BioNTech WKN: A2PSR2 ISIN: US09075V1026 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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23. Mai 2026, 12:58 Uhr, Lang & Schwarz
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Kommentare 666.583
forza.sempre
forza.sempre, Freitag 16:33 Uhr
1

Die Skepsis von Bernstein beruht auf einem historischen Trauma der Onkologie: Frühere Versuche, PD-L1 und VEGF als separate Medikamente zu kombinieren, zeigten zwar oft frühe Tumorverkleinerungen, scheiterten aber letztlich am Gesamtüberleben aufgrund der hohen systemischen Toxizität. Bernstein hat diese alte Schablone einfach auf BNT327 gelegt. Der Markt realisiert aber gerade durch die neuen ASCO-Daten den entscheidenden Unterschied: Pumitamig ist ein bispezifischer Antikörper. Es ist eine einzige, elegante Molekülstruktur, die lokal direkt im Tumormikromilieu wirkt und genau dieses alte Toxizitäts-Problem umgeht. Bernstein bewertet eine neue Technologie mit den Misserfolgen von gestern.

Heute liest die WS aber scheint’s eher Bernstein als die Abstracts der ASCO 🤷‍♂️
forza.sempre
forza.sempre, Freitag 16:28 Uhr
0

Diese Art der skalierten Hochrechnungen hatten wir in der Vergangenheit zu Genüge und ich bin früher auch so vorgegangen um einen gewissen Kurs bestimmen zu können. Das klappt nicht. Das funktioniert nicht in der Biotech-Welt in der jede Tag bedeuten könnte das Projekte / Studien abgesagt werden und keinen Mehrwert bringen. Wir haben Kapital das tagtäglich schmilzt. Leider bin ich davon ausgegangen das das Unternehmen expandiert weil es genau abschätzen kann wann es mit weitere Produkten weitergeht, ansonsten wäre diese völliger Unsinn und würde zu Schließung führen. Genau das ist eingetreten. Zusätzlich sind die Gründer weg. Das Unternehmen hat weiterhin lediglich 1x marktreifes Produkt. Warum sollte der Kurs also überhaupt hochgehen?

Du hast ja recht, das mit dem Kurs dauert ewig. Aber liegts am Unternehmen oder an den Realitäten onkologischer Studien? Es sind dagegen eben Peanuts, eine EINZIGE! mRNA zu entwickeln, womit der Körper Teile des Spike-Proteins bildet, wogegen das Immunsystem wiederum Antikörper bildet, während es eben Jahre dauert, bis sich von P1 bis P3 substantielle Effekte eines onkologischen Medikaments zeigen.
forza.sempre
forza.sempre, Freitag 16:23 Uhr
0

Dann liest du nicht richtig, ich lese immer wieder Paragraf 186 ... und ja, ich empfinde das als denunzierend. "Du rechnest dir die Welt schön" ist ebenso herablassend. Aber anscheinend empfinden wir das Geschriebene anders, was mir eigentlich egal ist. 😁

Stimmt, in diesen Punkten hast du wieder recht. Diese Polemik hatte ich auch bei @nitroxid schon kritisiert.
SKYNET101
SKYNET101, Freitag 16:19 Uhr
0
Diese Art der skalierten Hochrechnungen hatten wir in der Vergangenheit zu Genüge und ich bin früher auch so vorgegangen um einen gewissen Kurs bestimmen zu können. Das klappt nicht. Das funktioniert nicht in der Biotech-Welt in der jede Tag bedeuten könnte das Projekte / Studien abgesagt werden und keinen Mehrwert bringen. Wir haben Kapital das tagtäglich schmilzt. Leider bin ich davon ausgegangen das das Unternehmen expandiert weil es genau abschätzen kann wann es mit weitere Produkten weitergeht, ansonsten wäre diese völliger Unsinn und würde zu Schließung führen. Genau das ist eingetreten. Zusätzlich sind die Gründer weg. Das Unternehmen hat weiterhin lediglich 1x marktreifes Produkt. Warum sollte der Kurs also überhaupt hochgehen?
Vanilla2.0
Vanilla2.0, Freitag 16:01 Uhr
1

Sorry, aber der Post von @Dimoxinil war zu jedem Punkt kurz, konkret und konstruktiv, nicht beleidigend oder blind negativ. Ich finde, Rede und gegebenenfalls eben auch Gegenrede ist doch eines der zentralen Ziele eines Forums. Ich find’s prima so.

