Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z
4515 Begriffe
| Begriff | Thema | |
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| General Clearing Mitglied | Ein Clearing-Mitglied, das berechtigt ist, eigene Geschäfte sowie die Geschäfte von Nicht-Clearing-Mitgliedern bei der zentralen Clearing-Stelle abzurechnen und für deren Erfüllung zu haften | |
| Generationenvertrag | Ein gesellschaftlicher Vertrag, bei dem die erwerbstätige Generation durch ihre Beiträge die Renten der aktuellen Rentner finanziert und im Gegenzug erwartet, dass die nachfolgende Generation später ihre eigenen Renten trägt | |
| German Market Indicator | Eine Kennzahl, die die Performance des deutschen Aktienmarktes widerspiegelt, indem sie die Kursentwicklung der wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland abbildet | |
| Gesamtkostenquote | Die jährlichen laufenden Kosten eines Investmentfonds oder ETF, ausgedrückt im Verhältnis zum durchschnittlichen Fondsvermögen, ermöglichen den direkten Vergleich der Kosteneffizienz für Anleger | |
| Gesamtleistung gemäß § 157 AktG von 1965 | Die Summe aus Umsatzerlösen, Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie anderen aktivierten Eigenleistungen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach der Gliederungsvorschrift des Aktiengesetzes von 1965 als erster Posten auszuweisen war | |
| Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) | Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis für ein Unternehmen und dem Zeitwert des erworbenen Nettovermögens, der bei einem Unternehmenserwerb entsteht und als immaterieller Vermögenswert in der Bilanz aktiviert wird | |
| Geschäftsbericht | Der freiwillig oder zur Kapitalmarktkommunikation erstellte Bericht eines Unternehmens, der den Geschäftsverlauf des abgelaufenen Jahres, die wirtschaftliche Lage sowie den Jahresabschluss mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht erläutert und ergänzt | |
| Geschäftsjahr | Der Zeitraum von in der Regel zwölf Monaten, für den ein Unternehmen seinen Jahresabschluss aufstellt, die wirtschaftlichen Aktivitäten zusammenfasst und den Erfolg ermittelt, wobei der Beginn frei wählbar ist und nicht zwingend dem Kalenderjahr entsprechen muss | |
| Gewinnanteilsschein | Ein rechtlich selbstständiges Urkundenblatt, das einer Aktie oder einem Genussschein beigefügt ist und den Inhaber zum Bezug des anteiligen Gewinns (Dividende) gegen Einlösung berechtigt, meist in einem Bogen zusammengefasst mit einem Erneuerungsschein am Ende | |
| Gewinnbeteiligung | Die vertraglich oder gesetzlich vereinbarte Beteiligung von Arbeitnehmern, Geschäftsführern oder stillen Gesellschaftern am erzielten Gewinn eines Unternehmens, die zusätzlich zum festen Gehalt oder zur festen Verzinsung gezahlt wird und oft erfolgsabhängig ausgestaltet ist | |
| Gewinnmarge | Die Differenz zwischen Umsatz und Aufwendungen einer Periode, ausgedrückt in Prozent des Umsatzes, die zeigt, wie viel vom erzielten Erlös nach Abzug aller Kosten als Gewinn verbleibt und damit die Profitabilität des Geschäfts widerspiegelt | |
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| Gewinnmitnahme | Der Verkauf von Wertpapieren, Rohstoffen oder anderen Anlageformen nach einem deutlichen Kursanstieg, um erzielte Kursgewinne zu realisieren und vor möglichen Rücksetzern abzusichern, was bei massenhafter Ausübung oft zu temporären Kursrückgängen führt | |
| Gewinnobligation | Eine Anleihe, die neben einer festen Nominalverzinsung zusätzlich eine gewinnabhängige Beteiligung am Unternehmensgewinn gewährt und damit Elemente einer Schuldverschreibung mit einer erfolgsbezogenen Vergütung kombiniert, ohne dem Inhaber ein Mitgliedschaftsrecht einzuräumen | |
