Made in Germany

Börse unter Strom: Diese Signale lassen Anleger jetzt aufhorchen 06.02.2026, 13:46 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Made in Germany: Börse unter Strom: Diese Signale lassen Anleger jetzt aufhorchen
© Bild von Felix Wolf auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Lanxess 19,43 EUR -1,79 % Lang & Schwarz
Siemens 248,03 EUR +1,32 % Lang & Schwarz
DAX 24.620,30 PKT +0,64 % Ariva Indikation
Scout24 74,35 EUR -0,37 % TTMzero RT
BASF 48,17 EUR -1,57 % TTMzero RT
Evonik Industries 14,92 EUR +2,23 % L&S Exchange
Wacker Chemie 75,65 EUR +0,60 % Quotrix Düsseldorf

Industrie, Qualität und Exportmacht als stabiles Fundament
Hohe Kosten, Bürokratie und internationaler Konkurrenzdruck prägen derzeit das Bild der deutschen Wirtschaft. Dennoch bleibt ihre Stellung auf den Weltmärkten bemerkenswert robust. „'Made in Germany' bedeutet hohe Qualität, hohe Innovationen, starke Kundenorientierung und begleitende Serviceleistungen“, sagt Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders der Maschinenbau, die Autoindustrie, die Spezialchemie, die Pharmabranche, die Medizintechnik sowie Teile der Elektroindustrie zählen nach wie vor zu den Kernstärken. Nach Warenwert dominierten 2024 Kraftwagen und -teile die Ausfuhren, gefolgt von Maschinen und chemischen Erzeugnissen. In rund 180 von 5.300 Warengruppen liegt der deutsche Anteil am Weltexport bei mindestens 30 Prozent, bei einzelnen Schmerzmitteln sogar bei über 90 Prozent. Zwar waren es 2010 noch 240 Warengruppen, doch die verbliebene Exportdominanz unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Anbieter – trotz zunehmenden Preisdrucks aus China, wo Produkte teils 50 Prozent günstiger angeboten werden.

Innovation, Forschung und Mittelstand als Wachstumstreiber
Neben industrieller Stärke bleibt die Innovationsbasis ein zentraler Vorteil. „Deutschland ist immer noch ein extrem starkes Forschungsland“, betont Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management. Besonders in der Medizintechnik, bei Patenten im Bereich Künstliche Intelligenz und in der Grundlagenforschung ist Deutschland international führend. Diese Stärke spiegelt sich auch in der Gründungsdynamik wider: 3.568 Start-ups wurden 2025 neu gegründet – ein Rekordwert, vor allem in den Bereichen Software, Medizin und Lebensmittel. Gleichzeitig wandelt sich die Industrie zunehmend zum Dienstleister: Wartung, Beratung und kundenspezifische Lösungen gewinnen an Bedeutung. „Gerade im Mittelstand gibt es immer noch sehr viele Weltmarktführer“, erklärt Ökonom Martin Lück von Macro Monkey. Entscheidend bleibt jedoch, dass aus Forschung marktfähige Produkte entstehen. Fehlende Anschlussfinanzierung und hohe regulatorische Hürden bremsen diesen Prozess – dennoch gilt das enge Zusammenspiel von Industrie, Forschung, dualer Ausbildung und spezialisiertem Mittelstand weiterhin als eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft.

DAX zwischen Nervosität und Einzelchancen
Auch an der Börse spiegelt sich die widersprüchliche Lage der deutschen Wirtschaft wider. Der DAX verlor zuletzt 0,7 Prozent und schloss bei 24.603 Punkten, belastet vor allem durch die anhaltend schwache Stimmung im Technologiesektor. „Kurzfristig wird KI für den DAX vom Segen zum Fluch“, sagt Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. Anleger blickten nervös auf die Marke von 25.000 Punkten, nachdem der Index bei hohen Umsätzen einen Fehlausbruch gezeigt habe. Während Tech-Werte wie Scout24 zeitweise fast sechs Prozent einbüßten und auch Siemens nachgab, sorgten politische Signale für Bewegung in anderen Branchen: Berichte über eine mögliche Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate in der EU ließen Chemiewerte kräftig steigen. BASF gewann rund vier Prozent, Brenntag setzte sich an die DAX-Spitze, auch Evonik, Lanxess und Wacker Chemie legten deutlich zu. Der Aktienmarkt bleibt damit von Unsicherheit geprägt – zeigt aber zugleich, dass selektive Impulse einzelne Sektoren weiterhin klar antreiben können.

Darüber diskutieren unsere Nutzer
In der Community prallen die Erwartungen derzeit deutlich aufeinander: Einige verweisen auf starke internationale Märkte und sprechen von verpassten Chancen, andere warnen vor einer klassischen Bullenfalle und einem möglichen Rücksetzer. Immer wieder stellt sich die Frage, ob die jüngsten Kursbewegungen auf echter wirtschaftlicher Stärke beruhen oder eher von kurzfristiger Euphorie getragen sind. Während Optimisten weiteres Aufwärtspotenzial sehen, bleiben Skeptiker misstrauisch und fragen, wo der große Absturz bleibt. Genau diese Spannung zwischen Hoffnung und Zweifel prägt aktuell die Diskussion unter Anlegern. Diskutieren Sie jetzt mit.

Bn-Redaktion/ar
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