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BYD WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
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09:23:08 Uhr,
L&S Exchange
Kommentare 193.817
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Morpheus33,
Sonntag 14:25 Uhr
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Indien und Japan: Spezialnischen und Flottenverträge
In den eher protektionistischen oder technologisch konservativen Märkten Asiens greift BYD über strategische Partnerschaften an.
Indien: Der indische Logistiksektor wächst rasant, leidet aber unter massiver Luftverschmutzung in den Metropolen. BYD besetzt hier vor allem den Markt für elektrische Busse und leichte Lieferfahrzeuge (z.B. für die riesigen E-Commerce-Flotten von Amazon India oder Flipkart).
Japan: Der japanische Nutzfahrzeugmarkt wird traditionell eifersüchtig von Isuzu, Fuso und Hino verteidigt. BYD hat hier jedoch eine perfekte Lücke gefunden: Elektrische Midibusse und kommunale Entsorgungsfahrzeuge. Da japanische Hersteller bei E-Zügen hinterherhinken, greifen japanische Städte und Logistiker vermehrt auf BYD zurück, um ihre Klimaziele zu erreichen.
Die asiatischen Wettbewerber im Nacken
Trotz der enormen Stärke von BYD ist der asiatische Markt kein Selbstläufer. Im Nutzfahrzeugbereich trifft BYD auf extrem aggressive inländische Konkurrenz:
SANY, XCMG und Geely (Farizon): Diese Schwergewichte dominieren aktuell den chinesischen E-Schwerlast-Markt und drängen nun ebenfalls mit Macht nach Südostasien und Europa.
CATL als Zulieferer-Macht: Während BYD seine eigenen Batterien nutzt, beliefert der Marktführer CATL fast alle anderen Lkw-Hersteller mit maßgeschneiderten Ultra-Schnelllade-Batterien für den Fernverkehr.
Fazit für den asiatischen Markt
In Asien hat BYD im Vergleich zu Europa ein Heimspiel unter Turbo-Bedingungen. Während man in Europa noch über Ladeinfrastruktur debattiert, rollen in Asien bereits zehntausende E-Lkw im realen Dauereinsatz. Durch die Eröffnung der neuen Werke in Thailand und Indonesien im Jahr 2026 ist BYD ideal positioniert, um die Logistikflotten von ganz Südostasien zu elektrifizieren. Der Margenvorteil durch die eigene Batterieproduktion greift hier voll durch.
M
Morpheus33,
Sonntag 14:23 Uhr
0
Südostasien (ASEAN): Der neue Produktions-Hub
Südostasien entwickelt sich gerade zum wichtigsten Wachstumsmarkt außerhalb Chinas für BYD. Staaten wie Thailand, Indonesien und Malaysia treiben die Dekarbonisierung ihrer Logistikketten aggressiv voran.
Lokale Megafabriken: BYD belässt es nicht mehr beim reinen Export. In Thailand (Rayong) und Indonesien (Subang Smartpolitan) laufen 2026 die eigenen Großwerke an. Diese Fabriken sind strategisch extrem wichtig: Sie produzieren nicht nur Pkw, sondern dienen als Hubs für Nutzfahrzeuge und Rechtslenker-Modelle für den gesamten asiatisch-pazifischen Raum.
Politische Rückendeckung: Länder wie Thailand fordern über strenge Quoten ("EV 3.5"-Politik), dass Hersteller, die steuerfrei importieren wollen, bis Ende 2026/2027 eine lokale Produktion im Verhältnis 1:2 oder 1:3 aufbauen müssen. BYD erfüllt diese Kriterien als einer der Ersten und sichert sich damit langfristig den zollfreien Marktzugang.
M
Morpheus33,
Sonntag 14:21 Uhr
0
Während BYD in Europa den Lkw-Markt noch sehr vorsichtig und fokussiert von unten aufrollt, sieht das Potenzial in Asien völlig anders aus – es ist gigantisch und die Expansion läuft auf Hochtouren.
Asien ist aktuell das globale Epizentrum für die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen. Mehr als 55 % des weltweiten E-Lkw-Marktes konzentrieren sich auf den asiatisch-pazifischen Raum. Für BYD ist dieser Markt ein Heimspiel mit massiven Wachstumschancen, die sich auf drei Hauptregionen verteilen:
1. Der Heimatmarkt China: Brutaler Boom bei schweren Lkw
China ist der mit Abstand am weitesten fortgeschrittene Markt für Elektro-Lkw weltweit. 2025 hat die Penetrationsrate von E-Schwerlast-Lkw (Heavy-Duty Trucks) in China die 20-Prozent-Marke geknackt – angetrieben durch extrem strenge staatliche Emissionsvorgaben für Kohleminen, Häfen und Stahlwerke.
Batteriewechsel-Systeme (Battery Swapping): Anders als in Europa setzt BYD (neben Konkurrenten wie SANY oder XCMG) in China massiv auf Lkw mit Wechselbatterien. Anstatt stundenlang zu laden, fährt der schwere 40-Tonner in eine Station, und ein Roboter tauscht die leere Blade-Batterie in unter fünf Minuten gegen eine volle aus. Das eliminiert die Standzeiten komplett und macht E-Lkw im Schichtbetrieb wirtschaftlicher als jeden Diesel.