| Gewinnrendite (Earnings Yield) | Die Relation des Gewinns pro Aktie zum aktuellen Börsenkurs eines Unternehmens, ausgedrückt in Prozent, die als Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses die erzielte Rendite je investiertem Euro aufzeigt und damit die Bewertung einer Aktie im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen erleichtert | |
| Greenback (US-Dollar) | Die umgangssprachliche Bezeichnung für den US-Dollar, die auf die grünliche Farbe der Rückseite historischer Banknoten zurückgeht und heute vor allem im internationalen Finanz- und Devisenhandel verwendet wird | |
| Gross Margin | Eine zentrale Kennzahl im Finanzwesen, die Einblicke in die Effizienz und Rentabilität eines Unternehmens bietet | |
| Großaktionär | Ein Aktionär, der einen maßgeblichen Anteil am Grundkapital eines Unternehmens hält, der in der Regel mindestens fünf Prozent beträgt und ihm erheblichen Einfluss auf die Hauptversammlung sowie strategische Entscheidungen ermöglicht | |
| Growth | Eine Anlagestrategie, die sich auf Unternehmen mit überdurchschnittlichem erwartetem Umsatz- und Gewinnwachstum konzentriert, wobei Anleger höhere Bewertungskennzahlen akzeptieren, um von zukünftigen Kurssteigerungen durch Expansion in wachstumsstarken Branchen zu profitieren | |
| Growth-Aktien | Eine Aktie eines Unternehmens, das ein überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn erwartet, oft mit hohen Bewertungskennzahlen gehandelt wird und Erträge eher reinvestiert als Dividenden auszuschütten, um zukünftige Kurssteigerungen zu ermöglichen | |
| Growth Capital Fonds | Eine wertvolle Finanzierungsquelle für etablierte Unternehmen, die Kapital für ihre Wachstumspläne benötigen | |
| Growth-Strategie | Eine Anlagestrategie, die sich auf Unternehmen mit überdurchschnittlichem erwartetem Umsatz- und Gewinnwachstum konzentriert, wobei Anleger höhere Bewertungskennzahlen akzeptieren, um von zukünftigen Kurssteigerungen durch Expansion in wachstumsstarken Branchen zu profitieren | |
| Growth-Unternehmen | Ein Unternehmen, das ein überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn erwartet, oft mit hohen Bewertungskennzahlen gehandelt wird und Erträge eher reinvestiert als Dividenden auszuschütten, um zukünftige Kurssteigerungen zu ermöglichen | |
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| Grundkapitalerhöhung | Ein zentrales Instrument der Unternehmensfinanzierung und eine Möglichkeit für Aktiengesellschaften, zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen | |
| Grundkapitalherabsetzung | Die Herabsetzung des im Handelsregister eingetragenen Nominalbetrags des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung, die zur Rückzahlung an Aktionäre, Verlustausgleich oder Umwandlung in andere Kapitalposten dienen kann | |
| Hedge (Absicherungsgeschäft) | Ein gegenläufiges Geschäft, das ein bestehendes Preis- oder Kursrisiko ausgleicht, indem beispielsweise ein Terminkontrakt oder eine Option eingesetzt wird, um mögliche Verluste aus einer bestehenden Position zu begrenzen oder vollständig zu kompensieren | |
| Hedgefonds | Ein Investmentfonds, der mit flexiblen und oft aggressiven Strategien wie Leerverkäufen, Derivaten, Hebelwirkung und Investments in verschiedene Assetklassen arbeitet, um absolute Renditen unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung zu erzielen | |
| Hedge Ratio (Absicherungsverhältnis) | Das Verhältnis der Größe einer Absicherungsposition zur Größe der zu sichernden Position, das berechnet wird, um Preisrisiken möglichst genau auszugleichen und unerwünschte Restrisiken zu minimieren | |
