Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z
4483 Begriffe
| Begriff | Thema | |
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| Mehrstimmrechtsaktien (Dual-Class-Shares) | Ein Aktientyp der bestimmten Anteilseignern wie Gründern oder Familien mehrere Stimmrechte pro Anteil einräumt und damit eine Kontrolle über das Unternehmen trotz Minderheitsbeteiligung am Kapital ermöglicht | |
| Mengennotierung | Ein Kursnotierungsverfahren an Devisen- oder Wertpapiermärkten das die Menge der zu handelnden Einheiten einer Währung oder eines Assets pro Einheit der Gegenwährung oder des Referenzwerts angibt und so den variablen Umrechnungsfaktor darstellt | |
| Mengentender | Ein Ausschreibungsverfahren der Zentralbank bei dem ein fester Zinssatz vorgegeben wird und die teilnehmenden Institute um eine festgelegte Liquiditätsmenge bieten wobei die Zuteilung proportional oder nach Preispriorität erfolgt um die Geldmarktsteuerung zu unterstützen | |
| Millionärsfonds | Ein spezieller Investmentfonds luxemburgischen Rechts für vermögende Privatanleger, der mit einer hohen Mindesteinlage nur einem kleinen Kreis von Investoren offensteht und früher steuerliche Vorteile bei Veräußerungsgewinnen ermöglichte | |
| Minderheitsaktionär | Ein Aktionär, der nur einen kleinen Teil der Anteile an einer Aktiengesellschaft besitzt und dadurch keinen beherrschenden Einfluss auf Unternehmensentscheidungen ausüben kann, aber grundlegende Mitwirkungs- und Gewinnbeteiligungsrechte behält | |
| Minderheitsbeteiligung | Eine Beteiligung an einem Unternehmen, bei der der Investor nur einen geringen Anteil der Anteile hält und keinen beherrschenden Einfluss auf die Geschäftsführung ausüben kann, aber dennoch Gewinnbeteiligung und grundlegende Mitwirkungsrechte genießt | |
| Mindestanlage | Eine festgelegte Untergrenze für den Betrag, den ein Anleger in ein Finanzprodukt wie einen Fonds oder ein strukturiertes Wertpapier einbringen muss, um eine Beteiligung zu ermöglichen und die entsprechenden Konditionen zu erhalten | |
| Mindestanlagesumme | Eine vorgegebene Untergrenze für den Einlagebetrag, den ein Investor mindestens aufbringen muss, um an einem Fonds, einer Emission oder einem anderen Anlagevehikel teilzunehmen und die damit verbundenen Rechte sowie Konditionen zu erhalten | |
| Mindesteinschuss | Ein festgelegter Mindestbetrag, den ein Trader als Sicherheitsleistung beim Broker hinterlegen muss, um eine gehebelte Position in Derivaten wie Futures oder Optionen zu eröffnen und das Ausfallrisiko für den Kontrahenten zu begrenzen | |
| Mindestkapital | Ein gesetzlich oder regulatorisch festgelegter Untergrenzbetrag für das Eigenkapital, der bei der Gründung einer Gesellschaft oder dem Betrieb bestimmter Finanzinstitute aufgebracht werden muss, um Haftung und Stabilität sicherzustellen | |
| Mindestnennbetrag | Ein gesetzlich festgelegter Untergrenzwert für den Nennwert einer einzelnen Aktie bei Emission oder Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft, der die Stückelung des Grundkapitals bestimmt und den Zugang für Kleinanleger erleichtern soll | |
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| Montanwerte | Ein Sammelbegriff für Aktien von Unternehmen aus dem Bergbau sowie der Stahl- und Metallverarbeitung, die aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von Rohstoffpreisen und Konjunkturzyklen als besonders schwankungsanfällig gelten | |
