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SpaceX

Billionen Hype vor dem Absturz? 08.06.2026, 19:09 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SpaceX: Billionen Hype vor dem Absturz?
© AR/boersennews/ChatGPT
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Shopify 96,15 EUR +2,30 % Lang & Schwarz
Spotify Technology 435,25 EUR +0,99 % TTMzero RT
Apple 265,68 EUR -0,32 % Baader Bank
DoorDash Registered (A) 132,46 EUR -2,65 % Lang & Schwarz
Meta Platforms (A) 509,25 EUR -0,61 % Baader Bank
Microsoft 356,85 EUR -1,32 % TTMzero RT
US Tech 100 29.537,52 PKT +1,94 % Ariva Indikation
NVIDIA 181,28 EUR +1,95 % Baader Bank
Palantir 117,71 EUR +0,95 % Lang & Schwarz
Tesla 355,48 EUR +4,88 % Baader Bank

Bewertung setzt die Messlatte hoch

SpaceX könnte beim IPO bis zu 65 Milliarden Euro einnehmen. Die angepeilte Bewertung liegt bei rund 1,3 bis 1,7 Billionen Euro. Für Anleger ist das ein zentraler Risikofaktor, weil schon zum Start viel Wachstum eingepreist wäre. Der IPO Forscher Jay Ritter warnt: „Je höher die Startbewertung, desto begrenzter ist selbst bei optimalem Verlauf das Renditepotenzial.“ Hoch bewertete Börsengänge hätten in der Vergangenheit häufig enttäuscht.

Hype kann teuer werden

Der mögliche Ausgabepreis liegt bei 117 Euro je Aktie. Im europäischen Prospekt wird jedoch ein Maximalpreis von 141 Euro genannt. Wer ohne Limit zeichnet oder am ersten Handelstag blind kauft, könnte deshalb deutlich mehr zahlen als erwartet. Gerade bei stark nachgefragten Aktien können geringe frei handelbare Stückzahlen den Kurs kurzfristig stark bewegen. Das macht den Einstieg in SpaceX riskanter als bei etablierten Aktien wie Apple, Microsoft, Nvidia oder Tesla.

Lieferung kann später kommen

Ein zusätzliches Problem betrifft europäische Privatanleger. Der Handel an der Nasdaq könnte am 12. Juni starten, die Lieferung der Aktien an beteiligte Banken aber frühestens am 15. Juni erfolgen. Erst danach könnten die Papiere in europäischen Depots verfügbar sein. Wer auf schnelle Zeichnungsgewinne setzt, kann Gewinne möglicherweise nicht sofort realisieren. Fällt der Kurs in dieser Phase, bleibt das Risiko vollständig beim Anleger.

Ersatzprodukte sind keine Aktie

Rund um den SpaceX IPO kursieren auch Finanzprodukte, die wie ein früher Zugang zur Aktie wirken. Futures, Perpetuals oder Token ersetzen jedoch keine Stammaktie. Anleger werden dadurch nicht Miteigentümer von SpaceX und erhalten keine Stimmrechte. Zusätzlich entstehen Risiken bei Liquidität, Preisbildung, Hebelwirkung und späterer Umstellung. Auch eine mögliche Aufnahme in den Nasdaq 100 ist keine Garantie für steigende Kurse, da Indexfonds festen Regeln folgen.

Alte IPO Daten mahnen zur Vorsicht

Frühere Börsengänge zeigen, wie stark Kurse nach dem Start schwanken können. Selbst spätere Gewinner wie Meta, Spotify, Shopify, DoorDash und Palantir belasteten Anleger zwischenzeitlich erheblich. Wer zum falschen Zeitpunkt kaufte, riskierte im Schnitt einen temporären Verlust von 55 Prozent im ersten Jahr. Bei 9195 US IPOs von 1975 bis 2021 lag die Rendite nach drei Jahren im Median bei minus 25,7 Prozent. SpaceX kann eine spannende Beimischung sein, aber kein Ersatz für ein breit gestreutes Depot.

 
Bn-Redaktion/ar
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