Dann liest du nicht richtig, ich lese immer wieder Paragraf 186 ... und ja, ich empfinde das als denunzierend. "Du rechnest dir die Welt schön" ist ebenso herablassend. Aber anscheinend empfinden wir das Geschriebene anders, was mir eigentlich egal ist. 😁
Mario0815
Mario0815, Freitag 16:01 Uhr
0

Sorry, aber der Post von @Dimoxinil war zu jedem Punkt kurz, konkret und konstruktiv, nicht beleidigend oder blind negativ. Ich finde, Rede und gegebenenfalls eben auch Gegenrede ist doch eines der zentralen Ziele eines Forums. Ich find’s prima so.

Versuch es nicht bei ihm, vergebene Zeit, es gibt nur die positive Meinung und nichts anderes.
forza.sempre
forza.sempre, Freitag 16:00 Uhr
2

Das sehe ich nicht so. Während der Eine seinen Standpunkt zu Biontech vertritt, versucht der Andere diesen durch seine Sicht zu Biontech zu degradieren. Das ist ein großer Unterschied.

Sorry, aber der Post von @Dimoxinil war zu jedem Punkt kurz, konkret und konstruktiv, nicht beleidigend oder blind negativ. Ich finde, Rede und gegebenenfalls eben auch Gegenrede ist doch eines der zentralen Ziele eines Forums. Ich find’s prima so.
Mario0815
Mario0815, Freitag 15:45 Uhr
0

Das sehe ich nicht so. Während der Eine seinen Standpunkt zu Biontech vertritt, versucht der Andere diesen durch seine Sicht zu Biontech zu degradieren. Das ist ein großer Unterschied.

Im Gegensatz zu dir, lässt er auch andere Meinungen zu. 😉😉
Mario0815
Mario0815, Freitag 15:43 Uhr
0

Ich find's einfach so witzig, wie Dimoxinil die ganze Zeit versucht Artikel 14 ans Bein zu pinkeln und der mal gar nicht darauf reagiert. 😂 Großartig! 🥳

Vielleicht weil er ihn schon lange auf der Igno List hat. Checker
Vanilla2.0
Vanilla2.0, Freitag 15:35 Uhr
0

Ich bin @Artikel14 und auch dir dankbar für Eure Mühen. 👏🏻👏🏻👏🏻 Ich finde deine Einwände schlüssig, und dennoch kann @Artikel14 am Ende recht haben, du bist nur wesentlich weniger euphorisch. Ich denke, jede/r hier kann sich seinen Setpoint zwischen euren Polen aussuchen. Da dürfen wir uns glücklich schätzen, meine ich ernst. Zu Punkt 6 würde ich widersprechen: wenn die Gründer jetzt ein eigenes Unternehmen gründen, brauchen sie ihre Kohle jetzt, 2030 hilft sie ihnen nicht. Und wenn vom Vorstand jemand denkt, bis 2028 sind Waffen und KI besser, dann sind Sie anlegerisch ja eher bei dir, isn‘t? (Ich meine damit die KI)

Das sehe ich nicht so. Während der Eine seinen Standpunkt zu Biontech vertritt, versucht der Andere diesen durch seine Sicht zu Biontech zu degradieren. Das ist ein großer Unterschied.
forza.sempre
forza.sempre, Freitag 15:25 Uhr
0

