Anzeige
++++++ Nach 600 % mit Moderna!: Cardiol Therapeutics vor Neubewertung! Analysten sehen massives Kurspotential ++++++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Handelsstreit mit China

Brüssel kappt BYD den Hybrid-Ausweg 12.10.2026, 16:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BYD 8,415 EUR -2,53 % Lang & Schwarz
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Chinas Autobauer verlieren ihr wichtigstes Schlupfloch auf dem europäischen Markt. Die EU und Peking haben sich darauf verständigt, die Einfuhr von Hybridfahrzeugen ab Dezember auf rund 350.000 Autos pro Jahr zu begrenzen – die Importe dürften sich damit etwa halbieren. Für BYD kommt der Deckel zur Unzeit: Die Aktie gibt am Nachmittag um knapp 2,5 Prozent auf 8,42 Euro nach und notiert damit nicht weit über ihrem Jahrestief.

Hybride als Umweg um die Strafzölle

Seit 2024 belegt die EU vollelektrische Fahrzeuge aus China mit Strafzöllen. Hersteller wie BYD, SAIC und Chery setzten deshalb zuletzt verstärkt auf Plug-in-Hybride, die davon nicht erfasst waren. Bis August war der Anteil chinesischer Anbieter am europäischen Hybridmarkt auf rund ein Viertel gestiegen. Das neue Kontingent soll vier Jahre gelten und ab dem zweiten Jahr um jeweils 6 Prozent wachsen. Um den Regeln der Welthandelsorganisation zu genügen, gilt die Grenze formal für Hybrid-Importe aus allen Ländern. Peking will mit dem Kompromiss einen breiteren Handelskonflikt mit Brüssel abwenden.

Aus Anlegersicht wiegt der Rückschlag in Europa weniger schwer als der Kampf um Marktanteile in China selbst. Dort nehme BYD etablierten Herstellern wie Volkswagen spürbar Kunden ab und schlage sich im Absatz klar besser als die Konkurrenz. Der Ton dieser Einschätzung ist eher trotzig als besorgt.

Heimatmarkt bricht um 28 Prozent ein

Der Druck aus Brüssel trifft BYD in einer Phase, in der der Heimatmarkt tief in der Krise steckt. Im September brachen die Pkw-Verkäufe in China im Jahresvergleich um 28,1 Prozent auf 1,63 Millionen Fahrzeuge ein – der zwölfte Rückgang in Folge, ausgerechnet zum Auftakt der traditionellen Verkaufshochsaison. Hohe Ölpreise, eine schwache Konsumstimmung und der anhaltende Preiskampf halten Käufer zurück. Umso rasanter wächst das Exportgeschäft: Die Pkw-Ausfuhren legten um gut 73 Prozent auf rund 917.000 Fahrzeuge zu. BYD selbst setzte im September 463.561 Fahrzeuge ab, knapp 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerhalb Chinas hat sich der Absatz mit einem Plus von fast 154 Prozent mehr als verdoppelt.

Unter Anlegern wird diese Verschiebung nüchtern bewertet. Für einen schrumpfenden Heimatmarkt gebe es schlicht zu viele Elektroautobauer, eine harte Auslese sei kaum zu vermeiden.

Li Auto, Nio, BYD, Xpeng usw. – nicht alle werden überleben. Der Markt wird brutal ausgesiebt.

Dass die Sorge nicht allein BYD gilt, zeigt der Blick auf die Konkurrenz: Auch Nio verliert am Nachmittag rund 3,7 Prozent auf 3,09 Euro. Zu diesem Punkt bleibt die Stimmung skeptisch.

Burry stockt auf, die Aktie tritt auf der Stelle

Ein Gegengewicht kommt aus den USA: Investor Michael Burry, bekannt für seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008, hat seine BYD-Position laut einem Portfolio-Update vom 6. Oktober aufgestockt. Er traut dem Konzern zu, zum günstigsten Fahrzeughersteller der Welt zu werden. Wie groß die Position ist, wurde nicht bekannt. An der Börse hat das bislang wenig bewirkt: Binnen eines Jahres hat die Aktie rund 28 Prozent an Wert verloren, im Wochenvergleich kommt sie nicht vom Fleck.

Aus charttechnischer Sicht steht das Papier nach der monatelangen Talfahrt an einer entscheidenden Stelle, heißt es auf Aktionärsseite: Dort träfen eine langfristige Aufwärtstrendlinie und eine wichtige Unterstützungszone aufeinander, erste Indikatoren deuteten auf eine Stabilisierung hin. Daraus speist sich die Hoffnung auf eine baldige Wende. Im Kurs ist davon allerdings noch wenig zu sehen – die Anleger-Stimmung schwankt damit zwischen charttechnischer Zuversicht und Ernüchterung über die lange Durststrecke.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 3,43
Hebel: 19,08
mit starkem Hebel
Ask: 8,33
Hebel: 7,56
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MR1JX2 MR6M57. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer