Anzeige
+++Analystenziel fast das Dreifache: Wer ist dieser Hidden Champion?+++
PortfolioPlus
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
Doppelstock-Debakel

Alstom bricht um ein Viertel ein 02.11.2026, 10:39 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Doppelstock-Debakel: Alstom bricht um ein Viertel ein
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© BörsenNEWS.de
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Alstom 11,86 EUR -24,87 % Tradegate
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Verspätete Doppelstockzüge für Baden-Württemberg kosten Alstom seine Jahresziele. Der französische Bahntechnikkonzern rechnet im Geschäftsjahr 2026/27 nur noch mit einer bereinigten operativen Marge von rund 1 Prozent statt der bisher angepeilten 6,5 Prozent. Die Aktie brach daraufhin zeitweise um mehr als 30 Prozent auf knapp 10,90 Euro ein; zuletzt notierte sie bei rund 11,40 Euro und damit knapp 28 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Unter Aktionären herrscht Ernüchterung, auch wenn nicht jeder den Ausverkauf für gerechtfertigt hält.

Coradia Max kommt zwei Jahre zu spät

Auslöser sind gravierende Probleme mit der Nahverkehrsplattform Coradia Max in Deutschland. Erst wenige Tage vor der Prognosesenkung war bekannt geworden, dass die 156 für Baden-Württemberg bestellten Doppelstockzüge nicht wie geplant ab Dezember 2026, sondern frühestens 2028 ausgeliefert werden. Alstom verweist auf unvorhergesehene Schwierigkeiten in der Produktion und im Zulassungsverfahren. Das Landesverkehrsministerium sprach von einem erheblich beschädigten Vertrauen in den Hersteller; bis zur Auslieferung sollen Ersatzfahrzeuge den Betrieb sichern. Im ersten Halbjahr rutschte die bereinigte Marge auf rund minus 4 Prozent, nach plus 6,4 Prozent ein Jahr zuvor.

Für Alstom ist es bereits die zweite Prognosesenkung binnen rund sieben Monaten. Auf Aktionärsseite sorgt das weniger für Überraschung als für Frust: Das eigentliche Problem sei, dass bei dem Konzern seit Jahren kein nennenswerter Gewinn hängen bleibe – eine Bilanz, die gerade langjährige Anteilseigner zermürbt. Der Ton ist entsprechend resigniert.

Statt Geldzufluss 1,5 Milliarden Euro Abfluss

Noch schwerer als die Marge wiegt der Schwenk beim freien Cashflow. Statt eines Überschusses erwartet Alstom nun einen Mittelabfluss von rund 1,5 Milliarden Euro. Der seit April amtierende Konzernchef Martin Sion kündigte Einsparungen sowie einen Abbau der Schulden um rund 2 Milliarden Euro an, um ab dem kommenden Jahr wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Aus Anlegersicht wiegt gerade diese Kombination aus Margeneinbruch und Geldabfluss schwer – zumal sie den Konzern mitten in einer Phase trifft, in der er Schulden abbauen muss.

Dazu noch die Gewinn Prognose auf 1% gesenkt (…), braucht man doch nichts schön zu reden. Da ist meiner Meinung nach nichts übertrieben!

Ganz einhellig fällt das Urteil allerdings nicht aus. Dem steht die Einschätzung gegenüber, der Kurssturz sei fundamental übertrieben, weil Alstom in einer zukunftsträchtigen Branche tätig sei. Der Grundton bleibt dennoch skeptisch; die Gegenposition setzt vor allem auf den langfristigen Bedarf an Schienenfahrzeugen.

Branchenwerte bleiben weitgehend verschont

Dass der Markt die Probleme als hausgemacht einstuft, zeigt der Blick auf die Branche. Der Bremsenhersteller Knorr-Bremse gab lediglich knapp 1 Prozent auf rund 89,55 Euro nach, der Schweizer Zugbauer Stadler Rail verlor gut 1 Prozent auf 34,65 Euro. Stadler hat im Jahresverlauf deutlich zugelegt, während sich der Kurs von Alstom innerhalb von zwölf Monaten fast halbiert hat.

Genau an diesem Punkt setzt die Skepsis an: Volle Auftragsbücher allein trügen den Kurs nicht, wenn an den Aufträgen kein Geld verdient werde, lautet der Einwand mit Verweis auf den spanischen Zughersteller Talgo, der trotz Rekordaufträgen an der Börse unter Druck geraten sei. Ob Alstom mit Sparprogramm und Schuldenabbau die Wende gelingt, dürfte sich frühestens im kommenden Geschäftsjahr zeigen. Bis dahin bleibt die Lieferfähigkeit bei den deutschen Großaufträgen der Maßstab, an dem Anleger den Konzern messen.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 4,52
Hebel: 21,92
mit starkem Hebel
Ask: 1,93
Hebel: 6,15
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: BE1TNQ BE17NS. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

11:42 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

11:32 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

11:14 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

10:48 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:21 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:00 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer