Deutsche Auto's

Erratischer Trump macht Druck 19.02.2025, 10:16 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Mercedes
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Mercedes-Benz Group 70,91 USD +1,97 % Nasdaq OTC
Volkswagen (VW) Vz 103,85 EUR +1,79 % Lang & Schwarz
Porsche AG 43,62 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
Porsche Holding SE 42,50 USD -6,96 % Nasdaq OTC

Auto-Krise in Deutschland: Wie Porsche und BMW um ihre Zukunft kämpfen

Absatzkrise und Handelskonflikte setzen Autoindustrie unter Druck

Deutschlands Autohersteller stehen vor einer doppelten Herausforderung: Während die Nachfrage in wichtigen Märkten wie China und Europa nachlässt, drohen neue US-Zölle unter Präsident Donald Trump. Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz geraten dadurch weiter unter Druck – und setzen große Hoffnungen auf den Ausgang der anstehenden Bundestagswahl.

„Wir brauchen jetzt eine wirtschaftliche Kehrtwende“, fordert Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Sie plädiert für weniger Bürokratie und gezielte Wachstumsimpulse, um die Branche wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Handelskrieg mit den USA: Deutsche Hersteller in der Zwickmühle

Etwa 75 % der in Deutschland produzierten Autos gehen ins Ausland. Doch neue Handelshemmnisse gefährden dieses Exportmodell. Trump kündigte an, ab nächsten Monat 25 % Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte zu erheben – und drohte auch mit ähnlichen Maßnahmen für deutsche Fahrzeuge. Besonders hart könnte es VW, BMW und Mercedes treffen, die große SUV-Modelle in den USA verkaufen.

BMW-Chef Oliver Zipse warnte jüngst vor protektionistischen Maßnahmen und betonte: „Freihandel ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber.“ Gleichzeitig produzieren deutsche Hersteller in den USA nicht nur für den lokalen Markt, sondern auch für den Export – ein Aspekt, der den Handelskonflikt weiter anheizen könnte, falls die EU Gegenmaßnahmen ergreift.

Hohe Energiekosten: Produktionsstandort Deutschland unter Druck

Ein weiteres Problem sind die steigenden Produktionskosten. Besonders die Energiepreise in Deutschland sind ein Standortnachteil: Strom ist hier dreimal so teuer wie in den USA oder China und liegt rund 40 % über dem Niveau Frankreichs.

Während Bundeskanzler Olaf Scholz auf den Ausbau erneuerbarer Energien setzt, erwägt Herausforderer Friedrich Merz eine Rückkehr zur Atomkraft, um die Energiepreise zu senken. „Deutschland ist eine der letzten echten Industrienationen Europas“, sagt Autoexperte Matthias Schmidt. „Stabile, niedrige Energiekosten sind für die Branche essenziell.“

China-Abhängigkeit und der Kampf um Marktanteile

China bleibt der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Hersteller, doch die Konkurrenz wächst: Lokale Marken wie BYD und eine aggressive Preispolitik von Tesla setzen VW, BMW und Mercedes unter Druck.

Obwohl Berlin Unternehmen ermutigt, ihre Abhängigkeit von China zu reduzieren, verstärken Autobauer ihr Engagement vor Ort. Volkswagen will bis 2030 vier Millionen Fahrzeuge jährlich in China verkaufen – deutlich mehr als die 2,93 Millionen im letzten Jahr. BMW plant Investitionen von umgerechnet 2,7 Milliarden Dollar in sein Werk in Shenyang, um die lokale Produktion von E-Autos auszubauen.

Elektroauto-Debakel: Hersteller kehren zur Verbrenner-Strategie zurück

Nach dem überraschenden Stopp der deutschen E-Auto-Förderung brach der Markt ein. Deutschland verlor seinen Titel als größter E-Automarkt Europas an Großbritannien. Hersteller wie VW und Mercedes überdenken ihre Elektrifizierungsstrategie – Porsche erwartet für 2025 eine Sonderbelastung von 800 Millionen Euro, weil der Konzern verstärkt auf Plug-in-Hybride und Verbrenner setzt.

„Porsches Kurswechsel zeigt, dass Benziner noch lange gefragt sein werden“, sagt Analyst Schmidt. Eine mögliche CDU-geführte Regierung unter Merz könnte diesen Trend unterstützen. Während die SPD auf steuerliche Anreize für E-Autos setzt, plädiert die Union dafür, auch nach 2035 noch neue Verbrenner zu erlauben.

Bürokratie-Bremse: Elon Musk und die Industrie fordern Reformen

Tesla-Chef Elon Musk kritisierte wiederholt die langen Genehmigungsprozesse in Deutschland. Auch der VDA fordert weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und weniger Dokumentationspflichten.

Alle großen Parteien versprechen, Vorschriften zu reduzieren. Doch Merz setzt auf Steuersenkungen und Deregulierung, während Scholz an der Schuldenbremse festhält – eine zentrale Frage für die Zukunft der deutschen Industrie.

Die kommenden Wochen könnten entscheidend sein: Wird eine neue Regierung die Autoindustrie retten – oder verliert Deutschland weiter an Wettbewerbsfähigkeit?

Bn-Redaktion/ts
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