Masse als Kostenvorteil: Durch die enormen Stückzahlen im Inland kann BYD seine Nutzfahrzeug-Komponenten (E-Achsen, Wechselrichter, Software) zu Kosten produzieren, von denen europäische Hersteller nur träumen können.
M
Morpheus33,
Sonntag 14:20 Uhr
0
Die Expansionsstrategie „7 plus 4“
BYD teilt seine Nutzfahrzeugstrategie global in sieben klassische Verkehrsbereiche (u.a. Fernverkehr, Verteilerverkehr, Müllabfuhr, Stadtbusse) und vier Spezialbereiche (Häfen, Flughäfen, Minen und Werkslogistik) ein.
Bevor sie den klassischen Fernverkehr auf der Autobahn angreifen, dominieren sie oft geschlossene Systeme. In Häfen und auf großen Werksgeländen weltweit laufen bereits tausende autonom oder teil-autonom fahrende BYD-Schwerlast-Zugmaschinen, da dort die Ladeinfrastruktur leicht zu kontrollieren ist.
M
Morpheus33,
Sonntag 14:18 Uhr
0
Die aktuelle Strategie: Angriff über die „letzte Meile“ (Light/Medium Duty)
BYD drängt im schweren Fernverkehr (40-Tonner) in Europa noch nicht aggressiv nach vorne, sondern besetzt die extrem wichtige Nische des urbanen Verteilerverkehrs.
Das Paradebeispiel BYD ETM6: Der 7,49-Tonner ist aktuell das Zugpferd in Europa. Mit 126 kWh LFP-Batterie, rund 200–220 km Reichweite unter Volllast und einer Ladezeit von rund einer Stunde (von 20 auf 100 %) passt er perfekt in das Anforderungsprofil von Stückgut- und Frischdienst-Verteilern in Städten.
Erste Großkunden steigen ein: Dass ein Logistik-Schwergewicht wie Dachser im Frühjahr 2026 begonnen hat, erste BYD ETM6 im urbanen Bereich (u.a. in Spanien) einzuflotten, zeigt, dass die Fahrzeuge die strengen TCO-Rechnungen (Total Cost of Ownership) der großen Speditionen bestehen. Bei planbaren Routen und Depot-Ladung über Nacht rechnet sich der E-Lkw durch die Ersparnis beim Treibstoff und den geringeren Wartungsaufwand gegenüber dem Diesel sehr schnell
M
Morpheus33,
Sonntag 14:17 Uhr
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Die größte Stärke: Vertikale Integration und Kostenführerschaft
Der größte Vorteil von BYD gegenüber etablierten europäischen Herstellern (wie Daimler Truck, Volvo oder DAF) ist die vollständige Kontrolle über die Lieferkette.
Die Batterie als Trumpf: BYD baut die bekannten Blade-Batterien (Lithium-Eisenphosphat / LFP) selbst. LFP-Akkus gelten als extrem langlebig, robust und sicher gegen thermisches Durchgehen – ideal für den harten Logistikalltag.
Eigenes Ökosystem: Motoren, Leistungselektronik, Steuergeräte und sogar die Halbleiter stammen aus eigener Produktion. BYD liefert das Fahrgestell oft direkt mit integrierter E-Achse. Das senkt die Produktionskosten massiv und schützt vor Lieferketten-Engpässen. Wenn europäische OEMs Batteriezellen teuer einkaufen müssen, hat BYD einen uneinholbaren Margenvorteil.
M
Morpheus33,
Sonntag 13:10 Uhr
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China also saw huge jump in NEV sales of Light Trucks in Apr. Led by Geely, Foton, JAC & Sinotruk as usual. Total sales reached 20111, 2nd highest total ever (after Dec).
NEV penetration reached 28.99%, 4th highest ever.
BYD had 996 deliveries & 2699 so far in 2026. Up 101% YoY
M
M
Morpheus33,
Sonntag 7:29 Uhr
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Langfristig gesehen ist der Switch von 1 auf 2 ein Meilenstein. Und nächstes Jahr kommt schon die Feststoffbatterie.
M
a
agnes123,
Sonntag 1:11 Uhr
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https://futurezone.at/digital-life/byd-akku-mangel-blade-battery-schnellladefunktion/403160531
l
likeit,
Samstag 21:32 Uhr
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das hoffe ich auch alles, aber für mich als "Verkäufer" wär mir lieber, meine Selbstkosten sind Betriebsgeheimnis 😎
... aber auch klar, es geht zunächst weniger um die größte Marge, sondern um eine Markt beherrschende Stellung
M
Morpheus33,
Samstag 20:02 Uhr
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Byd ist an der Kapazitätsgrenze und auf keinen Kunden angewiesen. Byd verkauft die Batterien sehr günstig und ist daher sehr begehrt.
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