Anzeige
+++Methan-Lecks stopfen mit Rekordumsatz: Steht hier der Chart-Ausbruch bevor?+++
Portfolio Tracker
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
Alte Telefonzentralen

Nvidia hebt nach Kursmassaker ab 06.11.2026, 15:36 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Alte Telefonzentralen: Nvidia hebt nach Kursmassaker ab
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© BörsenNEWS.de
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
NVIDIA 168,83 EUR +4,21 % Baader Bank
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Alte Telefongebäude statt neuer Rechenzentren: Mit diesem Umweg will der weltgrößte KI-Chipentwickler der drohenden Baubremse in den USA ausweichen. Die Nvidia-Aktie, die am Donnerstag an der Wall Street gut 9 Prozent eingebüßt hatte, springt am Freitagnachmittag um rund 6,6 Prozent auf gut 173 Euro. Unter Aktionären mischt sich die Erleichterung allerdings mit spürbarer Vorsicht.

Über 130 Telefongebäude für ein Gigawatt

Berichten zufolge verhandelt Nvidia mit dem Finanzinvestor Apollo Global Management darüber, mehr als 130 Gebäude des US-Telekomanbieters Brightspeed in kleine KI-Rechenzentren umzubauen. Nach Nvidias eigener Schätzung steht an diesen Standorten zusammen rund ein Gigawatt Strom zur Verfügung, verteilt auf bis zu 20 Bundesstaaten. Erste Server-Racks der kommenden Generation Vera Rubin könnten bereits im ersten Quartal 2027 einziehen. Schon vor der Eröffnung an der Wall Street legte die Aktie daraufhin um mehr als 4 Prozent zu.

Aus Anlegersicht liegt der Charme des Plans auf der Hand: Was bereits steht und gut an die Infrastruktur angebunden ist, müsse nicht erst neu genehmigt werden. Umgerüstete Telekomkomplexe als Abkürzung durch die Behörden wurden schon am Morgen als naheliegender Ausweg gehandelt – entsprechend erleichtert wird das Brightspeed-Projekt nun aufgenommen.

Wahlsieg der Demokraten macht Genehmigungen zum Nadelöhr

Hintergrund sind die Midterms vom Dienstag: In Texas, Georgia und Ohio setzten sich Gouverneurskandidaten durch, die eine Pause beim Bau großer Rechenzentren befürwortet hatten. Die Sorge vor einem Ausbaustopp löste am Donnerstag den stärksten Tagesverlust des Nasdaq 100 seit dem Corona-Crash im März 2020 aus – Nvidia rutschte in einen Bärenmarkt und hat im Wochenvergleich trotz der heutigen Erholung noch gut 7 Prozent verloren.

Auf Aktionärsseite wird die Wahl allerdings weniger dramatisch gelesen als an der Börse. Selbst in Texas klinge die neue Linie eher nach Regulierung mit Rücksicht auf die Wirtschaft – am Ende werde der Genehmigungsprozess vor allem zäher, aber nicht blockiert. Noch grundsätzlicher fällt der Einwand aus, die Nachfrage lasse sich ohnehin nicht aufhalten:

Wenn die Demokraten also Rechenzentren im eigenen Land verbieten wollen, winken die Emirate und Saudis schon mit den Geldscheinen. Die Nachfrage nach KI Beschleunigern wird hoch bleiben, völlig egal ob irgendwelche Senatoren ihren Wählern einen Rückwärtsgang bei der lokalen Infrastruktur versprochen haben.

Ganz ausräumen lässt sich das Genehmigungsrisiko mit den Telefongebäuden allerdings nicht: Auch bestehende Standorte bräuchten für leistungsfähigere Kühlanlagen unter Umständen eine Zustimmung der örtlichen Behörden. Der Grundton zur Nachfrage bleibt dennoch trotzig zuversichtlich.

Brightspeed-Schulden trüben den Ausweg

Auch der Partner ist kein Selbstläufer: Brightspeed steht unter erheblichem Schuldendruck, ein Antrag auf Gläubigerschutz noch im Dezember gilt als möglich. Wie viele Gebäude tatsächlich umgebaut werden und wer die Rechenleistung am Ende kauft oder mietet, ist bislang offen.

Entsprechend verhalten fällt das Echo auf den Kurssprung aus. Mehrere Aktionäre trauen der Erholung noch nicht und halten offen, ob es sich um eine Bullenfalle oder eine echte Trendwende handelt. Unterstützt wird der Anstieg ohnehin nicht von Nvidia allein: Auch AMD und Intel gewinnen jeweils rund 7 Prozent, der Nasdaq 100 liegt 1,4 Prozent im Plus. Auf Anlegerseite gilt der Absturz zum Teil als erzwungen – aufgelöste Hebelprodukte und Nachschussforderungen hätten ihn kaskadenartig verstärkt, Rückkäufe von Leerverkäufern könnten nun zusätzlichen Schub liefern.

Gebremst wird die Stimmung dagegen von der Zinsseite. Der US-Arbeitsmarkt hat im Oktober mehr Stellen geschaffen als erwartet, die Arbeitslosenquote sank auf 4,1 Prozent. Eine Zinserhöhung der Fed im Dezember gilt am Markt inzwischen als wahrscheinlich – Gegenwind für hoch bewertete Wachstumswerte. Der DAX notiert rund 1,9 Prozent tiefer bei gut 25.600 Punkten. Seit 2024 seien auf Ausverkäufe fast immer V-förmige Erholungen gefolgt, wird eingewandt – nur lasse sich vorab nie erkennen, ob es diesmal wieder so komme. Die Stimmung schwankt damit zwischen Erleichterung über den Ausweg und dem Misstrauen, dass die Baustelle in Washington noch lange offen bleiben dürfte.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,00
Hebel: 20,80
mit starkem Hebel
Ask: 2,57
Hebel: 6,34
mit moderatem Hebel
Smartbroker
UBS
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA27GH UJ8VKB. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

16:29 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:32 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:05 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

12:54 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

12:18 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer