Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z
4416 Begriffe
| Begriff | Thema | |
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| FX-Forwards | Ein wesentliches Instrument im internationalen Finanz- und Handelswesen, das Unternehmen und Investoren ermöglicht, sich gegen die Unsicherheiten von Wechselkursbewegungen abzusichern | |
| G (Geld) | Was bedeutet der Kurszusatz G (Geld)? | |
| G-Mind (German Market Indicator) | Eine Kennzahl oder ein Stimmungsindikator, der die allgemeine Marktstimmung und das Vertrauen der deutschen Privatanleger in den Aktienmarkt widerspiegelt und regelmäßig durch Umfragen unter Anlegern ermittelt wird | |
| Gambler | Eine Person, die risikoreiche Spekulationen eingeht, oft ohne fundierte Analyse, in der Hoffnung auf schnelle Gewinne durch Glück oder starke Marktbewegungen, typisch für hochspekulative Trades oder Glücksspiele | |
| Gamma | Eine Optionsgröße (griechischer Buchstabe), die die Veränderung des Delta-Werts pro Einheit Kursbewegung des Basiswerts misst und somit die Beschleunigung der Optionspreissensitivität gegenüber dem zugrunde liegenden Asset beschreibt | |
| Gamma-Faktor | Eine Optionskennzahl, die angibt, um wie viel sich das Delta einer Option bei einer Einheit Kursveränderung des Basiswerts verändert und somit die Krümmung der Preissensitivität gegenüber dem Underlying beschreibt | |
| Gamma Hedge | Eine Absicherungsstrategie mit Optionen, bei der die Position laufend angepasst wird, um die Sensitivität gegenüber kleinen Kursveränderungen des Basiswerts neutral zu halten und somit das Risiko aus der Krümmung der Optionspreise zu minimieren | |
| Gap (Kurslücke) | Eine Preisunterbrechung im Chart, bei der der Eröffnungskurs eines Handelstages außerhalb des Schlussbereichs des Vortages liegt, um plötzliche Marktstimmungsänderungen ohne durchgängigen Handel widerzuspiegeln | |
| Garantie Anleihe | Eine Anleihe, bei der ein Dritter (z. B. Staat, Bank oder Konzernmutter) die vollständige Rückzahlung von Kapital und Zinsen garantiert, wodurch das Ausfallrisiko für den Anleger deutlich reduziert wird | |
| Gedeckter Optionsschein | Eine Optionsstrategie, bei der der Emittent eines Optionsscheins gleichzeitig den zugrunde liegenden Vermögenswert oder ein gleichwertiges Gegengeschäft hält, um das eigene Liefer- und Erfüllungsrisiko bei Ausübung vollständig abzusichern | |
| Geldwert | Die Kaufkraft einer Währungseinheit, die angibt, welche Menge an Gütern und Dienstleistungen man mit einem bestimmten Betrag erwerben kann | |
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| Genannter Kurs | Ein veröffentlichter Börsenkurs, der als Referenzwert für ein Wertpapier gilt und meist den letzten bezahlten oder den theoretischen Gleichgewichtspreis darstellt, ohne dass ein tatsächlicher Handel zu diesem Kurs stattgefunden haben muss | |
| Genehmigtes Kapital | Ein von der Hauptversammlung genehmigter Betrag, bis zu dem der Vorstand einer Aktiengesellschaft neues Eigenkapital durch Ausgabe junger Aktien schaffen darf, ohne dass dafür eine weitere Hauptversammlung erforderlich ist | |
| General Clearing Mitglied | Ein Clearing-Mitglied, das berechtigt ist, eigene Geschäfte sowie die Geschäfte von Nicht-Clearing-Mitgliedern bei der zentralen Clearing-Stelle abzurechnen und für deren Erfüllung zu haften | |
| Generationenvertrag | Ein gesellschaftlicher Vertrag, bei dem die erwerbstätige Generation durch ihre Beiträge die Renten der aktuellen Rentner finanziert und im Gegenzug erwartet, dass die nachfolgende Generation später ihre eigenen Renten trägt | |