Die Rechnung wirkt auf den ersten Blick beeindruckend, aber sie basiert auf mehreren Annahmen, die in der aktuellen Realität von BioNTech nicht haltbar sind. 1) Cashbestand: Die 16,8 Mrd. € sind korrekt — aber bei einem Cashburn von über 2 Mrd. € pro Jahr ist das kein stabiler Boden, sondern ein schmelzender Block. Eine statische Betrachtung ignoriert die Dynamik. 2) Patente: Das mRNA‑IP pauschal mit über 2 Mrd. € anzusetzen, während BioNTech gleichzeitig Forschung auslagert, Kapazitäten abbaut und die Gründer neue Firmen gründen, ist eine theoretische Bewertung — keine marktorientierte. 3) Autolus: Eine abgeschriebene Beteiligung bei 1,38 USD Kurs mit Analystenzielen wieder hochzurechnen, ist Spekulation. Analystenziele sind keine Vermögenswerte. 4) Pipeline‑rNPV: Die rNPV‑Werte setzen voraus, dass mehrere Programme erfolgreich sind, obwohl es weder klare Phase‑3‑Timelines noch BLA‑Pläne gibt. Die HV‑Antworten zeigen eher Verzögerungen als Beschleunigung. 5) Doppelzählungen: IP‑Werte, Pipeline‑Werte, InstaDeep‑Effekte und DualityBio‑Programme werden teilweise mehrfach berücksichtigt. Eine Sum‑of‑the‑Parts‑Bewertung funktioniert nur ohne Überlappungen. 6) Marktverhalten: Wenn der fundamentale Wert wirklich bei 155 € läge, würden Insider, Gründer und Institutionelle kaufen. Stattdessen sehen wir Verkäufe, Stellenabbau und Diversifikation der Gründer. Fazit: Die Rechnung ist ein theoretisches Modell mit vielen optimistischen Annahmen. Die Realität 2026 — Cashburn, fehlende Phase‑3‑Transparenz, Pipeline‑Streckung, Gründer‑Move — spricht eine andere Sprache.

Ich bin @Artikel14 und auch dir dankbar für Eure Mühen. 👏🏻👏🏻👏🏻 Ich finde deine Einwände schlüssig, und dennoch kann @Artikel14 am Ende recht haben, du bist nur wesentlich weniger euphorisch. Ich denke, jede/r hier kann sich seinen Setpoint zwischen euren Polen aussuchen. Da dürfen wir uns glücklich schätzen, meine ich ernst. Zu Punkt 6 würde ich widersprechen: wenn die Gründer jetzt ein eigenes Unternehmen gründen, brauchen sie ihre Kohle jetzt, 2030 hilft sie ihnen nicht. Und wenn vom Vorstand jemand denkt, bis 2028 sind Waffen und KI besser, dann sind Sie anlegerisch ja eher bei dir, isn‘t? (Ich meine damit die KI)
Artikel14
Artikel14, Freitag 15:24 Uhr
3
Noch nicht berücksichtigt: Urteil April 2026: Polen und Rumänien zur Zahlung verurteilt. Das französischsprachige Gericht erster Instanz in Brüssel (Zivilabteilung, IV. Kammer) hat ein Urteil gefällt, wonach Polen und Rumänien Pfizer-Impfstoffe im Gesamtwert von rund 1,9 Milliarden Euro abnehmen und bezahlen müssen. Damit hat das Gericht der Argumentation von Pfizer/BioNTech gefolgt, dass die im Rahmen des EU-Beschaffungsvertrags von 2021 eingegangenen Verpflichtungen weiterhin bindend sind. Polens Premierminister Donald Tusk machte seinen Vorgänger Mateusz Morawiecki für die aktuelle Situation verantwortlich. "Die Regierung Morawiecki hat COVID-Impfstoffe bestellt, die sie nicht erhalten und für die sie nicht bezahlt hat. Polen, und damit wir alle, werden für diese extreme Dummheit der PiS mehr als 6 Milliarden an Strafen zahlen müssen. Und das ist leider kein Aprilscherz", schrieb der polnische Regierungschef. Im Polen/Rumänien-Urteil hat das Brüsseler Gericht die vorläufige Vollstreckbarkeit ausdrücklich angeordnet – das heißt, Rumänien muss trotz angekündigter Berufung zunächst zahlen. Es ist davon auszugehen, dass das Gericht im laufenden Ungarn-Verfahren analog verfahren würde. Cash-Entwicklung: 2021: ca. 1,7 Mrd. € Zahlungsmittel; Gesamtliquidität inkl. Wertpapieren rund 13,9 Mrd. € (Cash-Aufbau-Jahr durch Comirnaty-Hochlauf) 2022: ca. 13,9 Mrd. € Zahlungsmittel; Gesamtliquidität inkl. Wertpapieren rund 22,7 Mrd. € (Peak-Jahr; operativer Cashflow 13.577,4 Mio. €) 2023: ca. 11,7 Mrd. € Zahlungsmittel; Gesamtliquidität inkl. Wertpapieren rund 17,7 Mrd. € (operativer Cashflow 5.371,4 Mio. €) 2024: ca. 9,6 Mrd. € Zahlungsmittel; Gesamtliquidität inkl. Wertpapieren rund 17,4 Mrd. € (operativer Cashflow nur noch 207,7 Mio. €; Nettoverlust 0,7 Mrd. €) 2025: 7,68 Mrd. € Zahlungsmittel + 7,16 Mrd. € kurzfristige Wertpapiere + 2,40 Mrd. € langfristige Wertpapieranlagen = Gesamtliquidität 17,24 Mrd. € Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Umsatzerlöse: 2.000 – 2.300 Adjustierte Forschungs- und Entwicklungskosten: 2.200 – 2.500 Adjustierte Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 700 – 800. Erstaunlich wie gut Biontech damit weiterhin trotz großer wertschöpfender Investitionen in die Pipeline den Cash-Bestand weiterhin sehr stabil halten kann. Neben regelmäßigen BMS-Zahlungen und Umsätzen könnten die Nachzahlungen aus Polen, Rumänien und Ungarn durchaus zur Erhöhung des Cash zum Jahresende führen.
T
TohUtd76, Freitag 15:22 Uhr
1

