber BYD ist kein Einjahres-Play – wer hier verkauft, verschenkt Zukunft.“
Andere sind skeptischer: „So viele neue Fabriken, aber die Nachfrage bricht ein – das ist kein gutes Zeichen.“
Mehrere Anleger betonen, dass der Exportboom und die starke Position im Batteriegeschäft langfristig positive Impulse liefern könnten, während kurzfristig Kursrückgänge als Einstiegschance gesehen werden.
Insgesamt zeigt sich die Community verhalten optimistisch, wenngleich kurzfristige Nervosität dominiert.

Fazit

Mit einem Kurs von 11,11 EUR steht BYD an einem Wendepunkt. Der Rückgang der Inlandsverkäufe zeigt, dass selbst Marktführer im härter werdenden chinesischen Wettbewerb Federn lassen müssen. Gleichzeitig baut der Konzern seine globale Präsenz aus und investiert massiv in neue Produktionskapazitäten. Ob diese Strategie aufgeht, hängt davon ab, ob es BYD gelingt, Margen zu stabilisieren und neue Märkte profitabel zu erschließen.
Für langfristige Anleger bleibt die Aktie spannend – doch Geduld und starke Nerven sind gefragt.

Bn-Redaktion/pl
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