| German Market Indicator | Eine Kennzahl, die die Performance des deutschen Aktienmarktes widerspiegelt, indem sie die Kursentwicklung der wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland abbildet | |
| Gesamtkostenquote | Die jährlichen laufenden Kosten eines Investmentfonds oder ETF, ausgedrückt im Verhältnis zum durchschnittlichen Fondsvermögen, ermöglichen den direkten Vergleich der Kosteneffizienz für Anleger | |
| Gesamtleistung gemäß § 157 AktG von 1965 | Die Summe aus Umsatzerlösen, Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie anderen aktivierten Eigenleistungen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach der Gliederungsvorschrift des Aktiengesetzes von 1965 als erster Posten auszuweisen war | |
| Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) | Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis für ein Unternehmen und dem Zeitwert des erworbenen Nettovermögens, der bei einem Unternehmenserwerb entsteht und als immaterieller Vermögenswert in der Bilanz aktiviert wird | |
| Geschäftsbericht | Der freiwillig oder zur Kapitalmarktkommunikation erstellte Bericht eines Unternehmens, der den Geschäftsverlauf des abgelaufenen Jahres, die wirtschaftliche Lage sowie den Jahresabschluss mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht erläutert und ergänzt | |
| Geschäftsjahr | Der Zeitraum von in der Regel zwölf Monaten, für den ein Unternehmen seinen Jahresabschluss aufstellt, die wirtschaftlichen Aktivitäten zusammenfasst und den Erfolg ermittelt, wobei der Beginn frei wählbar ist und nicht zwingend dem Kalenderjahr entsprechen muss | |
| Gewinnanteilsschein | Ein rechtlich selbstständiges Urkundenblatt, das einer Aktie oder einem Genussschein beigefügt ist und den Inhaber zum Bezug des anteiligen Gewinns (Dividende) gegen Einlösung berechtigt, meist in einem Bogen zusammengefasst mit einem Erneuerungsschein am Ende | |
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| Gewinnbeteiligung | Die vertraglich oder gesetzlich vereinbarte Beteiligung von Arbeitnehmern, Geschäftsführern oder stillen Gesellschaftern am erzielten Gewinn eines Unternehmens, die zusätzlich zum festen Gehalt oder zur festen Verzinsung gezahlt wird und oft erfolgsabhängig ausgestaltet ist | |
| Gewinnmarge | Die Differenz zwischen Umsatz und Aufwendungen einer Periode, ausgedrückt in Prozent des Umsatzes, die zeigt, wie viel vom erzielten Erlös nach Abzug aller Kosten als Gewinn verbleibt und damit die Profitabilität des Geschäfts widerspiegelt | |
| Gewinnmitnahme | Der Verkauf von Wertpapieren, Rohstoffen oder anderen Anlageformen nach einem deutlichen Kursanstieg, um erzielte Kursgewinne zu realisieren und vor möglichen Rücksetzern abzusichern, was bei massenhafter Ausübung oft zu temporären Kursrückgängen führt | |
| Gewinnobligation | Eine Anleihe, die neben einer festen Nominalverzinsung zusätzlich eine gewinnabhängige Beteiligung am Unternehmensgewinn gewährt und damit Elemente einer Schuldverschreibung mit einer erfolgsbezogenen Vergütung kombiniert, ohne dem Inhaber ein Mitgliedschaftsrecht einzuräumen | |
| Gewinnrendite (Earnings Yield) | Die Relation des Gewinns pro Aktie zum aktuellen Börsenkurs eines Unternehmens, ausgedrückt in Prozent, die als Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses die erzielte Rendite je investiertem Euro aufzeigt und damit die Bewertung einer Aktie im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen erleichtert | |
| Greenback (US-Dollar) | Die umgangssprachliche Bezeichnung für den US-Dollar, die auf die grünliche Farbe der Rückseite historischer Banknoten zurückgeht und heute vor allem im internationalen Finanz- und Devisenhandel verwendet wird | |