Ich find's einfach so witzig, wie Dimoxinil die ganze Zeit versucht Artikel 14 ans Bein zu pinkeln und der mal gar nicht darauf reagiert. 😂 Großartig! 🥳

Hab ich mir auch gerade gedacht. Wenn es gut läuft, ist der hoffentlich in ein paar Wochen weg.
Vanilla2.0
Vanilla2.0, Freitag 15:00 Uhr
9
Ich find's einfach so witzig, wie Dimoxinil die ganze Zeit versucht Artikel 14 ans Bein zu pinkeln und der mal gar nicht darauf reagiert. 😂 Großartig! 🥳
D
Dimoxinil, Freitag 14:20 Uhr
0
Und mal ganz ehrlich, Paragraf 186: Ich verstehe ohnehin nicht, was dieser ganze Stress hier soll. Wenn deine Rechnung stimmt und Pumi tatsächlich 70 Milliarden USD im Jahr einspielt, dann läuft das Ding doch ohnehin auf den absoluten Tenbagger und einen vierstelligen Kurs hinaus. Wer so einen Jackpot im Depot hat, lehnt sich entspannt zurück und genießt die Show.
D
Dimoxinil, Freitag 14:10 Uhr
1

[Fortsetzung Teil#2] Das COVID-19-Geschäft ist eindeutig sinkend, aber über Jahre fortlaufend: Die Guidance 2026 wurde auf 2,0–2,3 Mrd. € gesenkt, die BMS-Kollaborationsumsätze bleiben hingegen weitgehend stabil. Mit DCF 2026–2032, einem Decay von 15% p.a. und WACC 9% ergibt sich ein Wert von rund 3,5 Mrd. €, der die Brückenphase finanziert. Beim Block Patente: Der CureVac-Kaufpreis betrug 1,25 Mrd. USD bzw. ca. 1,08 Mrd. €. Da die ursprünglichen BioNTech-eigenen mRNA-Patente (LNP-Formulierungen, Basenmodifikationen, Liefersysteme) mindestens vergleichbar wertvoll sind, setze ich 2 × 1,08 Mrd. € = ca. 2,16 Mrd. € für das gesamte mRNA-IP-Portfolio an. Diese stillen Reserven sind im Anlagevermögen nur teilweise reflektiert. InstaDeep als KI-Tochter (Akquisitionspreis £562 Mio. in 2023) bewerte ich mit rund 0,7 Mrd. €, weil die Plattform proprietäre KI für Target-Discovery liefert und die Erfolgswahrscheinlichkeit der gesamten Pipeline strukturell erhöht. BioTheus trägt über BNT327 hinaus eine Pipeline bispezifischer Antikörper, die ich rNPV-basiert mit rund 1,2 Mrd. € taxiere. Bei den stillen Reserven sind abgeschriebene Produktionskapazitäten, die mRNA-Plattform, Zelltherapie- und ADC-Programme zu berücksichtigen, was ich konservativ mit 1,0 Mrd. € ansetze. Schließlich das Pandemie-Vorsorgegeschäft: Der Pandemiebereitschaftsvertrag mit der deutschen Regierung soll laut Guidance 2026 stabil bleiben, was ich mit rund 1,5 Mrd. € als Real-Option in den DCF einrechne. Als zusätzlichen Baustein ist die Kapitalbeteiligung an Autolus Therapeutics (AUTL) zu berücksichtigen: BioNTech hat im Februar 2024 rund 200 Mio. USD in eine ca. 12%-Beteiligung investiert plus 50 Mio. USD Upfront im Rahmen einer strategischen CAR-T-Kollaboration. Bei aktuellem Kurs um 1,38 USD ist die Position handelsrechtlich weitgehend wertberichtigt, doch der Analysten-Konsens (17 von 18 Kaufempfehlungen, HC Wainwright Kursziel 9 USD) impliziert ein Recovery-Potenzial von 6–7x. Im Basis-Case setze ich konservativ 