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Kursverluste

BYD-Aktie fällt am Tag der Hauptversammlung 29.09.2026, 09:43 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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BYD 8,539 EUR -2,22 % Tradegate
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BYD-Papiere haben am Dienstag in Hongkong rund drei Prozent verloren und notierten zuletzt bei 75,54 Hongkong-Dollar. Damit schnitt der Elektroautobauer ausgerechnet am Tag seiner außerordentlichen Hauptversammlung deutlich schwächer ab als der Gesamtmarkt. Unter Aktionären ist der Ton gedrückt, die Einschätzungen gehen jedoch weit auseinander.

Schwaches Umfeld für Autowerte aus China

Die asiatischen Börsen standen erneut unter dem Eindruck steigender Ölpreise und anziehender Anleiherenditen. Der Hongkonger Leitindex Hang Seng gab rund 0,5 Prozent nach – BYD verlor ein Vielfaches davon und rutschte mit einem Tagestief von 75,17 Hongkong-Dollar in die Nähe der Marke von 75 Hongkong-Dollar.

Aus Anlegersicht handelt es sich dabei weniger um ein BYD-spezifisches Problem: Auch andere chinesische Elektroauto-Hersteller hätten zum Handelsstart spürbar nachgegeben, wird angemerkt. Auch der Blick auf den Chart fällt nüchtern aus: Die Kurslücke zum Zwei-Jahrestief sei bereits geschlossen, als Nächstes könnte ein Test dieses Tiefs anstehen. Die Stimmung zu diesem Punkt bleibt angespannt.

Hauptversammlung trifft auf schwächere Zahlen

Auf der Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung stehen Änderungen der Unternehmensführung sowie ein neues Geschäftsfeld rund um einen Vermögenspool, dessen Details bislang offen sind. Den Hintergrund bilden durchwachsene Zahlen: Im ersten Halbjahr sank der Umsatz um rund sieben Prozent auf 344,8 Milliarden Yuan, der Nettogewinn fiel um gut 20 Prozent auf 12,3 Milliarden Yuan. Im August ging der Absatz in China um gut 14 Prozent zurück, während das Auslandsgeschäft um mehr als 130 Prozent zulegte und bereits über 40 Prozent der Verkäufe ausmachte.

Auf Aktionärsseite wird die Kursschwäche vor allem mit dem Absatz in Verbindung gebracht: Nach der Euphorie um das Fahrassistenzpaket „God's Eye“ sei der Kurs zwar zunächst kräftig gestiegen, die nachlassenden Verkaufszahlen hätten die Gewinne aber wieder aufgezehrt. Die Bewertung der Lage fällt gespalten aus. Bemängelt werden eine geringe Dividende und die Aktiensplits der Vergangenheit. Dem wird entgegengehalten, dass deutsche Hersteller im laufenden Jahr noch deutlich stärker an Wert verloren hätten – ein Hinweis auf BMW, dessen Aktie vor dem heutigen Kapitalmarkttag knapp ein Prozent auf 54,96 Euro nachgab. Der Markt bewerte BYD zudem weiterhin mit einem erheblichen Aufschlag gegenüber der deutschen Konkurrenz, so das Gegenargument.

Älterer Sicherheitstest wieder im Gespräch

Zusätzlich rückte ein Test des ADAC aus dem April wieder in den Blick. Darin reagierte das Notbremssystem des BYD Seal bei Starkregen und dichtem Nebel nahezu gar nicht, ohne dem Fahrer eine Sensorstörung zu melden. Am besten schnitt der Mercedes CLA ab. Unter Anlegern wird das Ergebnis als Beleg für Schwächen der Sensorik gelesen.

Darin wird die Alltagstauglichkeit der Sensorik verschiedener Hersteller bei unterschiedlichen Bedingungen wie Nebel, Gegenlicht und Regen getestet. BYD sah da nicht gut aus.

Dem steht der Einwand gegenüber, das getestete Fahrzeug entspreche einem älteren Modellstand; neuere Versionen seien bei den Assistenzsystemen technisch nachgerüstet worden. Zudem wird an die Höchstwertung von fünf Sternen erinnert, die mehrere BYD-Modelle im Crashtest von Euro NCAP erhalten haben – wobei dieser Test die passive Sicherheit und nicht das Verhalten der Assistenten bei schlechtem Wetter bewertet. Die Anleger-Stimmung schwankt damit zwischen Sorge um das Image in Europa und dem Vertrauen darauf, dass das Wachstum im Ausland die Schwäche im Heimatmarkt ausgleichen könnte.

Bn-Redaktion/sb
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