| Gross Margin | Eine zentrale Kennzahl im Finanzwesen, die Einblicke in die Effizienz und Rentabilität eines Unternehmens bietet | |
| Großaktionär | Ein Aktionär, der einen maßgeblichen Anteil am Grundkapital eines Unternehmens hält, der in der Regel mindestens fünf Prozent beträgt und ihm erheblichen Einfluss auf die Hauptversammlung sowie strategische Entscheidungen ermöglicht | |
| Growth | Eine Anlagestrategie, die sich auf Unternehmen mit überdurchschnittlichem erwartetem Umsatz- und Gewinnwachstum konzentriert, wobei Anleger höhere Bewertungskennzahlen akzeptieren, um von zukünftigen Kurssteigerungen durch Expansion in wachstumsstarken Branchen zu profitieren | |
| Growth-Aktien | Eine Aktie eines Unternehmens, das ein überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn erwartet, oft mit hohen Bewertungskennzahlen gehandelt wird und Erträge eher reinvestiert als Dividenden auszuschütten, um zukünftige Kurssteigerungen zu ermöglichen | |
| Growth Capital Fonds | Eine wertvolle Finanzierungsquelle für etablierte Unternehmen, die Kapital für ihre Wachstumspläne benötigen | |
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| Growth-Strategie | Eine Anlagestrategie, die sich auf Unternehmen mit überdurchschnittlichem erwartetem Umsatz- und Gewinnwachstum konzentriert, wobei Anleger höhere Bewertungskennzahlen akzeptieren, um von zukünftigen Kurssteigerungen durch Expansion in wachstumsstarken Branchen zu profitieren | |
| Growth-Unternehmen | Ein Unternehmen, das ein überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn erwartet, oft mit hohen Bewertungskennzahlen gehandelt wird und Erträge eher reinvestiert als Dividenden auszuschütten, um zukünftige Kurssteigerungen zu ermöglichen | |
| Grundkapitalerhöhung | Ein zentrales Instrument der Unternehmensfinanzierung und eine Möglichkeit für Aktiengesellschaften, zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen | |
| Grundkapitalherabsetzung | Die Herabsetzung des im Handelsregister eingetragenen Nominalbetrags des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung, die zur Rückzahlung an Aktionäre, Verlustausgleich oder Umwandlung in andere Kapitalposten dienen kann | |
| Hedge (Absicherungsgeschäft) | Ein gegenläufiges Geschäft, das ein bestehendes Preis- oder Kursrisiko ausgleicht, indem beispielsweise ein Terminkontrakt oder eine Option eingesetzt wird, um mögliche Verluste aus einer bestehenden Position zu begrenzen oder vollständig zu kompensieren | |
| Hedgefonds | Ein Investmentfonds, der mit flexiblen und oft aggressiven Strategien wie Leerverkäufen, Derivaten, Hebelwirkung und Investments in verschiedene Assetklassen arbeitet, um absolute Renditen unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung zu erzielen | |
| Hedge Ratio (Absicherungsverhältnis) | Das Verhältnis der Größe einer Absicherungsposition zur Größe der zu sichernden Position, das berechnet wird, um Preisrisiken möglichst genau auszugleichen und unerwünschte Restrisiken zu minimieren | |
| Bilanzierung nach HGB | Die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht eines Unternehmens nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, die handelsrechtliche Gliederung, Bewertungsgrundsätze und Ausweisregeln festlegen und primär dem Gläubigerschutz dienen | |
| 100 minus Lebensalter | Eine Faustregel, bei der das eigene Alter von 100 abgezogen wird, um den prozentualen Anteil risikoreicher Anlagen wie Aktien im Portfolio zu bestimmen | |