Krise im Werk

Fords Rückschlag mit E-Mobilität 24.10.2025, 13:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Krise im Werk: Fords Rückschlag mit E-Mobilität
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Ford Motor 11,62 EUR -0,04 % Baader Bank

Brand bei Novelis – Milliardenbelastung für Ford

In der Nacht zum 20. Oktober kam es im Novelis-Werk in Oswego (New York) zu einem schweren Brand, der die Versorgung mehrerer US-Automobilhersteller unterbrach.
Für Ford bedeutet das laut Bloomberg einen möglichen Gewinnrückgang von bis zu 2 Milliarden USD im Geschäftsjahr 2025, da wichtige Aluminiumteile für Modelle wie den F-150 Lightning und den Mustang Mach-E fehlen.
Das Unternehmen arbeitet derzeit an alternativen Lieferketten, doch die Produktionsdrosselung dürfte bis Anfang 2026 spürbar bleiben.

„Wir konzentrieren uns auf Stabilität und Sicherheit, bevor wir wieder hochfahren“, so CFO Sherry House. Die Aktie reagierte am Freitag zunächst mit einem Rückgang von 3 %, stabilisierte sich jedoch wieder über 11 USD, nachdem das Management versicherte, dass der langfristige Ausblick intakt bleibe.

Elektrosparte bleibt defizitär

Ford bleibt im Zukunftsmarkt E-Mobilität weiter im Umbruch.
Das EV-Segment verzeichnete im dritten Quartal einen operativen Verlust von 1,4 Milliarden USD, womit sich der Gesamtverlust 2025 bislang auf über 3,5 Milliarden USD summiert.
Der Umsatz der Elektrosparte stieg zwar leicht auf 2,9 Milliarden USD, doch die hohen Produktionskosten und Rabattaktionen belasten die Marge.

Konzernchef Jim Farley kündigte an, die Strategie zu überarbeiten:
„Wir müssen smarter skalieren, nicht einfach nur schneller.“ Künftig soll stärker auf Hybridmodelle und Softwarelösungen gesetzt werden. Der Fokus liege auf Profitabilität statt Volumen – ein Kurswechsel, den Anleger wohlwollend aufnehmen.

Trotz Rückschlägen: Solide Gesamtergebnisse

Im Konzernverbund lief es besser: Der Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal auf 45,2 Milliarden USD (plus 4 % gegenüber Vorjahr), das bereinigte operative Ergebnis lag bei 2,7 Milliarden USD.
Das entspricht einer Marge von 6 %, leicht über den Erwartungen von Analysten.

Auch die Dividendenpolitik bleibt stabil: Ford bestätigte eine Quartalsdividende von 0,15 USD je Aktie, was einer Rendite von rund 5,3 % entspricht. Der freie Cashflow lag bei 1,1 Milliarden USD – trotz der Sonderbelastung durch den Brand.

Laut Medienberichten sehen Analysten den fairen Wert der Aktie bei rund 13 USD (etwa 12 EUR), was ein moderates Aufwärtspotenzial signalisiert. Das Kursziel von J.P. Morgan wurde zuletzt auf 12,50 USD bestätigt, mit dem Verweis auf „stabile Nachfrage im US-Truck-Segment“.

Strukturelle Herausforderungen

Dennoch bleibt Ford in einem Spannungsfeld:
Einerseits wachsen die Verluste in der E-Mobilität, andererseits ist der Verbrennerbereich nach wie vor profitabel. Das Unternehmen steht vor der Aufgabe, den Spagat zwischen Tradition und Transformation zu meistern – und das in einem Umfeld steigender Zinsen, hoher Energiekosten und harter Konkurrenz von Tesla, Rivian und BYD.

Community-Stimmung

Im Börsennews-Forum zeigt sich die Stimmung geteilt:
Ein Nutzer schreibt: „Der Brand ist ärgerlich, aber kein Beinbruch – Ford hat Substanz.“
Ein anderer meint: „E-Autos verbrennen weiter Geld – ich bleibe bei Dividende und Geduld.“
Viele Anleger loben die solide Bilanz, zeigen sich aber frustriert über die schleppende Wende der Elektrosparte.
Insgesamt: verhalten optimistisch, mit Fokus auf Stabilität und langfristige Erholung.

Fazit

Mit einem Kurs von 11,10 EUR bleibt Ford ein klassischer Turnaround-Kandidat.
Der Brand bei Novelis ist ein Rückschlag, doch das Unternehmen zeigt Widerstandskraft und Kostendisziplin.
Die Transformation zur E-Mobilität bleibt ein Marathon, kein Sprint – doch wer auf Dividendenstärke und strategische Kontinuität setzt, könnte in der aktuellen Schwächephase einen Einstiegszeitpunkt finden.

Bn-Redaktion/pl
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