0,2 Mrd. € an, im Bull-Case wären 0,8–1,0 Mrd. € möglich. DualityBio wird hingegen nicht als separate Beteiligung eingebucht, weil keine Kapitalbeteiligung besteht und die lizenzierten ADC-Programme bereits in der Onkologie-Pipeline (Baustein 4) erfasst sind. Zwischensumme der elf Bausteine in Mrd. €: 16,8 (HV-Stand 31.03.2026) plus 1,5 plus 4,5 plus 6,0 plus 3,5 plus 2,16 plus 0,7 plus 1,2 plus 1,0 plus 1,5 plus 0,2 (Autolus) ergibt rund 39,1 Mrd. €. Geteilt durch 251,3 Mio. ausstehende Aktien ergibt das einen fundamentalen Wert von rund 155,6 € je Aktie im Basis-Case; im Bull-Case mit Autolus-Recovery ergibt sich ein Aufschlag von 2–3 € je Aktie. Diese Zahl liegt damit nahe der unteren Simply-Wall-St-DCF-Spanne von 165–177 € und untermauert eine fundamentale Unterbewertung von ca. 30–45% gegenüber dem aktuellen Kurs von ca. 90–106 USD. Der ausgewiesene Cash-Bestand von 16,8 Mrd. € deckt allein bereits zwei Drittel des Kurses, der BMS-Deal und das verdoppelte mRNA-IP-Portfolio liefern den Hebel nach oben, und die Onkologie-Pipeline mit sechs erwarteten Spätphasen-Datenpunkten 2026 ist beim aktuellen Kurs faktisch geschenkt. Die Autolus-Beteiligung stellt eine zusätzliche, derzeit fast kostenlose Real-Option auf CAR-T-Recovery dar.

Die Rechnung wirkt auf den ersten Blick beeindruckend, aber sie basiert auf mehreren Annahmen, die in der aktuellen Realität von BioNTech nicht haltbar sind. 1) Cashbestand: Die 16,8 Mrd. € sind korrekt — aber bei einem Cashburn von über 2 Mrd. € pro Jahr ist das kein stabiler Boden, sondern ein schmelzender Block. Eine statische Betrachtung ignoriert die Dynamik. 2) Patente: Das mRNA‑IP pauschal mit über 2 Mrd. € anzusetzen, während BioNTech gleichzeitig Forschung auslagert, Kapazitäten abbaut und die Gründer neue Firmen gründen, ist eine theoretische Bewertung — keine marktorientierte. 3) Autolus: Eine abgeschriebene Beteiligung bei 1,38 USD Kurs mit Analystenzielen wieder hochzurechnen, ist Spekulation. Analystenziele sind keine Vermögenswerte. 4) Pipeline‑rNPV: Die rNPV‑Werte setzen voraus, dass mehrere Programme erfolgreich sind, obwohl es weder klare Phase‑3‑Timelines noch BLA‑Pläne gibt. Die HV‑Antworten zeigen eher Verzögerungen als Beschleunigung. 5) Doppelzählungen: IP‑Werte, Pipeline‑Werte, InstaDeep‑Effekte und DualityBio‑Programme werden teilweise mehrfach berücksichtigt. Eine Sum‑of‑the‑Parts‑Bewertung funktioniert nur ohne Überlappungen. 6) Marktverhalten: Wenn der fundamentale Wert wirklich bei 155 € läge, würden Insider, Gründer und Institutionelle kaufen. Stattdessen sehen wir Verkäufe, Stellenabbau und Diversifikation der Gründer. Fazit: Die Rechnung ist ein theoretisches Modell mit vielen optimistischen Annahmen. Die Realität 2026 — Cashburn, fehlende Phase‑3‑Transparenz, Pipeline‑Streckung, Gründer‑Move — spricht eine andere Sprache.
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