| Multi-Asset-Zertifikate | Ein strukturiertes Wertpapier, das die Wertentwicklung mehrerer Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Währungen in einem Produkt bündelt und Anlegern eine diversifizierte Teilnahme an unterschiedlichen Märkten ermöglicht | |
| Mündelgelder | Die von einem Vormund treuhänderisch für Minderjährige oder Betreute verwalteten Vermögenswerte, die strengen gesetzlichen Anlagevorschriften unterliegen und vorrangig auf Sicherheit sowie Erhalt des Kapitals ausgerichtet sind | |
| Nachbörse | Ein Handel mit Wertpapieren außerhalb der regulären Börsenöffnungszeiten, der über elektronische Plattformen oder alternative Systeme abgewickelt wird und meist geringere Liquidität sowie höhere Spreads aufweist | |
| Nachbörsliche Handel (After-Hours Trading) | in Handel mit Wertpapieren nach Ende der regulären Börsenöffnungszeiten, der über elektronische Plattformen oder alternative Systeme erfolgt und meist geringere Liquidität sowie höhere Kursschwankungen aufweist | |
| Nachgelagerte Besteuerung | Eine Besteuerungsmethode, bei der Abgaben auf Einzahlungen in Vorsorge- oder Altersvorsorgeprodukte zunächst entfallen und erst bei der späteren Auszahlung der angesparten Mittel fällig werden | |
| Nachhaltigkeitsfonds | Ein Investmentfonds, der Anlegergelder gezielt in Unternehmen und Projekte anlegt, die ökologische Verträglichkeit, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung berücksichtigen und messbare positive Wirkungen erzielen sollen | |
| Nachrangige Verbindlichkeit | Eine finanzielle Verpflichtung, die bei einer Insolvenz des Schuldners erst nach vollständiger Befriedigung aller vorrangigen Gläubigeransprüche bedient wird und daher ein höheres Ausfallrisiko trägt | |
| Nachrangkapital | Ein Kapitalanteil, der in der Rangfolge der Rückzahlungsansprüche hinter vorrangigem Kapital zurücksteht und bei Insolvenz oder Liquidation erst danach bedient wird | |
| Nachschussforderung | Ein wesentliches Instrument im Risikomanagement für gehebelte Finanzgeschäfte | |
| Nachzahlungsforderung | Eine Forderung auf zusätzliche Zahlung, die aufgrund einer nachträglichen Feststellung von Unterzahlungen oder unberücksichtigten Beträgen erhoben wird und den Schuldner zur Nachentrichtung verpflichtet | |
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| Naked Sale (ungedeckter Verkauf oder Leerverkauf) | Ein Verkauf eines Wertpapiers oder Assets bei dem der Verkäufer die Position nicht zuvor ausgeliehen oder besitzt und somit auf einen späteren Rückkauf zu niedrigerem Kurs spekuliert | |
| Namensaktie | Eine Aktie deren Eigentümer namentlich im Aktienregister des Unternehmens eingetragen wird und die im Gegensatz zu Inhaberaktien eine Übertragung durch Abtretung und Umschreibung erfordert | |
| Namensanleihe | Eine Schuldverschreibung deren Eigentümer namentlich im Register des Emittenten verzeichnet wird und deren Übertragung eine formelle Umschreibung sowie Abtretungserklärung erfordert | |
| Namenspapiere | Eine Wertpapierart deren Inhaber namentlich im Register des Ausstellers verzeichnet wird und deren Übertragung eine Abtretung sowie Umschreibung im Register voraussetzt | |
| National Association of Securities Dealers (NASD) | Ein ehemaliger US-amerikanischer Branchenverband der Wertpapierhändler der die Aufsicht über den außerbörslichen Handel sowie die Mitgliedsfirmen ausübte und später in eine andere Regulierungsbehörde überführt wurde | |
| NASDAQ 100 | Ein Aktienindex der die Kursentwicklung der einhundert größten nichtfinanziellen Unternehmen an einer bestimmten US-Technologiebörse abbildet und als wichtiger Maßstab für den Technologiesektor dient | |
