Michael Leiters übernimmt

Anleger reagieren verhalten 19.10.2025, 15:05 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Michael Leiters übernimmt: Anleger reagieren verhalten
© Symbolbild von Anatol Rurac auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 89,55 EUR -0,72 % Lang & Schwarz
Porsche AG 37,74 EUR +0,64 % Lang & Schwarz

Führungswechsel als Neustartsignal

Mit Wirkung zum Jahresende übernimmt Michael Leiters die Führung der Porsche AG. Der 53-Jährige gilt als Technologieexperte, der in Maranello und Woking wesentliche Entwicklungen in Hybrid- und Elektrosystemen verantwortete. Analysten sehen in seiner Ernennung eine Chance, Porsches E-Mobilitätsstrategie zu beschleunigen, die zuletzt ins Stocken geraten war.
Vor allem das Elektro-Flaggschiff Taycan steht unter Druck: Die Absätze lagen 2024 mit rund 40.600 Einheiten knapp 12 % unter dem Vorjahr. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz – insbesondere durch Tesla und Lucid im Luxussegment, aber auch durch Newcomer wie Nio und BYD.

Kurs und Bewertung – Luxus mit Delle

Die Porsche-Aktie verlor seit Jahresbeginn über 18 % und notiert damit nahe dem Tiefststand seit dem DAX-Ausstieg 2025.
Laut einer Analyse von Simply Wall St. liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis aktuell bei 10,4, was im Vergleich zu Luxuskonkurrenten wie Ferrari (P/E ≈ 45) günstig erscheint – allerdings spiegelt es auch Margen- und Wachstumszweifel wider. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2025 nur leicht auf 21,4 Mrd. EUR, während die operative Marge von 18,2 % auf 16,9 % zurückging.

Analysten von Morgan Stanley und Deutsche Bank bewerten die Aktie derzeit neutral, mit Kurszielen zwischen 45 € und 50 €. Hoffnung macht die geplante Modelloffensive: Der Macan EV soll 2026 kommen, gefolgt vom rein elektrischen 718 Cayman/Boxster.

Spannung im VW-Konzern

Der Rücktritt von Blume als Porsche-CEO wird in Branchenkreisen auch als Entflechtung interner Machtstrukturen gesehen. Während VW mit Elektromarken wie Audi und Cupra kämpft, soll Porsche eigenständiger agieren und sich stärker auf Profitabilität konzentrieren.
Ein weiterer Punkt sorgt für Schlagzeilen: Laut PK Revenue erwägt Rimac, bei Bugatti-Rimac die restlichen Porsche-Anteile zu übernehmen. Damit könnte Stuttgart einen Teil seiner High-Performance-Beteiligung verlieren – ein Schritt, der kurzfristig Geld brächte, aber langfristig Innovationspotenzial kosten könnte.

Expansion und neue Märkte

Parallel investiert Porsche in Nordamerika und Indien, um seine geografische Abhängigkeit von Europa zu verringern.
In den USA plant das Unternehmen ein neues Zentrum in Pittsburgh, das Kundenservice und Elektromobilität verbinden soll. In Indien erwägt Porsche laut Economic Times den Aufbau lokaler Strukturen für den Vertrieb elektrifizierter Modelle, um der wachsenden Nachfrage nach Premiumfahrzeugen gerecht zu werden.

Community-Stimmung

Im Börsennews-Forum wird die Personalie Leiters kontrovers diskutiert.
Ein Nutzer schreibt: „Endlich jemand mit echter Auto-DNA, kein Konzernbürokrat.“
Ein anderer skeptisch: „Egal wer lenkt, ohne VW-Rückenwind wird Porsche nicht fliegen.“
Mehrere Stimmen loben Leiters’ technische Expertise, warnen jedoch vor kurzfristigen Kursschwankungen: „Solange Margen und Absätze rückläufig sind, bleibt’s holprig.“
Insgesamt überwiegt vorsichtiger Optimismus – viele Anleger sehen den Führungswechsel als überfälligen Schritt, der neue Dynamik bringen könnte.

Fazit

Mit einem Kurs von 42,71 EUR bleibt Porsche AG unterbewertet, aber in einem sensiblen Übergang. Der Führungswechsel könnte den Weg für eine klarere Strategie ebnen – weg von Abhängigkeiten, hin zu Innovation und Markenstärke.
Kurzfristig dürfte die Aktie volatil bleiben, langfristig entscheidet, ob Leiters die Balance zwischen Luxusimage, Profitabilität und E-Mobilitätswandel findet. Porsche hat das Potenzial, wieder Fahrt aufzunehmen – doch der Motor muss jetzt zuverlässig anspringen.

Bn-Redaktion/pl
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