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Hauptversammlung

BYD-Aktie rutscht Richtung Jahrestief ab 29.09.2026, 09:26 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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BYD 8,567 EUR -2,11 % Quotrix Düsseldorf
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Papiere von BYD geraten am Dienstagmorgen spürbar unter Druck. Bei Lang & Schwarz verlor die Aktie bis gegen 9.20 Uhr 3,2 Prozent auf 8,47 Euro, das Tagestief lag bei 8,39 Euro. Damit entwickelt sich der chinesische Elektroautobauer klar schwächer als der Gesamtmarkt – unter Aktionären ist der Ton entsprechend gereizt.

Außerordentliches Aktionärstreffen ohne Rückenwind

Für den Konzern steht an diesem Dienstag eine außerordentliche Hauptversammlung an. Auf der Tagesordnung stehen Satzungsänderungen, die Wahl von Führungskräften sowie der Start eines sogenannten Asset-Pool-Geschäfts mit externen Garantien. Einen positiven Kursimpuls liefert das Treffen bislang nicht. Der breite Markt gab dagegen nur wenig nach: Der Hang-Seng-Index in Hongkong schloss 0,3 Prozent tiefer, der CSI-300-Index der Festlandbörsen legte sogar um 0,1 Prozent zu. Belastet wurden die asiatischen Börsen vor allem von steigenden Ölpreisen und Anleiherenditen.

Aus Anlegersicht trifft der Rücksetzer allerdings nicht BYD allein. Auch andere chinesische Elektroauto-Werte wie Li Auto, Xiaomi und XPeng stünden deutlich im Minus – eher ein Branchenabschlag also als eine Reaktion auf die Tagesordnung des Aktionärstreffens. Die Stimmung zu diesem Punkt bleibt gedrückt.

Jahrestief rückt näher und Sensorik wird zum Streitpunkt

Im Wochenverlauf hat die Aktie rund sechs Prozent abgegeben, binnen zwölf Monaten sind es knapp 30 Prozent. Das Jahrestief bei 8,16 Euro liegt nur noch knapp vier Prozent unter dem aktuellen Kurs. Charttechnisch orientierte Anleger rechnen damit, dass die Tiefstände der vergangenen zwei Jahre bald auf die Probe gestellt werden könnten.

Zusätzlichen Gesprächsstoff liefert auf Aktionärsseite ein Vergleichstest, der die Fahrassistenz-Sensorik mehrerer Hersteller unter schwierigen Bedingungen untersucht hat.

[…] Darin wird die Alltagstauglichkeit der Sensorik verschiedener Hersteller bei unterschiedlichen Bedingungen wie Nebel, Gegenlicht und Regen getestet. BYD sah da nicht gut aus.

Dem wird entgegengehalten, das getestete Modell stamme aus einer älteren Generation; mit dem inzwischen verbauten LiDAR-System habe der Hersteller die Schwächen bei schlechtem Wetter gezielt angegangen. Zudem wird auf Bestnoten im Euro-NCAP-Crashtest für mehrere in Europa angebotene Modelle verwiesen. Skeptiker erinnern dagegen daran, dass schon die Vorstellung des Assistenzsystems „God's Eye“ den Kurs zunächst beflügelt habe, bevor schwächere Absatzzahlen die Erholung wieder aufzehrten. Die Einschätzungen zu diesem Punkt fallen gespalten aus.

Bewertung im Vergleich mit deutschen Herstellern

Parallel richtet sich der Blick auf die deutsche Konkurrenz: BMW lädt am Dienstag zum Kapitalmarkttag, die Aktie notiert 0,8 Prozent tiefer bei 55,18 Euro. Auf Anlegerseite wird dieser Vergleich gern bemüht – mit unterschiedlichem Ergebnis. Die deutschen Hersteller hätten seit Jahresbeginn noch erheblich stärker verloren als BYD, lautet ein Argument; wer über den Kurs der Chinesen spotte, verkenne die Lage der heimischen Autoindustrie. Dass der Markt BYD gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis deutlich höher bewertet als die deutschen Wettbewerber, gilt aus dieser Sicht als Vertrauensbeweis. Hinzu kommt der Verweis auf ein weiter wachsendes Produktionsnetz, etwa ein neues Werk für Blade-Batterien der zweiten Generation.

Der Einwand der Gegenseite: Bei den deutschen Herstellern gebe es zumindest eine ansehnliche Dividende, bei BYD dagegen vor allem Kursverluste und nur eine geringe Ausschüttung. Die Anleger-Stimmung pendelt damit zwischen Frust über den Kursverfall und Vertrauen in das Wachstum des Konzerns. Ob die Beschlüsse der Hauptversammlung neue Impulse liefern könnten, dürfte sich erst in den kommenden Tagen zeigen; im Blick bleiben zudem die Absatzzahlen für September.

Bn-Redaktion/sb
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