| NASDAQ Composite | Ein Aktienindex der die Kursentwicklung aller an einer bestimmten US-Technologiebörse notierten Unternehmen abbildet und die Gesamtperformance des dortigen Marktes widerspiegelt | |
| Nichteisenmetalle (NE-Metalle) | Eine Gruppe von Metallen die keinen oder nur geringen Eisenanteil aufweisen wie Kupfer Aluminium Zink und Nickel und die in Industrie und Technik vielfältig eingesetzt werden | |
| Neartime-Daten | Daten die mit nur geringer Verzögerung nach ihrer Entstehung verfügbar werden und eine zeitnahe Analyse oder Entscheidungsfindung ermöglichen ohne Echtzeit zu erreichen | |
| Nebenwerte | Aktien von kleineren oder mittelgroßen Unternehmen die im Vergleich zu Standardwerten eine geringere Marktkapitalisierung aufweisen und oft höhere Wachstumschancen aber auch höhere Risiken bieten | |
| Negative Volume Index (NVI) | Ein technischer Indikator der die Kursentwicklung an Tagen mit abnehmendem Handelsvolumen analysiert und potenzielle Aufwärtstrends oder Marktstärke identifiziert | |
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| Nennwert | Ein festgelegter Betrag, der den ursprünglichen Ausgabepreis eines Wertpapiers oder den rechnerischen Anteil an einem Unternehmenskapital repräsentiert und unabhängig vom aktuellen Marktwert bleibt | |
| Neue Aktien (Börsengang / IPO) | Ein Verfahren, bei dem ein Unternehmen erstmalig Aktienanteile öffentlich an einer Börse zum Handel anbietet, um Kapital aufzunehmen und eine breitere Investorenbasis zu gewinnen | |
| Neuemission | Ein Vorgang der erstmaligen oder zusätzlichen Ausgabe von Wertpapieren durch ein Unternehmen oder eine Institution, um Kapital am Markt aufzunehmen und neue Anlageoptionen zu schaffen | |
| Neuemissionsprospekt | Ein detailliertes Dokument, das alle relevanten Informationen zu einem neuen Wertpapierangebot enthält, einschließlich Risiken, Finanzdaten und Bedingungen, um potenzielle Investoren fundiert zu informieren | |
| Neuer Markt (ehemaliges Börsensegment) | Ein ehemaliges Segment der Frankfurter Wertpapierbörse, das von 1997 bis 2003 wachstumsstarken, vor allem technologieorientierten Unternehmen mit strengen Transparenz- und Publizitätsvorgaben vorbehalten war und höhere Liquidität sowie internationale Anleger anziehen sollte | |
| National Futures Association (NFA) | Eine US-amerikanische Selbstregulierungsorganisation die die Integrität der Termin- und Derivatemärkte schützt Mitglieder registriert überwacht und durchsetzt sowie Beschwerden von Anlegern behandelt um faire und transparente Handelspraktiken sicherzustellen | |
| Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) | Ein amtliches Dokument des Finanzamts das bestimmte Steuerpflichtige wie gemeinnützige Organisationen oder ausländische Investoren von der Kapitalertragsteuerabzugspflicht befreit und die Auszahlung von Erträgen ohne Quellensteuerabzug ermöglicht | |
| Nicht-zyklische Aktien (defensive Aktien) | Ein Aktientyp von Unternehmen aus stabilen Branchen wie Versorgung Gesundheitswesen oder Grundnahrungsmitteln der auch in konjunkturellen Abschwüngen relativ konstante Umsätze und Gewinne erzielt und Anlegern Schutz vor starken Kursverlusten bietet | |
| Niedrigster Kurs | Der tiefste Preis zu dem ein Wertpapier innerhalb eines bestimmten Zeitraums wie eines Handelstages eines Jahres oder einer anderen Periode gehandelt wurde und als Referenz für Unterstützungsniveaus oder potenzielle Einstiegspunkte dient | |