| Bilanzierung nach HGB | Die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht eines Unternehmens nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, die handelsrechtliche Gliederung, Bewertungsgrundsätze und Ausweisregeln festlegen und primär dem Gläubigerschutz dienen | |
| 100 minus Lebensalter | Eine Faustregel, bei der das eigene Alter von 100 abgezogen wird, um den prozentualen Anteil risikoreicher Anlagen wie Aktien im Portfolio zu bestimmen | |
| Hurdle Rate | Eine Mindestrendite, die ein Investment oder Projekt erwirtschaften muss, damit es als akzeptabel oder rentabel gilt und weiterverfolgt wird | |
| Hybride Tier-1-Anleihen | Eine nachrangige Bankschuldverschreibung mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften wie unbegrenzter Laufzeit, aufschiebbaren Zinszahlungen und Verlustteilnahme im Krisenfall, die Banken zur Stärkung ihres regulatorischen Kernkapitals nutzen | |
| Hypothekenbank | Eine spezialisierte Kreditinstitution, die sich auf die Vergabe langfristiger, grundpfandrechtlich gesicherter Darlehen zur Immobilienfinanzierung konzentriert und diese Refinanzierung durch die Ausgabe von Pfandbriefen am Kapitalmarkt deckt | |
| Hypothekenpfandbrief | Eine gedeckte Bankschuldverschreibung, bei der die emittierende Hypothekenbank ihre Forderungen aus grundpfandrechtlich gesicherten Immobiliendarlehen als Sicherheit in ein gesondertes Deckungsregister einträgt und den Inhabern im Insolvenzfall ein vorrangiges Befriedigungsrecht einräumt | |
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| Immobilien Aktie | Eine Aktie, die Anteile an Unternehmen repräsentiert, deren Kerngeschäft der Erwerb, die Entwicklung, die Vermietung oder der Verkauf von Immobilien ist und so indirekt an der Wertentwicklung von Grundbesitz partizipiert | |
| Immobilienfonds | Ein Sondervermögen, das Gelder mehrerer Anleger sammelt und überwiegend in Wohn- und Gewerbeimmobilien, Grundstücke oder Immobiliengesellschaften investiert, um Erträge aus Mieten und Wertsteigerungen zu erzielen | |
| Implizite Volatilität | Eine aus den aktuellen Marktpreisen von Optionen abgeleitete Kennzahl, die die vom Markt erwartete Schwankungsbreite des Basiswerts bis zum Verfall der Option widerspiegelt | |
| Importierte Inflation | Eine Preissteigerung in einer Volkswirtschaft, die durch höhere Kosten für eingeführte Rohstoffe, Vorprodukte oder Waren ausgelöst wird und sich über die heimische Produktion auf das allgemeine Preisniveau überträgt | |
| In-Arrears-Floater | Ein variabel verzinsliches Wertpapier, dessen Zinszahlungen auf Basis eines Referenzzinssatzes festgelegt werden, der erst am Ende der Zinsperiode bestimmt wird | |
| In Line | Eine Situation, in der der Preis eines Wertpapiers oder einer Option nahe am aktuellen Marktpreis liegt, oft ohne signifikante Gewinn- oder Verlustpotenziale | |
| In-The-Money (ITM) Optionen | Eine Option, deren Ausübungspreis im Vergleich zum aktuellen Marktpreis des zugrunde liegenden Vermögenswerts einen sofortigen Gewinn ermöglicht, da sie bereits einen inneren Wert besitzt | |
| Indexanlagen | Eine passive Anlageform, die durch den Erwerb von Fonds oder Zertifikaten die Wertentwicklung eines bestimmten Börsenindex wie dem DAX oder MSCI World möglichst genau nachbildet | |
| Indexgewichtung | Eine Methode zur Berechnung eines Aktienindex, bei der die einzelnen Titel entsprechend ihrer Marktkapitalisierung, ihres Börsenumsatzes oder eines anderen Kriteriums unterschiedlich stark in die Gesamtentwicklung einfließen | |