MUTARES WKN: A2NB65 ISIN: DE000A2NB650 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Gibt halt nicht viel zu schreiben gerade. Außer, dass von den in Aussicht gestellten Exits erst wenig in die Tat umgesetzt wurde. Angesichts der bevorstehenden Zahlen mag das bei dem ein oder anderen Investor Zweifel aufkommen lassen. Damit lässt sich vielleicht die momentane Kursschwäche erklären.
Die Beratererlöse lagen zum Halbjahr bei 53 Mio. EUR - das werden zum Jahresende sicherlich nicht 130 Mio. EUR sein ... Steyr und Terranor sind doch Exits. Du erzählst immer wieder in epischer Breite, dass Mutares warten kann, bis der Preis bei den Exits stimmt. Die Quartalsberichte zeigen deutlich, dass die Holding Exits zwingend benötigt, um liquide zu bleiben.
Etwa 130 Millionen sind die Einnahmen durch Beratungen, dann haben die Verkäufe von Stey Aktie weit über 100 Millionen € eingebracht, Terranor sind 37 Millionen, davon 9 Millionen eingenommen, 27 Millionen € in Form von Aktien, Sperrfrist bis Ende 2025. Dann ein oder zwei kleinere Verkäufe. Folgende Meldung Mutares steigert Nettoergebnis der Holding im ersten Halbjahr 2025 um 32 % auf knapp EUR 70 Mio. – Mehr Exit-Aktivität für 2. Halbjahr. Also es läuft. Ganz ohne Exit wird es sicherlich schwer, bzw. man müsste das Geschäftsmodell verändern. Da hast Du sicherlich recht. Dann ist ein Exit mit Teilen von Buderus im 4. Quartal geplant.
Das sind die Ausgaben der Holding, nicht die Kosten, die in den einzelnen Beteiligungen anfallen! Die Holding benötigt pro Jahr über 200 Mio. Cash - das geht nicht ohne nennenswerte Exits! Vielleicht beschäftigst Du dich einmal etwas intensiver mit den Zusammenhängen bei Mutares ...
Die Holding hat 385 Mio. EUR Schulden (die Anleihen) und Mittelabflüsse von über 200 Mio. EUR pro Jahr (138 Mio. EUR Kosten, 40 Mio. EUR Anleihezinsen und 40 Mio. EUR Dividende)! Wenn da keine Exits kommen, gehen die Lichter ganz schnell aus. Da ist der Zeitpunkt der Exits natürlich nicht völlig frei wählbar. Die Umsätze und Beratungsleistungen plus ggf. Dividenden aus den Beteiligungen (sofern dort Liquidität vorhanden ist) reichen nicht aus, um diese Ausgaben zu decken, deswegen sind Exits zwingend notwendig. P.S.: Bei Verkäufen und IPOs gibt es ein paar mehr Einflussfaktoren als das KGV. Jede Beratungsrechnung mindert den Wert der Beteiligung zum Exit, das sind quasi Vorschüsse!
Natürlich ist der Gewinn pro Jahr kleiner als der Exit Erlös, sonst wäre der KGV bei 1. Warum sollten die Beteiligungen signifikant günstiger sein, als branchenüblich. Ideal ist ein Firma mit 100 Millionen Umsatz, die überschaubaren Verlust macht und aus einer Branche kommt, wo ein KGV von 20 normal ist. Dann saniert Mutares das Ding 3 bis 4 Jahre. Dann macht diese Firma vielleicht inzwischen 150 Millionen Umsatz und einen Gewinn von 10 Millionen. Dann Exit oder IPO mit einem KGV von 20 macht mal eben 200 Millionen. Ein bisschen Sanierungskosten abziehen, aber ordentlich Beratungsgebühr von 2% vom Umsatz jedes Jahr kassiert. Fertig. Warum sollte Mutares sanierte Firmen verramschen? Dann warten sie lieber ab, kassieren solange den Gewinn, bzw. der bleibt in der Beteiligung und die Beteiligung investiert und wächst weiter. Und Mutares kassiert weiter 2% des Umsatz als Gebühr, hat aber wenig Arbeit, da die Beteiligung bereits saniert ist. Vielleicht noch kleiner Feinjustierungen, die den Gewinn weiter nach oben treibt. Im Idealfall findet sich eine Firma, die genau das braucht, was die Beteilung macht, so dass vielrSynergieeffekte eintreten.
Klarstellung für Dich: Der Gewinn einer Beteiligung ist (im Normalfall) geringer als der Exit-Erlös dieser Beteiligung. Dass die verschiedenen Beteiligungen an dieser Stelle nicht vergleichbar sind, ist klar. Unterm Strich geht's um die Exits - Laumann hat für 2025 und 2026 Exit-Erlöse > 200 Mio EUR angekündigt, dann hat sich die ganze Diskussion ohnehin erübrigt.
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